Meet Inka and Friends

INKA steht für “Informations- und Kommunikationsanwendungen” und ist eine Forschungsgruppe der FHTW Berlin.

Derzeitiger Schwerpunkt: "mobile[n] Informationssysteme[n] und den Anwendungen rund um virtuelles Lehren und Lernen. "

Im Vordergrund der fünften Fachtagung „Wireless Communication and Information“ stehen "Innovative und herausragende Entwicklungen sowie Anwendungsmöglichkeiten kabelloser Kommunikation"

Hier das Programm, so wie es am Tag der heute beginnenden Tagung veröffentlicht wurde (samt einigen Anmerkungen, die - Dank WiFi-Technologie - direkt während des ersten Vormittags mit in diese Darstellung mit eingetragen wurden) [1] :

[11:00]

ERÖFFNUNG:
MOBILE ANWENDUNGEN – CHANCEN UND HERAUSFORDERUNGEN

- Prof. Dr. Michael Heine FHTW Berlin
wurde vertreten von Prof. Hans-Herwig Atzorn in seiner Funktion als 1. Vizepräsident. Dessen Begrüssung wurde eingeleitet von:
- Prof. Dr. Jürgen Sieck, SVBK Berlin
womit die Rednerliste eigentlich in vertauschter Form zu lesen wäre. [2]

MOBILE ANWENDUNGEN – GESCHÄFTSPROZESSE
[Moderation] Michael A. Herzog

[11:15]

GESCHÄFTSPROZESSE FÜR MOBILE ANWENDUNGEN
- Univ. Prof. Dr. Dr. Thomas Schildhauer, UdK Berlin

Es werden - neben der Präsentation von drei eigenen Projekten - eine Reihe von Beispielen vorgeführt, die belegen sollen, dass der Markt der mobilen Breitband-Internet-Angebote immer mehr und immer schneller wächst - vor allem in den Märkten in Asien. Inzwischen sei die kritische Masse der Nutzer so hoch, dass die im Vortrag so bezeichneten "Utility-, Usability-; Likebility-, Pleasurabilty-"Faktoren zu verwertungsfähigen Gütern würden. Die Umsätze von 1.6 Milliarden Euro im Jahr 2007 sollen sich - angeblich laut BITKOM vom 14. Oktober 2008 - im Jahr 2012 auf 5.7 Milliarden Euro weiterentwickelt haben. [3]
Im Weiteren werden Beispiele vorgeführt, die entweder mit der Rekonfiguration bestehender Geschäftsprozesse zu tun haben, oder aber sich auf neue Möglichkeiten der Nutzung konzentrieren wollen. Insbesondere wird auf die Modelle und Möglichkeiten verwiesen, wie sie in Japan bereits gang und gäbe sind: Eine prima Dramaturgie für den nachfolgenden Vortrag.

[12:00]

UBIQUITOUS SOCIETY JAPAN
- Dr. Henning Breuer, bovacon Berlin/Waseda University Tokio

Seine Aufgabe war es als "Technologie Radar" die wichtigsten Einrichtungen in Japan zu besuchen.

Er macht darauf aufmerksam, dass Japan immer noch die wirtschaftlich die zweitstärkste Wirtschaftsmacht auf der Welt sei und gerade in seinem Bereich die Entwicklungen - nach wie vor - von der Regierung stark gestützt und gefördert werden.

40% des mobilen Verkehrs weltweit würden in Japan generiert und 20% davon sei ausschliesslich Datenverkehr.

Er spricht über mobile Öko-Systeme und über Keitais: etwas, was man mit sich trägt: Und das sei eben nicht nur ein Telefon, denwa, sondern könne genauso ein "PDA", kurz: Alles, was irgendwie Kult und persönlich ist, selbst wenn es zunächst keinem bestimmten Zweck diente.

Und er spricht über MSS- Mobile Social Software und macht darauf aufmerksam, dass die Hälfte der meistgelesenen Novellen schon heute auf nicht nur auf dem Handy gelesen werden - Deep Love by Yoshi - sondern viele davon auch auf diesen geschrieben [sic!] werden.

Kontaktlose Bezahlsysteme seien bereist seit 2004 installiert, und inzwischen sind diese QR-Codes auch soweit standardisiert, dass sie von und mit allen Mobiltelefonen verwendet werden können. Das bedeutet, dass viele der Informationen nur noch als Teaser vorgestellt werden in der - zunehmend berechtigten Annahme - diese alsdann von den Nutzern bei Interesse im Netz nachgelesen werden.

