Der Rundgang geht noch weiter

... mit Frau Professor Maria Vedder am Sonnabend, den 16. Juli um 16 Uhr zur "Besichtigung" der Arbeiten der KLASSE VIDEOKUNST des INSTITUTs FUER ZEITBASIERTE MEDIEN.

Als "pars pro toto" die VIDEOMASCHE: gehäkelt von Laura Geiger während dreier kanadischen Nächte im Winter des Jahres 2003, in denen das TV-Programm nicht genügend Abwechslung geboten hatte.

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Zu bestellen zum Preis von EURO 350,- bei: "laura.geiger@impasto.de"
im 4:3 oder im 16:9 Format ;-)


PS.:

Erfreulich, wie es an diesem Tag zur Wieder-Begegnung mit vielen "alten Bekannten" kam und zu sehr guten und produktiven Gesprächen, jenseits jeglicher Nostalgie

Unerfreulich, dass diejenigen, die am meisten von den Bemühungen Dritter profitiert hatten, diesen gegenüber die geringste Dialogbereitschaft zeigten.

Dabei ist nicht Dankbarkeit für das Vergangene gefragt, wohl aber die Denkbareit der Zukunft. Dieses ist eine Form der Zivilisation, die es ermöglicht, anzuerkennen und daraus zu lernen, wie sehr man auch von dem "Überkommenen" profitiert hat: und sei es in der radikalen, ja: gehässigen Ablehung desselben.

Oft sind solche Brüche not-wendig für etwas Neues. Jetzt aber, wo sich "die Neuen" längst selber etabliert haben verbleibt die Dialogbereischaft allzu oft in jenem circulus virtuosus, der letztendlich dazu führen wird, dass sich diese nun schliesslich über Jahrzehnte entwickelte kulturelle Institution wieder überleben wird.


PPS.:

"Zu guter Letzt" als Nachtrag ein Auszug aus der unglaublichen Geschichte von Peter Neumann aus dem "STADTBILD" der Berliner Zeitung, Seite 19 vom 16.07.2005, wonach ein ortsunkundiger Busfahrer nicht wusste, wie er seine Fahrgäste vom Bahnhof Zoo zum Flughafen Tegel zu ver-fahren hatte... lesen Sie selbst:


Wo geht’s denn hier nach Tegel?

Wer sagt eigentlich, dass die Berliner nicht hilfsbereit sind! Die Fahrgäste, die am Freitagmittag mit dem Bus X 9 so schnell wie möglich vom Bahnhof Zoo zum Flughafen Tegel gelangen wollten, hatten sich getäuscht: Die Tour drohte sich hinzuziehen, weil der Fahrer die Route nicht gut genug kannte. Doch anstatt den Chauffeurs-Neuling immer und immer wieder in die Irre fahren zu lassen, lotsten die Fahrgäste den X 9 auf der mehr oder weniger korrekten Route durch Charlottenburg zu dem sympathischen kleinen Weltstadt-Flughafen im Norden Berlins.

Echte Nächstenliebe! Aber natürlich auch Eigennutz. Denn wer weiß, wo die Fahrgäste sonst gelandet wären: Vielleicht wäre der Bus am Tor der Justizvollzugsanstalt in Tegel gestrandet. Oder in der Fußgängerzone Altstadt Spandau, die übrigens für Berliner Verhältnisse relativ hübsch ist. Oder im Dickicht der Havel-Halbinsel Pichelswerder abseits der Heerstraße - was aber auf der anderen Seite gar nicht so schlecht gewesen wäre, denn dieses versteckte Stückchen Berlin ist zweifelsohne ziemlich reizvoll. Moment mal: Wäre das nicht eine Idee? Vielleicht sollte ein Verkehrsbetrieb die Tradition der "Fahrt ins Blaue" wieder aufnehmen, wie die Deutsche Reichsbahn sie zum Beispiel in den 1930er Jahren angeboten hatte: Das waren Ausflugstouren, bei denen die Fahrgäste nicht wussten, wohin die Reise geht.[...]