IPTV ASIA

Noch vermelden die Organisatoren des heute beginnenden IPTV WORLD FORUM ASIA mit "Sony Pictures, Fox News, ESPN and Warner Brothers - four of the world leaders in broadcast and content" bekannte "non-Chinese-names" als "trigger argument" für die Teilnahme im International Convention Center Oriental Riverside Hotel, Shanghai, China.

Neben diesen "Fab-Four" tauchen auf der Webseite iptv-asia.net Namen auf wie China Netcom, SMG, NTT, Reliance Entertainment, France Telecom, City Telecom, Biznet Metro, Softbank Broadmedia, PCCW, Korea Telecom, True Internet, KDDI, Chunghwa Telecom und MITV.

Das Wichtigste aber ist in diesem Falle das Sponsoring; und wer wird diese anders tun können als die "industry leaders Microsoft and Alcatel [1]".

Nicht mit von der Partie - auf jeden Fall nicht im Rahmen der bisherigen Ankündigungen - ist die Deutsche Telekom AG. Nachdem auch die Swisscom ihr "Bluewin"-Vorhaben mehrmals nach hinten verschieben musste, ist es zu Beginn der 30. Kalenderwoche auch in Deutschland public geworden, dass der für diesen Sommer angekündigte IPTV-Start verschoben werden musste [2]. [3]

Auch aus den Reihen der "Fab-Four" hört man derzeit nicht nur Ermutigendes (auch wenn das hier vielleicht an dieser Stelle nicht öffentlich gemacht werden sollte) und es wäre sicherlich zu bedenken, ob ein "Player" wie dieses Haus nicht seinen Beitrag in die Bütt stellen sollte. Schliesslich muss einem auch in Shanghai nicht alles nur "chinesisch" vorkommen, was da von anderer Seite zu Markte getragen werden wird - oder?

PS. Wem der Weg zu weit und der Spatz in der Hand lieber ist, der kann sich ja auch für den 28. September 2006 beim eco-Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V. in Berlin zur Teilnahme am pollTalk 2006_2 anmelden.

Nicht dabei sind allerdings solche Leute wie die von Grid-TV die sich schon heute darauf einrichten, mit ihren Portalen www.Liga-TV.com und www.League-TV.com alsbald aus dem Markt von einem der "Grossen" herausgekauft zu werden.
Ein sogenannten "exclusiv"-Interview mit Ingo Wolf «In wenigen Jahren werden Sie in Deutschland 3000 Sender sehen» erscheint - am Morgen des gleichen Tages wie die Tagung um 09:16 Uhr - im Medienhandbuch.de.

[1wobei noch offen ist, ob Letztere nach dem Zusammengehen mit Lucent überhaupt noch unter diesem Namen in Erscheinung treten wird...
Aber auf jeden Fall hat sie seit dem 25.07.2006 mit der - Telekom Austria-Gruppe einen neuen Kunden ins Feld zu führen. Mit "aonDigital TV" wird man aus über 55 TV-Kanälen wählen können und damit auch Programme vorfinden, die bis heuer in Österreich so nicht zugänglich waren. Auch ist von einer "Reihe innovativer Anwendungen für Content-Sharing persönlicher Inhalte (z. B. Digitalfotos und selbsterstellte Inhalte über den Weblog-Dienst der Telekom Austria)" die Rede.
Das Ganze funktioniert durch die Bereitstellung einer IP-basierten Netzwerkinfrastruktur, darunter DSLAM (Digital Subscriber Line Access Multiplexer), IP-Router und die Ausrüstung für die optische Übertragung. Weiterhin wird von Alcatel eine End-to-End-Videolösung implementiert werden "unter Integration weiterer technologischer Marktführer aus den Bereichen Head-End, Set-Top-Boxen und Verschlüsselungssystemen", so der Originalton Alcatel.

[2Dabei klang das alles zur CeBIT, am 9. März 2006, noch so hoffnungsfroh:

Geplant ist zudem der Empfang von digitalen Fernsehprogrammen über das Internet (IPTV). [...]

