Sonntag. In Charlottenburg bei JACOBSOHN

Am Sonntag, den 3. Dezember 2006 jährte sich zum 80. Mal der Todestag von Siegfried Jacobsohn, dem, wie die Tafel [1]an seinem Wohnhaus sagt:

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"DaybyDay" hat erstmals auf ihn im Zusammenhang mit der auf sich selbst bezogenen Reflektion im Rahmen eines Spaziergangs durch Charlottenburg aufmerksam gemacht.

Nachtrag: Im Nachgang zu dieser Eintragung kam es zu einer sehr wundersamen Geschichte, in der im Traum die Zukunft der politischen Verfolgung illustriert wurde:
Danach wird es einen Moment geben, von dem an die real handelnden Personen etwas anderes sagen und tun werden als das, was sie eigentlich zu sagen oder tun beabsichtigt hatten. Das bedeutet, dass sie ab einem ziemlich genau vorhersehbaren Zeitpunkt plötzlich Dinge zu sagen und zu tun beginnen, die im Interesse ganz anderer Kräfte und Wünsche wären als den ihnen eigenen.
Nach diesem Szenarium würden die wirklich politisch virulenten Gefahren nicht von den "Knobelstieflern und Glatzköpfen" ausgegehen und nicht einmal nur von den virtuellen Figuren, die mit ihren vorprogammierten Parametern immer mehr Einfluss auf das Denken, Verhalten und Entscheiden der Menschen nehmen, die ihnen in ihren 2- und 3-D-Welten begegnen, sondern von bereits im öffentlichen Leben akzeptierten realen Personen, die in ihrem Umfeld und Einflussbereich plötzlich beginnen würden, mit deutlich fremdbestimmte Aussagen aufzutreten.
Das im Traum wahrgenommene Ereignis fand genau als Vor(her)sehung einer solchen, kurz bevorstehenden Situation statt, es war wie der Vorabend zur "Reichsprogromnacht", die vom 9. auf den 10. November 1938 stattgefunden hatte. In dieser Vorahnung stand plötzlich und ganz plastisch das gesamte Gefüge der öffentlich wahrnehmbaren gesellschaftlichen Ordnung zur Disposition, ohne dass auch nur eine Fensterscheibe dafür hätte zu Bruch gehen müssen...
Aus diesem imaginierten Szenarium gab es kein Entrinnen, nicht einmal den Tod. Seitdem fühlt sich die Welt nach dem Erwachen anders an.

WS.