NMI_2006 (I)

Film, Computer und Fernsehen
Neue Medien und Technologien der
Informationsgesellschaft, NMI 2006

Der Versuch, in diesen 3 Tagen systematisch aus den Veranstaltungen heraus einen Blog zu schrieben und sogleich an dieser Stelle zu Protokoll zu geben, konnte nicht realisiert werden. Stattdessen wird hier das Programm nochmals gemäss der offiziellen Ankündigung zitiert - und auf den Tagungsband verwiesen, in dem die Beiträge wie auch im letzten Jahr wiedergegeben sein werden.

Dabei hat es wahrlich "food for thought" an diesem Tag gegeben. Gerade, wenn es scheinbar ganz "entfernte" Themen und Lokationen gab, die zur Sprache kamen.

So wenn der bisherige Vizepräsident der Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf" von seinen Reisen nach Asien berichtet und uns vergleich zu machen versucht, in welchen Dimensionen in Korea oder China die Fragen der angewandten Künste in Angriff genommen werden.

Oder wenn ein Mathematiker von der Humboldt Universität eine sehr breitgefächerter und gut illustrierte Antwort auf die Frage sucht, ob wirklich am Anfang das Wort gestanden haben - oder den Zahl.

Er beschreibt, wie "zu Anfang" die Zahl zunächst immer im Zusammenhang mit einem Wort genannt wurde, in dem die Anzahl eines Dinges in seiner jweeiligen Vielzahl genannt wurde.
Er lässt uns teilhaben an der Verwandlung der Zählsteine in die abstrakte Zahl und der Geometrie in die Algebra.
Er zitiert die Griechen für die die "1" keine Zahl, sondern ein Symbol der Einheit gewesen sei und verweist auf ihre Auffassung von der Geometrie als einer abstrakten Bildkunst, ihre Definition des Punktes als einem "eigentlich" ausdehnungslosen Element und der Linie als einer "eigentlich" breitenlosen Länge.
Er zeigt in der Abbildung von zwei unterschiedlichen Schriften Euklides in der Agenda der Punkt selbst in der einen erwähnt wird, während er in der anderen "als unsichtbarer Punkt" gedruckt wird.
Und dann sprícht er lange über die Mittel und Methoden der Darstellung des Unsichtbaren. Es ist von den Mikroskopen die Rede und von den Fernrohren, von den Röntgen- und den Ultraschall-Bildern. Und so begreifen wir langsam, dass die sich derzeit signifikant steigernde Dominanz der Bilder ein einem viel grösseren Zusammenhang und aus diesem heraus ganz anders und viel besser verstanden werden kann.

Allein, inmitten dieses Vortrages versagt der für Filprojektionen bestens geeignete 18.000 Lumen-Beamer seinen Dienst, der Vortrag muss abgebrochen und Ersatz besorgt werden. Die Pause wurde am Zuhörerplatz dafür genutzt, um das bisher gehörte systematisch aufschreiben und an dieser Stelle einfügen zu können. Allein, als es dann schliesslich weitergehen konnte, brach das Netzwerk zusammen und alle bis dahin an diesem Tage online geblogten Einträgen waren verloren. Tücken der Technik.

Selbst so süffisant kritische und kreative Vorträge wie die des Herrn Stiftungsdirektors konnten nicht mehr dazu ermutigen, diesen Versuch an dieser Stelle nochmals erneut wieder aufzunehmen. Auch dann nicht, wenn auf diesem Wege hic et nunc hätte nachgewiesen werden können, dass das Internet eben doch noch zu mehr gut sein kann, als zum "Spazierengucken" und "Spazierenklicken". [1]

10:00 Uhr Begrüßung im Leibnizsaal

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- Prof. Dr. Klaus Rebensburg, Informatik
- Prof. Ulrich Weinberg, Film
- Dr. Wolf Siegert, Digital Cinema Society

Moderation der Tagung:
- Prof. Dr. Klaus Rebensburg, TU Berlin/Uni Potsdam

Bestandsaufnahmen Neue Medien, Film & Informatik

10:15 Uhr Prolog:
- Prof. Dr. Klaus Rebensburg
Technische Universität Berlin und Universität Potsdam
Zwischen Kino, TV, Public Viewing und Stimmen
über IP - Konvergenzen zwischen Film&Informatik

10:45 Uhr
- Prof. Ulrich Weinberg,
Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“
Potsdam-Babelsberg
Film & Computer - Kontinente im Vergleich

11:30 Uhr Hauptvortrag:

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- Prof. Dr. Wolfgang Coy
Humboldt-Universität zu Berlin
Wie man sieht -
Bilder in der wissenschaftlichen Argumentation

Konvergenzen Film, TV und Informatik, Spiele

14:30 Uhr Hauptvortrag:
- Dr. Dieter Klumpp, Stuttgart
Alcatel SEL Stiftung
Searchtainment als User Generated Content

15:00 Uhr Hauptvortrag:
- Peter Krieg, Berlin
Pile Systems Inc.
Jenseits der paranoiden Maschine:
Computer, Interaktion und Medien

16:15 Uhr Neues Kino/Fernsehen live:
- Prof. Dietrich Sauter
Institut für Rundfunktechnik IRT, München
Digitale Filmformate vs. 35mm

17:15 Uhr Computer Spiele als Killerapplikationen oder Gemeinschaftserlebnis!

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Live Demonstration - virtuell moderiert
- Ibrahim Mazari, ESL [2]/Turtle Entertainment, Köln
- Peter C. Krell, Game Face, Berlin/Hamburg.

[1Anstelle sei lieber aus der Unterzeile seiner Eingangsfolie zitiert, die da lautet:
Der EU-Bildungsminister: Folienpräsentationen können zusammenhängende Gedanken bis zum völligen Nichtverstehen zerstören oder mithilfe unzusammenehängender Textstücke und Bilder eine stringente Gedankenführung vortäuschen. Folien machen schnell und nachhaltig abhängig, fangen Sie erst gar nicht damit an!

[2Electronic Sports League