Möglich wird das Angebot "T-Home von T-Online“ durch den Netzausbau der Deutschen Telekom zum Beispiel in Berlin, Hamburg, Hannover, Frankfurt, Düsseldorf und München. Hier sollen ab dem zweiten Halbjahr 2006 Übertragungsraten von bis zu 50 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) zur Verfügung stehen - über achtmal mehr als beim derzeit schnellsten T-DSL Standardanschluss. Entsprechend können damit auch in Deutschland datenintensive Dienste wie IPTV - sogar im neuen High-Definition-Standard (HDTV) - angeboten werden.
[...]

Technische Ausgangsbasis für "T-Home von T-Online“ sind ein Highspeed-VDSL-Anschluss sowie eine IPTV-fähige Set-Top-Box mit Festplattenrecorder, die ab dem Sommer 2006 im Fachhandel erhältlich sein wird. Damit wird es dem Zuschauer in weiteren Ausbaustufen möglich sein, die Anordnung der Fernsehkanäle wie gewohnt selbst zu definieren und auch Inhalte in High-Definition-Qualität anzusehen. Neben dem Empfang des Fernsehsignals offeriert "T-Home von T-Online“ auch eine Vielzahl von attraktiven Zusatzdiensten:
- Mit der Elektronischen Programm Zeitschrift (EPG) erhält der Zuschauer direkt auf dem TV-Bildschirm eine Übersicht des Programms der nächsten drei Wochen.
- Der integrierte Personal Video Recorder (PVR) wird es dem Nutzer ermöglichen, Sendungen aufzunehmen und zu einem beliebigen Zeitpunkt wieder abzuspielen.
- Mit den On Demand Collections (ODCs) werden für den Nutzer zusätzlich Inhalte eines TV-Archivs mit ausgewählten Sendungen, die alle ein bis zwei Wochen aktualisiert werden, zur Verfügung stehen. Wer seine Lieblingsserie verpasst hat oder eine Sendung nochmals anschauen möchte, kann eine Auswahl von Inhalten für einen bestimmten Zeitraum abrufen, ohne dass er diese vorher aufnehmen musste.
- Video on Demand ist die digitale Videothek von T-Online. Mit ihr kommt Unterhaltung pur auf den heimischen Fernseher - auch wenn im Free TV gerade nichts läuft. Filmfans können aus einer Auswahl von derzeit mehr als 1.200 Titeln wählen - vom Klassiker bis zum Hollywood-Blockbuster.

"Was sich heute noch futuristisch ausmacht, wird in den nächsten Jahren Standard. Im Jahr 2010 wird das analoge Fernsehsignal durch das digitale abgelöst. Bis dahin wird sich das Interesse der Konsumen­ten an digitalen Zusatzdiensten und konvergenten Lösungen für TV und Internet deutlich erhöhen, zumal die Mehrwerte in Sachen Programm­vielfalt, Interaktion und Flexibilität eindeutig sind", sagt Burkhard Graßmann.

[3Auch zum Zeitpunkt dieses Kongresse, am 27. September 2006, steht den Kunden in Deutschland immer noch kein einziges der T-Home-Angebote zur Verfügung: weder die "Complete Plus" noch die "Complete Basic" - ja, nicht einmal die "T-Home Classic" - Variante.

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Das ist nunmehr knapp einen Monat nachdem T-Com Chef Walter Reizner auf der IFA-PK am 31. August 2006 erklärt hat: "Wir haben es hingekriegt, die Tarife auf einen Bierdeckel zu bekommen."

Foto: Deutsche Telekom AG
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Und hier noch der NACHTRAG ZUR ANMERKUNG: Und der stammt aus der Feder von Achim Killer und ist ein zu-treffender Text über "Branchengespräch[e] und Branchensprache": "Alles g’schwätzt", der am 20. November 2006 in "Silicon.de" zur Veröffentlichung gebracht wurde.