Auf Treu und Glauben

Was ist,
wenn Sie alles arrangiert haben, um den Gefährnissen der wirtschaftlichen Bedrohungen zu entgehen und Ihnen dann das Handwerk gelegt, weil - ja, warum eigentlich - weil es zu einer "Verkettung unglücklicher Umstände" kommt;
wenn Sie alles menschenmögliche getan haben um den eigenen Wert auch durch den geschäftlich zugewiesenen Wert abzusichern;
wenn Sie gezwungen werden, auch noch für die Machenschaften Dritter einzustehen weil diese kleverer, brutaler, raffinierter waren als man es selber je hätte sein können;
wenn Sie einsehen müssen dass der "gesunde Menschenverstand", der "Glaube an das Gute im Menschen" und "ein Wort ist ein Wort" keinerlei Gültigkeit mehr haben;
wenn auch das "Gute Gewissen" keine Ruhekissen mehr ist, "Treu und Glauben" nicht einmal mehr als Worthülsen taugen?

An solchen Tagen sollte man - auch auf die Gefahr hin, ein unbeschriebenes Blatt zu hinterlassen - vielleicht am besten gar nicht(s) mehr schreiben. Oder sich einfach nur darüber freuen, dass Deutschland und Frankreich im Fussballstation von St.Denis bei Paris an diesem Abend 0:0 gespielt haben.

Lieber ein "Stalemate" als ein "Stalker"-Opfer.

WS.