GSMA (08/II) Panta re

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Panta re. [1]

Alles fließt, möchte man meinen, angesichts der gewaltigen Manager-Ströme auf der traditionsreichen Fira de Barcelona, dem Austellungsgelände der GSMA.

Warum den auf die Damen nach wie vor - nur - die Rolle der Messe-Hostessen zukäme, wollte ein Lokalsender wissen, und fand darauf genauso wenig eine Antwort wie auf die Frage, was uns im Mobile Business noch erwartet.

Alle sind sie gekommen, um ihre Message loszuwerden, ob "short", "instant" oder auch "multimedia" - in der Reihenfolge des Erfolges genannt. Ob jedoch diejenigen gehört werden, die am lautesten rufen, sei dahin gestellt. Die noch "stummen" Kunden der emerging markets werfen bereits einen gewaltigen Schatten auf manch illustren "3G" oder gar "4G"-Traum der etablierten MobilWelt.

Handyvertrag vor Stromanschluss, dass könnte angesichts mancher Studie angenommen werden. Wirtschaftswunder finden gerne dort statt, wo noch nichts ist.

Alles fließt zusammen. Konvergenz in aller Munde: Telefone werde zu Navigatoren und umgekehrt. Vorsichtshalber werden zum Downloadservice mit der aktuellen Umgebungskarte noch leichtmetallene Adreßpatronen gereicht, in welchen die eigene Herkunft auf Papier hinterlegt werden kann. Die Qumran-Rolle im Miniformat für den verlorenen Mobilfunker. Voicemail läßt sich jetzt auf mehreren, inkompatiblen Plattformen in Textform darstellen, die Sekretärin kann also endgültig entlassen werden, ohne die Mobilbox abschalten zu müssen.

Fernsehen kann man schon lange auf dem Handy, nur die Inhalte sollen nächstes Jahr kommen. So wurde es auch vergangenes Jahr angekündigt. Und stolz ist von einer Nachricht zu berichten, die es [2] auf der Berlinale aufzuschnappen gab: dass man dort jetzt im Minutenformat Clips für den Handybildschirm produzieren wolle. Ein neues Segment der Filmindustrie ? Nein, so wäre mit dem Handy-Fernsehen dann doch nicht gemeint, so die Zauderer in Barcelona.

Innovation findet offensichtlich besonders gerne eben dort statt, wo die Strategen noch nicht waren.

[1Gastkommentar von N.M., IRIS Technologies, aus Berlin

[2von Isabella Rosselini