Angela allein zu Haus

Diese kurze Anmerkung lehnt sich an einen Text von Michael Miersch und Dirk Maxeiner an, die unter dem Titel
Deutschland allein zuhaus' in der Literarischen Welt vom 26. April 2003 über das wieder erstarkenden Nationalgefühl in Deutschland reflektierten.

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Heute nun stellt sich in Deutschland eine Situation ein, die einmal mehr kaum jemand vorhergesehen hatte. Nicht nur, dass die CDU/CSU Allianz nach den Wahlen am 18. September nicht in der Lage war, gemeinsam mit den Freien Demokraten die neue Regierung zu stellen. Jetzt scheint auch der Versuch gescheitert, eine Dreierkoalition aus den drei Franktionsspitzen Merkel, Müntefering und Stoiber zusammenzuschweissen. Münte zurück ins Sauerland, Edi der Zauderer zurück nach München: Frau Merkel mag die "K-Frage" gewonnen haben, die "P-Frage" nach den Parteivorsitzenden an ihrer Seite verliert die Spitzen-Politikerin: und damit die Stützen ihrer ehrenwerten Gesellschaft.

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Sollte es trotz alledem doch noch zu einer grossen Koalition kommen: dann mit grossen Kollateralschäden.

WS.


Über Edmund Stoiber: Jan Rübel in der WELT am Sonntag vom 30. Oktober 2005: "Verfangen im Niemandsland"

Über Franz Müntefehring: Damir Fras und Rouven Schellenberger in der BERLINER ZEITUNG vom Dienstag, den 1. November 2005: "Gegen die Wand"