Noch 50 Tage rund um die Welt: Indien

Zu Beginn der Woche ein deutlicher Formatbruch. Der Beitrag über "Die Jugendzeitschrift JAM" und alle weiteren in Indien erstellten ist vorproduziert und entspricht einem eher "klassischen" Reportage-/Interview-Schema.

Die erste Gesprächspartnerin ist Rashmi Bansal, Herausgeberin des Jugendmagazins JAM - Just Another Magazine.

Das Gespräch mit ihr ist aus eigener Sicht insofern bemerkenswert, da es ihr offensichtlich ähnlich ergangen ist wie dem Autor von "DaybyDay". Die vielen Verpflichtungen, die Arbeit anderer zu begutachten, zu steuern und zu formatieren führt dazu, sich selber kaum noch diesen Gewerken als Person einbringen zu können. Also macht man (s)eine eigene persönliche Plattform auf, auch und obwohl man inzwischen ein öffentliches Sprachrohr an anderer Stelle auf den Weg gebracht hat.

Der Versuch, ihr auf dieses hier in Berlin am Montag um 8:15 ausgestrahlte Interview zu antworten, scheiterte - zunächst. Denn dass auf der Google-Blogger-Site das Alter der jungen Frau mit 250 Jahren angegeben wird, mag man noch gerne lachend vermerken, aber auch ihr Mail-Kontakt-Link war falsch, konnte aber "interpretiert" und danach auch genutzt werden. Und so kam es dann doch noch am Mittwoch dieser Woche zu einem ersten persönlichen Mail-Dialog, der den Interview-PartnerInnen an-zeigen, dass Ihnen auch wirklich hier in Deutschland zugehört wird.

Es folgten ein Bericht über ein Webprojekt gegen sexuelle Belästigung von Frauen und deren Internetauftritt gegen das soganannte "Eve Teasing" unter www.blanknoiseproject.blogspot.com/.

Und schliesslich kam es dann doch noch zu einem Besuch in einem der Cybercabs: in "New Bombay", heute Navi Mumbai genannt: "Für 20 Rupien per Stunde sind wir hier mit der Welt verbunden."
Und der Internet-Blogger Peter Griffin erklärt, warum man sich in den Cybercabs per Ausweis identifizieren muss. [1]

Zwischenzeitlich machen die beiden Reporter einen Flug ins Landesinnere um über die Internetnutzung im Zusammenhang mit der Landwirtschaft zu berichten. Sie dokumentieren in einem Live-Gespräch am Dienstag, den 6. März 2007 ihre Anreise und berichten dann wieder in Form einer Reportage am nachfolgenden Mittwoch von einer Orangenplantage in Nandura.


Nachtrag: am Sonnabend, den 10. März 2007 gibt es im Medienmagazin aus dem ARD-Studio in Südafrika nochmals einen zusammenfassenden Rückblick auf den Aufenthalt in Indien.

[1Interessant, dass alle hier zitierten Blogs und Blogger-Profile auf der nunmehr "offiziellen" www.blogger.com-Seite bei Google eingetragen wurden.