Mythen: Massstab kultureller Verortung

An den letzten beiden Wochenden sendete der Deutschlandfunkt in seiner mit Beginn des Jahres umbenannten Reihe ESSAY UND DISKURS jeweils am Sonntag ab 9:30 Uhr am 12. und 19. Februar den in zwei Teilen von Werner Hofmann vorgetragen Essay

Europa - Seine Mythen sind sein Gedächtnis Teil 1

und

Europa - Seine Mythen sind sein Gedächtnis Teil 2

Auf den hier als Links benannten Seiten des Senders heisst es unter anderem:

Hofmann war Gründungsdirektor des Museums des 20. Jahrhunderts in Wien und 21 Jahre Leiter der Hamburger Kunsthalle. Nicht nur sein Ausstellungszyklus ’Kunst um 1800’ wurde zur Legende. Jedes Ding gehe mit seinem Gegenteil schwanger, dieses Marx-Wort gehört zu Hofmanns Lieblingsgedanken. Sein dialektisches Denken spiegelt sich in den Titeln seiner Essay-Sammlungen: ’Bruchlinien’ und ’Gegenstimmen’; denn der Bruch enthält auch Verbindendes und die Grenze Übergang. So argumentiert Hofmann auch in seinem zweiteiligen Essay ’Europa - seine Mythen sind sein Gedächtnis’. Er fasst seine Überlegungen in dem Satz zusammen, "dass die zwieträchtige Eintracht bzw. die einträchtige Zwietracht nicht nur zu den trivialen, sondern auch zu den geistvollen Bekundungen unserer europäischen Identität zählt".

Und:

Sein dialektisches Denken spiegelt sich in den Titeln seiner Essay-Sammlungen: ’Bruchlinien’ und ’Gegenstimmen’; denn der Bruch enthält auch Verbindendes und die Grenze Übergang. So argumentiert Hofmann auch in seinem zweiteiligen Essay ’Europa - seine Mythen sind sein Gedächtnis’.

Der Beitrag kann als sogenannter CSS-Feed auf einen MP3-Player geladen und dann zeitunabhängig nachgehört werden. Oder aber für einige Zeit direkt online am Rechner.

Der Link zum Beitrag vom 12. Februar kann nachgehört werden als
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Der Link auf den Beitrag vom 19. Februar kann ebenfalls nachgehört werden als MP3-File .

Die spannende Frage die sich stellt ist eine vordergründig ganz praktische:

- Sind diejenigen, die verstehen, mit dieser digitalen Technik umzugehen interessiert und motiviert, sich "sowas" (noch) anzuhören?

- Und wie steht es mit jenen potenziellen Hörern, die eine gewisse Neugier an solch einem Thema verspüren könnten, wenn Sie nachträglich noch von diesem Hör-Essay erfahren würden: Wären sie in der Lage, sich dieser neuen digitalen Technologien der zeitunabhängigen Wiedergabe zu bedienen um so ihre Neugier zu befriedigen?

- Sind diejenigen, für die beide Fragen mit einem "JA" beantwortet werden können, die Repräsentanten des sogenannten Informationszeitalters - oder gar die Elite jener Wissensgesellschaft; einer Elite, die in Zeiten der Digitalisierung wieder an das anknüpfen möchte, was im Malstrom der Geschichten aus der Welt linearer Erzähl- und Denkstrukturen unterzugehen droht?