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Die ADK-Auslese...

... zur Nachlese:

Angeregt wurde dieser Beitrag / diese Zitatsammlung durch ein Foto und einen Beitrag im Feuilleton der von uns abnonnierten BERLINER ZEITUNG vom Montag, den 25. Mai 2005, die mit der Überschrift aufmachte: "Unruhe in Permanenz" und mit der Unterzeile "Die neue Akademie der Künste versagt schon bei der Eröffnungsfeier".

Gerade diese Überschrift gab Anlass genug, nochmals genauer nachzulesen und hinzuschauen - und das DPA-Foto von Arnd Wiegman von der "neuen Berliner party location" wie ein Leitmotiv zu lesen.

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ZITATE ZUR ERÖFFNUNG DER AKADEMIE DER KÜNSTE:

Bundeskanzler Gerhard Schröder sagte, die Mitglieder der Akademie wollten und müssten sich einmischen und täten dies auch. Das sei ein "unschätzbarer Gewinn" für das Land.
Aus: Tagesschau.de http://www.tagesschau.de/aktuell/me...

Aus dieser dunklen Zeit folge die Verpflichtung von Kunst und Künstlern, sich einzumischen, betonte Schröder. "Ich wünsche mir die Akademie als eine Stätte der Unruhe", fügte er hinzu.
Aus: Spiegel.de http://www.spiegel.de/kultur/gesell...

Kulturstaatsministerin Christina Weiss sagte in ihrer Eröffnungsrede: „Ich wünsche mir, nein, ich fordere sogar, daß sich diese Akademie vernehmbar einmischt, ihren Einfluß geltend macht und weitet.” Sätze aus der Akademie sollten in der Gesellschaft als relevant, weise und aufrüttelnd geschätzt werden.
Aus: FAZ.net http://www.faz.net/s/RubF7538E273FA...


Künftig soll die AdK, die seit über 300 Jahren als Hort der Hochkultur gilt, ein öffentlicher Ort werden. So ist das Haus täglich von 10.00 bis 22.00 Uhr für alle geöffnet. "Wir empfinden uns weder als Landes- noch als Bundesanstalt, sondern als Einrichtung der Bürger dieses Landes", erklärte Muschg.

Aus: Stern.de http://www.stern.de/unterhaltung/fo...

Muschg kommentierte die Abwesenheit des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit (SPD), der den Besuch eines gleichzeitig stattfindenden Fußballspiels von Hertha BSC vorgezogen hatte, mit einer spitzen Bemerkung: Er hoffe, auch die Akademie könne «diesem Landesherren ein Spiel bieten, in dem auch er sich wiedererkennt.»
Aus: NETZEITUNG.DE http://www.netzeitung.de/kultur/339...

ZWEI ZITATE ZUR VERTIEFUNG:

- Auszug aus der "Rede von Kulturstaatsministerin Weiss zur Eröffnung der Herbsttagung der Akademie der Künste zu Berlin" am Freitag, den 31. 10. 2003:

Darum lassen Sie mich das Selbstverständliche zuerst sagen: Autonomie und Staatsferne sind die unveräußerlichen Bedingungen, unter denen allein eine Akademie der Künste sein kann, was sie ihrer Idee nach ist: eine, um Wilhelm von Humboldt zu zitieren, "höchste und letzte Freistätte" der Kunst, der künstlerischen Auseinandersetzung, der Debatte, der Offenheit für alles Neue. Ein Ort auch des Lernens. [...]
An diesem Ort der permanenten Unruhe gilt, es neue Fragen nach der Kunst zu stellen. Bedroht ist Kunst, wo sie nur von einem ubiquitären Markt benutzt wird, wo sie sich, um marktkonform zu sein, selbst degradiert. Bedroht ist sie auch durch eine Medienindustrie, die Attacken auf unsere Aufmerksamkeit unternimmt, Anschläge auf unsere Zeit, unsere Einbildungskraft, unsere Konzentration. Darum muss Kunst unterstützt werden - damit ihr Freiraum tatsächlich ein Raum der Freiheit ist, ein Atelier und keine Markthalle.

Aus: Bundesregierung.de http://www.bundesregierung.de/Bunde...

- Auszug aus einem Radiointerview mit Adolf Muschg:

[...] Die Zeiten sind etwas vorbei, wo Künstler und Intellektuelle nicht nur mitgeredet haben, sondern dafür auch anerkannt waren und gehasst, geliebt, vielleicht sogar ein bisschen gefürchtet. Ich denke, diese politischen Interventionen, über die dann die Medien berichten können, wird nicht das Zentrale sein. Aber ich wünsche mir diesen Ort als Ort der Begegnung, des Dialogs - und des Konflikts, auch mit den Spitzen der Politik und der Wirtschaft. Wir haben diesen wunderbaren Salon da vor unseren Türen, mit dem Blick auf den Pariser Platz - das soll nicht ein Aussichtspunkt werden, sondern auch ein Ort, wo wir unsere Partner in Politik und Wirtschaft peinlich befragen und auch von ihnen peinlich befragt werden. Also, Gemütlichkeit wird hier nicht einziehen. Es soll manchmal einfach ganz schön und festlich sein, ich hoffe, in den nächsten Tagen wird es so.

Aus: dradio.de http://www.dradio.de/dkultur/sendun...

HINWEIS:

- Die URL "http://www.akademie-der-kuenste.de" verweist auf: die FREIE AKADEMIE DER KÜNSTE IN HAMBURG .

- Die URL der AKADEMIE DER KÜNSTE UND DER STIFTUNG ARCHIV DER AKADEMIE DER KÜNSTE, BERLIN lautet "www.adk.de".
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Dort können auch die aktuellen Veranstaltungen eingesehen werden.

EINE BEST OFF-EMPFEHLUNG FÜR DIENSTAG DEN 24. MAI 2005:

19.00 Uhr Foyer: Adolf Muschg "Treppenrede"
19.30 Uhr Plenarsaal: Adolf Muschg "Friedrich und Henriette, oder Die Nasen der Klassik". Es lesen Corinna Kirchhoff und Ulrich Matthes.
20.30 Uhr Plenarsaal: "Das Theater heute von gestern und morgen". Textcollage mit Musik von Gerhard Ahrens.
Mit: Maria Becker, Hermann Beil, Horst Bollmann, Edith Clever, Achim Freyer, Christian Grashof, Corinna Harfouch, Nele Hertling, Joachim Herz, Andreas Homoki, Kurt Hübner, Inge Keller, Jutta Lampe, Matthias Langhoff, Thomas Langhoff, Matthias Lilienthal, Susanne Linke, Dieter Mann, Gisela May, Ulrich Mühe, Ivan Nagel, Henning Rischbieter, Otto Sander, Walter Schmidinger, Christoph Schroth, Gisela Stein, George Tabori, Hilmar Thate, Klaus Völker, Jutta Wachowiak, Jossi Wieler, Robert Wilson.
Moderation: Thomas Langhoff

MEHR dazu unter "Theater" als Akademie-Programm!

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