Monsieur BIP sagte niemals "Biep"

Am Abend des 23. September sendet die ARD in der Tagesschau gleich mehrmals den Beitrag von Isabel Plathaus aus, in der sie in einem kurzen Film-Bild-Beitrag auf das Leben von Marcel Marceau zurückblickt.

Entweder mit ihrem eigenen Text im Off, oder aber mit dem von Tom Buhrow. Und in der Nachtausgabe dann nochmals, ganz ohne Worte: die laufenden Ab-Bilder des Künstlers, wie er das Sterben zu einem Erlebnis werden lässt.

Da Capo - Al Fine.

Ob ihm in diesem Moment bewusst war, dass diese Szene DIE Einstellung sein wird, die ihn nach seinem Tod immer und immer wieder für die Überlebenden am Leben halten wird?

An diesem 23. September 2007 wird es viele Nachrufe geben - einmal mehr nach dem Motto: Marceau geht, seine Kunst-Figur "Monsieur BIP" bleibt.

Dabei ist schon der Name "Marceau" ein "Nom de Guerre", den er sich in Anknüpfung an einen erfolgreichen General der französischen Revolution als Teil seiner Überlebens-Kunst hatte zulegen müssen: als Widerstandskämpfer der Francs-Tireurs et Partisans (FTP). Sein Vater dagegen wurde in Auschwitz ermordet.

Aber wen man selber diesen Mann auf der Bühne fast 50 Jahre lang hat erleben dürfen, dann macht sein Tod sprachlos - angesichts jener Bilder, mit denen er vorweggenommen hat, was er nun schon erlebt hat: das Sterben.

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Da im Himmel ja bekanntlich nicht gesprochen werden darf, hat er nun das Privileg, mit der auf der Erde erworbenen Kunst im Jenseits echt kommunizieren zu können: der Glückliche.

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