Das Öffentliche privat

Trauergottesdienst für Dr. Lothar Jene

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Trauergottesdienst für Dr. Lothar Jene findet am 12. Mai 2007, 12.00
Uhr, in der Halle B des Ohlsdorfer Friedhofs, Fuhlsbüttler Str. 756, 22337
Hamburg, statt.
[...]

Medienanstalt Hamburg / Schleswig-Holstein (MA HSH)

Dr. Lothar Jene gestorben

Dr. Lothar Jene, kommissarischer Direktor der MA HSH und langjähriger
Direktor der Hamburgischen Anstalt für neue Medien (HAM), ist am Wochenende
im Alter von 60 Jahren bei einem Autounfall in Griechenland ums Leben
gekommen.

Jene war seit 1988 Justiziar und Stellvertretender Direktor, seit 1. Mai
2000 Direktor der HAM. Seit April 2003 war Jene zudem Stellvertretender
Vorsitzender der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) der
Landesmedienanstalten. Am 1. März 2007 hatte Jene das Amt des
kommissarischen Direktors der MA HSH übernommen.

Der Vorsitzende des Medienrats der MA HSH, Jörg Howe, und der
Stellvertretende Direktor der MA HSH, Dr. Wolfgang Bauchrowitz, würdigten
die Verdienste, die sich Jene sowohl um den privaten Rundfunk in Hamburg und
Schleswig-Holstein, als auch durch seine langjährige Mitgliedschaft in der
Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten deutschlandweit erworben hat:
„Mit Lothar Jene verliert der private Rundfunk einen erfahrenen, integeren,
kompetenten und leidenschaftlichen Streiter für Programm- und
Meinungsvielfalt. Sein Name steht für den Aufbau des privaten Rundfunks in
Hamburg, der mit Lothar Jene einen allseits sehr geschätzten Ansprechpartner
verliert, welcher sich mit großem persönlichen Engagement für die Belange
des privaten Rundfunks und die Förderung der Medienwirtschaft in Hamburg
eingesetzt hat. Die MA HSH verliert mit Lothar Jene nicht nur eine
hochqualifizierte und verlässliche Führungspersönlichkeit, sondern auch
einen Vorgesetzten, der sich feinfühlig und verständnisvoll für die Belange
seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingesetzt hat und dem sie als
Mensch eng verbunden waren. Unsere Gedanken sind bei der Familie und den
Freunden von Lothar Jene, denen unser Mitgefühl gilt“.

Bei Fragen zu dieser Pressemeldung wenden Sie sich bitte an die
Medienanstalt Hamburg / Schleswig-Holstein (MA HSH), Claudia Neumann,
Telefon 0431/9 74 56-21, E-Post neumann@ma-hsh.de.

WS.:

Nach reiflicher Überlegung liegt nunmehr die Entscheidung vor: selber nicht an das geöffnete Grab zu fahren.

Die eigene Trauer bedarf nicht der inszenierten Öffentlichkeit. Und die in Hamburg vertretenen Vertreter der Ordnungshüter der öffentlichen Meinungsvielfalt bedürfen nicht der Wahrnehmung der eigenen Person.

Der Aufenthalt zur Toten-Feier eines Kollegen, Freundes, Verwandten ist der Höhepunkt in den Tiefpunkten des eigenen Erlebens, angesichts der Ungnade der Trennung und der Gnade noch überlebt zu haben.

Aber die Zeit danach mag immer auch ein guter Anlass sein, sich gemeinsam über aktuelle und zukünftige Aufgaben, deren Fragestellungen und Bewältigung Gedanken zu machen.

Trost und Tun sind nicht nur Antipoden, sondern auch Geschwister.

PS.:

Vielleicht macht Trauer ungerecht: aber wenn es überhaupt noch einen Grund gegeben hätte, keine feste Position im Rahmenwerk dieser sich um den "’Privaten’ Rundfunk" angesiedelten Institutionen anzunehmen, dann die offensichtlich nicht ganz unberechtigte Befürchtung, im Falle des staatlich verfassten Abgesangs auf die eigene Person und ihre Lebensgeschichte mit einem Etwas vorlieb nehmen zu müssen, in dem alle Noten und Texte richtig gesetzt sind und sich dennoch der Duktus des Gesagten nicht wirklich wesentlich von dem Format eines Schulzeugnisses abhebt.