SONY’s Sudden Death @ Berlinale

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Das Kaufdatum eines Computers *27.04.02 ist eigentlich nicht sein "Geburtstag", sondern derjenige an dem der erste Tag seiner Tätigkeit gegen Entgelt beginnt.

Seit diesem Tag hatte der SONY PCG-QR10 Kultstatus.

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Jetzt, an diesem Morgen des 8. Februar, liess er sich einfach nicht mehr einschalten. Da half auch kein Auswechseln des Akkus, keine Spannungsprüfung des Ladgerätes, kein Reset.

Die gegen eine hohe Gebühr auf 3 Jahre verlängerte Garantiezeit war ebenfalls abgelaufen. Und die Hotline hatte auch keinen weiteren Rat parat. Was tun?

Ah! Sony ist doch Berlinale-Parner!

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Hin zum Postdamer Platz und ab in den Sony-Shop. Ja, man könne das Gerät einschicken der Kostenvoranschlag würde mit knapp 50 Euro zu Buche schlagen und dieser Preis würde dann verechnet werden. Beim Auswechseln einer Platine ist mit gut 250 Euro zu rechnen.

Die Entscheidung: Nachdem der Clié nicht mehr gebaut wird und die Produktion vom Aibo auf den Hund gekommen ist, wird dieses der erste und letzte Vaio gewesen sein.

Nachtrag: Zum Ende der Woche mit dem Gerät "Back to the Reseller": Weniger als 4 Jahre "Lebenszeit" für ein solches Markengerät? Das sei heute ganz normal, so der Verkäufer.

Das ist doch nicht normal: oder?

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PS. "Sudden Death" ist der Titel eine Action-Films von Peter Hyams aus der Zeit Mitte der 50er Jahre.
Mehr dazu auf
IMDb .


Nachtrag 1

Nach einer Reihe von (fern-)mündlichen Reaktion hier ein (echter) Leserbrief vom Sonntag, den 26. Februar 2006, in dem es unter anderem heisst:

... ich hätte gerne [...] noch einen Kommentar angebracht, wie z.B. in diesem Fall:

Nehmen Sie doch das nächste Mal ein NoName-Produkt aus der VR China des Baujahres 2001, so wie ich eines nutze. Es geht seit Jahr und Tag immer wieder an, hat Pleiten, Pech und Pannen überstanden, die Farbe an den Gehäuseecken verloren, wenn es zu heiss geworden, muss man vor dem Neustart eine halbe Stunde Abkühlpause einlegen, der Akku war nach einem halben Jahr tot, was manchen Kampf um die ICE-Steckdose unvermeidlich werden ließ ...

Nachtrag 2

Am Mittwoch, den 27. September 2006 wurde der Rechner nochmals bei einem Freund auf die "Werkbank" gelegt. Das Ergebnis: der Akku musste getauscht werden. Ohne Akku läuft das Gerät mit Strom direkt aus dem Netzteil einwandfrei. Damit hat er sich dieses kleine Schmuckstück als "My First Sony" als Leihgabe für seine Kinder echt verdient.

Nachtrag 3

Die Ausleihe des Gerätes ohne bei der Eigentümerin nachgefragt zu haben - die inzwischen längst mit einem moderneren Gerät arbeitet - war ein kapitaler Fehler. Es stellt sich nämlich heraus, dass ihr dieses Teil offensichtlich echt "ans Herz gewachsen" war.

Nachtrag 4

Inzwischen hat die Mutter der Kinder dafür Sorge getragen, dass diese nicht nur von dem Computer sondern auch von ihrem Vater getrennt werden, worauf dieser das Gerät wieder zurückbringt. Am 17. Februar 2007 wird alles nochmals für seine weitere museale Verwendung "auf Vordermann" gebracht und zu einem letzten Probelauf gestartet - als sich das Gerät endgültig mit einem Schaden auf der Hauptplatine verabschiedet.