CeBIT: PreView ARCOR Review

Auszug aus einer Anzeige in der c’t 3/2007 S.191
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Für diesen Tag wird einmal die DaybyDay-Konvention umgekehrt - und anstatt der "Norm" PREVIEW: CeBIT die Überschrift des Veranstalters der CeBIT PreView so übernommen.

Aus der Vielfalt der Präsentationen - und der guten Möglichkeit an diesem Ort ausführliche und vertrauliche Hintergrundgespräche zu führen - sei hier nur ein besonderer Punkt aus einer der Veranstaltungen herausgegriffen.

Die Firma ARCOR stellt sich mit zwei neuen Produkten vor, die auf der CeBIT dann erstmals auch mit ihren Preisen der Öffentlichkeit bekannt gemacht werden.

Und sie weist eingangs darauf hin, dass man genau an diesem Tage, den 24. Januar, vor 10 Jahren erstmals unter diesem Namen als Tochtergesellschaft der Deutschen Bahn in der Öffentlichkeit aufgetreten sei. [1]

C’est tout.

Das war’s. Geschichte wird auf einen Nebensatz verkürzt. Mehr war auf dieser Veranstaltung und an diesem Tage aus dem Hause ARCOR dazu nicht zu erfahren.

Auch der Versuch, sich auf der Webseite www.arcor.de ausführlicher zu unterrichten, scheitert.
Im Pressecenter ist dieses Datum keine weitere Erwähnung wert und unter der Rubrik: Historie [2]
ist lediglich zu lesen:
Januar 1997: Mannesmann Arcor entsteht als Gemeinschaftsunternehmen aus der CNI Communications Network International GmbH und der Bahn-Tochter DBKom Gesellschaft für Telekommunikation mbH & Co. KG.

Wie soll man angesichts einer solch nachlässigen Behandlung der eigenen Geschichte an die Zukunft dieser Firma glauben? [3].

In der letzten Veranstaltung dieses Tages kommt es dann noch "dicker": T-Mobile berichtet von dem angeblich sehr erfolgreichen Versuch, seine Dienste nicht nur bei der Deutschen Lufthansa zu etablieren, sondern auch bei der Deutschen Bahn. Sowohl in den Lounges [4], als auch in den Zügen selber.

Warum, so die Frage, sind gerade im Umfeld der Bahn nicht das Haus ARCOR und seine Tochter Vodafone präsenter?

[1Weitere Gesesellschafter sind neben der Bahn AG die Vodafone Group Plc. und die Deutsche Bank.

[2Es ist und bleibt unbegreiflich, warum sich diese Firma den zentralen Raum auf dieser ersten Seite mit so etwas wie einem Nachrichten-Ticker-Serve verstellt und die Nachrichten und Informationen aus dem eigenen Hause an die Seiten verbannt, als wenn man sich diesen Platz wie auf einer fremden Seite habe einkaufen müssen.

[3Immerhin hat man an diesem historischen Tag eine Aufsichtsratssitzung durchgeführt und in deren Verlauf den zu diesem Zeitpunkt 42-jährigen Norbert Westfal zum neuen Finanzvorstand bestellt.

[4Was in der Lounge in Hamburg allerdings in der Praxis anders aussah.