New Mobile - No Current

Obwohl der Vertrag mit T-Mobile es eigentlich ermöglicht, wurde in seiner gesamten bisherigen Laufzeit noch nicht einmal von dem Erwerb eines neuen Mobiltelefons Gebrauch gemacht.

Selbst auf der IPK der DTAG, der Internationalen Pressekonferenz der Deutschen Telekom Ende Januar diesen Jahres wurde das Angebot für die Nutzung eines Testgerätes nicht angenommen - bis jetzt im Vorfeld einer Medien-Partnerschaft mit dem RBB ganz unversehens ein neues Gerät auf dem Tisch der Redaktion landete.

Ein formschönes schlichtes „Handy“ von der Firma „NOKIA“, das den Charme hatte, auf die Wiedergabe des genauen Typs des Gerätes auf dem Gehäuse ebenso zu verzichten wie auf das Logo des Carrieres. Beiden Markenpositionierungen kommen erst ins Spiel, wenn man das Gerät mittels seiner PIN-Nummer aktiviert und eine Reihe von „Begrüssungsroutinen“ dadurch aktiviert hat: und zwar als animierte Dateien auf dem kleinen Bildschirm ebenso wie mit den entsprechenden lautmalerischen polyphonen Unterstreichungen.

Das Gerät überzeugt im Verlauf des weiteren Entdeckens nicht nur durch seine nach wie vor gute intuitive Anwendungsroutine die es ermöglicht, auch ohne sorgfältige Lektüre der Bedienungsanleitung nach und nach die vielfältigen Möglichkeiten und Elemente zu entdecken. Es zeichnet sich auch dadurch aus, dass es trotz all der vielen neuen Nutzungsmöglichkeiten dennoch immer so daherkommt, als wenn es eigentlich ein ganz einfaches Gerät sei. Das ist eine grosse Leistung. Führt dieses Systemdesign doch letztendlich den Kunden dazu, sich auch nach und nach mit den neuen Möglichkeiten eines so kleinen Gerätes bekanntzumachen, daran Gefallen zu finden und auf diesem Wege auch neue Dienste in Anspruch zu nehmen.

Das mitgelieferte USB-Kabel und die beiliegende CD-Rom machen schnell klar, dass dieses mobile Endgerät heute zugleich eine Fortsetzung der Funktionalitäten des Büro- oder ggf. auch Heimcomputers mit anderen Mitteln ist. Zumal die Möglichkeit, die Namen und Telefonnummern aus Outlook direkt in das entsprechende Verzeichnis des Telefons einzuspielen und dann nutzen zu können, überzeugt.

In der kurzen Zeit der Nutzung wurden bislang längst nicht alle Möglichkeiten dieses Gerätes erprobt. Auch aus sicherheitstechnischen Gründen nicht. BlueTooth zum Beispiel wurde gleich zu Anfang der Nutzung komplett deaktiviert - und stattdessen die kleine „Peitsche“ mit zwei Kopfhörern und einem Startknopf und Micro an den unteren Teil des Gerätes angeschlossen.

Und dann kam etwas Unerwartetes: die Endeckung der Eigenschaft, über diese beiden Kopfhörer mithilfe dieses Gerätes auch Musik hören zu können. Sowohl solche, die zuvor in das Gerät eingespielt wurde, als auch live, sprich: aus dem Radio.

Ja, dieses Telefon ist fast ein echtes Radio. Es ist möglich, sich damit alle Sender nach Wunsch auszuwählen und einzustellen. Auch der Auswahlprozess der Sender verlief reibungslos und kombinierte in raffinierter Weise die Online-Funktionen des Gerätes mit den internen Möglichkeiten zu seiner eigenen Aufwertung: über das Internet konnte jeweils ermittelt werden, welche Sender denn überhaupt an dem jeweiligen Standorte zur Verfügung stehen. Man konnte jeden dieser Sender „probehören“ und danach die entsprechenden Stationsdaten aus dem Netz ziehen und einer Programmplatztaste zuweisen. Auch das ging ohne jegliche Mühen und Komplikationen vonstatten.

So ausgestatte war es nun möglich, mit dem Fahrrad zu fahren, auf der Fahrt Musik zu hören - oder Nachrichten oder was auch immer - und beim Ertönen des Anrufsignals auf Knopfdruck das Radio ab- und den Telefondienst einzuschalten. So war es nunmehr möglich, auf dem Fahrrad fahrend auch zu telefonieren und dennoch dabei alle Sicherheitsvorschriften des öffentlichen Strassenverkehrs einzuhalten.

Wenige Tage nach seiner Nutzung und Erprobung wurde das Gerät mit auf eine Reise nach München genommen. Auch dort konnte es seine Vorteile diskret unter Beweis stellen und wurde fortdauernd genutzt. Allerdings machten sich da auch einige Schattenseiten bemerkbar. Insbesondere die geringe Akkuleistung - oder sollte man lieber schreiben: der hohe Stromverbrauch? Da sich der Akku als nicht besonders Leistungsstark erwies, wurde das Gerät im ICE 1702 auf der Rückfahrt nach Berlin aufgeladen. Und als es wieder vom Ladegerät entfernt wurde, gab es kein Lebenszeichen mehr von sich. Um keinen Preis.

Kaputt? Am nächsten Tag das Gerät nochmals mit dem Ladegerät verbunden. Und einige Stunden lief es wieder. Warum? Keine Ahnung.

PS.

An dieser Stelle sei nur noch berichtet, dass auch der neue Rechner - ebenfalls eine Leihstellung der Firma Fujitsu Siemens - sich am gleichen Tag sang- und klanglos verabschiedete. Keine Stromzufuhr mehr möglich. Warum? Keine Ahnung.
Aufgrund einer alten Erfahrung wurde schliesslich das Gerät ohne Akku direkt an das Netzteil angeschlossen. Und war damit kurz danach wieder Betriebsbereit. Anschliessend auch wieder unter Verwendung des Akkus.

Es gibt im Nachherein gesehen, keinen einzigen nachvollziehbaren Grund, warum sich beide Geräte fast zur gleichen Zeit "verabschiedet" und beiden einen Tag später wieder "zum Leben erwacht" sind. Dieses wird sich auch jetzt nicht mehr klären lassen. Das Ganze bleibt ein "Rätsel" - dieses "Wunder der Technik"...