Weitere wichtige Dienste:
- die Orientierung in Städten, vor allem weil es in vielen von diesen nicht einmal richtige Stassennamen und vollkommen wirre Abfolgen von Hausnummern gibt
- seit 2006 ist auch das Fernsehen auf dem Mobiltelefon zu sehen. Und es gibt Programme, die interaktiv kommentiert werden, was besonders interessant ist für ein Thema wie Wetten.

Und was gibt es in Zukuft Neues? Ein Beispiel von vielen: Das DOCOMO-Projekt Yubi-wa ist ein Fingerring, der als Empfänger / Player arbeitet und über die "Knochenleitung" vom Ringfinger die Informationen bis ins Ohr transformiert.

Am Schluss steht - einmal mehr - die Frage: Warum sieht es in Japan so anders aus als bei uns in Europa? Folgende Hinweise werden dazu gegeben:

- es gibt eine grosse Neugier für alles, was irgendwie "neu" ist

- die Bereitschaft zum Testen ist gross, ganz anders als in Deutschland

- es gibt eine von der Regierung stark geförderte Entwicklungsstrategie, die bis in die 90er, ja 80er Jahre zurückgeht

- es gibt eine sehr positive Haltung gegenüber Technik

- natürlich spielen die langen Verweilzeiten beim "Pendeln" eine Rolle. Wichtig ist dabei aber vor allem die Regel, dass in Gegenwart der vielen Mitreisenden nicht laut telefoniert werden darf. Und: dass private Mails nicht am Arbeitsplatz getätigt werden können und ihre Bearbeitung von daher auf diese Zeit des Transportes verlegt wird.

- Fibre to the home geht schneller

- Und die "animated forms of life" hat eine grosse Bedeutung (bis hin zur Verbrennung von verlassenen Kuscheltieren).

- Die Roboter sind konstitutiver Bestandteil der Gesellschaft (selbst der Einsatz eines Pflegeroboters ist im Prinzip durchaus vorstellbar)

- Akihabara ist d e r Test-Seller-Bereich in Tokio und auch als solcher bekannt

- Netzwerkeffekte schaffen einen eigenen exponentiellen "Nährwert"

- die Kombination von unterschiedlichen Technologien für ganz neue Dienste, die der Vereinfachung nützen

Interessant, dass auf eine "Key-Question" kaum Antworten präsentiert worden sind. Sie lautet: Welcher Erfolg aus Japan konnte in Europa wiederholt werden und umgekehrt: Welche Erfolge aus unseren Breitengraden konnten in Japan wiederholt werden? [4]

[12:30]

MOBILE IT BUSINESS VALUE
- Kai Habermann, Universität Augsburg

Endlich soll herausgefunden werden, welche Werte mit den Mitteln dieser neuen mobilen Dienste wirklich geschaffen werden. Dazu will man an der Universität einen Referenz-Rahmen schaffen, der eine objektivierende Bestandsaufnahme zum Thema "Nutzenabschätzung" ermöglicht.

NEAR FIELD COMMUNICATION
[Moderation] Prof. Dr. Uwe Großmann

[14:00]

NEUE ANWENDUNGEN FÜR DAS MOBILFUNKGERÄT
IM INTERNET DER DINGE
- Dr. Florian Michahelles, ETH Zürich

[14:45]

RFID-LÖSUNGEN IN BERLIN UND BRANDENBURG
- Dr. Peter Apel, Technologiestiftung Berlin

[15:00]

POSEIDON – RFID IM MUSEUM
- Michael A. Herzog, FHTW Berlin

[15:15]

MOBILE CITY – RFID IN DER STADT
- Prof. Dr.- Ing. Joachim Rauchfuß, TFH Berlin

[15:30]

PROFILE HU – EIN RFID-GROSSPROJEKT DER HUMBOLDT-UNIVERSITÄT
- Andrea Kullik, Humboldt Universität zu Berlin

»BERLINER RFID-INITIATIVE«
- [Moderation] Prof. Dr. Wolfgang Coy

[16:15]

PODIUMSDISKUSSION
- Ingrid Walther, Kompetenzfeldmanagerin für den Bereich IT/ Telekommunikation, Senatsverwaltung für Wirtschaft
- Jörg Aßmann, Institut für electronic Business
- Prof. Dr. Jürgen Sieck, FHTW Berlin
- Anke Berghaus-Sprengel, HU Berlin
- Dr. Andrea Huber, Informationsforum RFID e.V.

So, und für alle die, die auch an dem Folgetag nicht auf der Buchmesse in Frankfurt am Main sein werden, hier eine Übersicht über das Programm dieses Tages:

[10:00]

ERÖFFNUNG
- Prof. Dr. Jürgen Sieck, SVBK Berlin

MOBILE TECHNOLOGIEN
[Moderation] Prof. Dr. Jürgen Sieck

[10:15]

IMPULSREFERAT: WIRELESS TRENDS
- Dr. Jürgen Weber, Alcatel-Lucent AG

[10:30]

UWB SHORT RANGE RADAR SENSORS
- Prof. Dr. Reiner Thomä, TU Ilmenau

[11:15]

LOKALISIERUNGSVERFAHREN FÜR DRAHTLOSE SENSORNETZWERKE
- Prof. Dr. Christof Röhrig, FH Dortmund

MOBILE TECHNOLOGIEN
[Moderation] Prof. Dr. Albrecht Fortenbacher

[12:00]

TECHNOLOGIES FOR LTE-ADVANCED
- Dr.-Ing. Michael Ohm, Alcatel-Lucent Bell Labs

[12:30]

ENTWURF INTEGRIERTER ANTENNEN FÜR RFID
UND KOMMUNIKATIONSANWENDUNGEN
- Florian Ohnimus, Fraunhofer-Institut für
Zuverlässigkeit und Mikrointegration/TU Berlin

MOBILE ANWENDUNGEN
[Moderation] Prof. Dr. Klaus Rebensburg

[14:00]

WELCHEN EINFLUSS HAT DAS MOBILE UND WEARABLE
COMPUTING AUF DIE INFORMATIONSTECHNOLOGIE?
- Prof. Michael Lawo, Universität Bremen

[14:45]

MOBILE ANBINDUNG VON SERVICETECHNIKERN IN DER PRAXIS
- Jürgen Timmermann, Condat AG

[15:15]

MÖGLICHKEITEN UND POTENTIALE DER AUSWERTUNG VON
LOGDATEN MOBILER, POSITIONSSENSITIVER MUSEUMSGUIDES
- Sebastian Gansemer, FH Dortmund

MOBILE ANWENDUNGEN
[Moderation] Prof. Dr. Horst Schwetlick

[16:15]

DES – HYBRIDES DRAHTLOSES TESTBED DER FU
- Prof. Dr. Mesut Günes, Freie Universität Berlin

[16:45]

SCALENET-TV2GO: A PERSONALIZED MOBILE MULTIMEDIA SERVICE
- Dr. Peter Schefczik, Alcatel Lucent Bell Labs

[17:15]

TOWARDS MOBILE GROUP COMMUNICATION STANDARDS –
EMERGENT WORK IN THE IETF
- Prof. Dr. Thomas Schmidt, HAW Hamburg/link-lab Berlin

[17:45]

ABSCHLUSSDISKUSSION

[1Die Vortragsvorlagen werden sicherlich nach und nach der hier als Link dargestellten Programmübersicht beigefügt werden. Und es wird einen Foto-Link geben unter der Adresse: http://inka.fhtw-berlin.de/wci/fotos/WCI_2008.html.

[2Dass der Rektor wegen Zahnweh nicht kommen und seine "Geschenke" nicht mitbringen konnte, ist sicherlich zu verschmerzen, aber warum ist während der ganzen Eröffnung der Veranstaltung nichts anderes zu sehen als ein "Bluescreen"?

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[3Eigentlich peinlich: der Umstand, dass in diesem Vortrag von heute angeblich noch "aktuelle Daten von gestern" eingearbeitet wurden, wird vom Referenten als eine Leistung herausgestellt, die seinen besonderen Einsatz "bis spät in die Nacht" qualifizieren soll.
Die anerkennend positive Tuschelreaktion im Publikum zeigt, dass es ihm gelingt, damit einen zusätzlichen "Achtungserfolg" beim Publikum einzuhandeln.
Der Internetzugang im Saal erlaubt es allerdings sogleich nach der "wahren Quelle" zu suchen - und die findet sich in einem Verweis auf die Goldmedia-Studie "Mobile Life 2012", über die der BITKOM schon in einer Presse-Erklärung vom 24. September 2008 [sic!] berichtet hatte...

[4Schade, dass gerade an diesem Punkt des Gespräch abgebrochen wurde und einmal mehr "man" an den Fragen der Technik "aufgehängt" wurde...