OoO: Wilmersdorfer Strasse Kiez?

Im Nachgang zu den Einträgen vom 22. November 2012: Out of the Office und folgenden wenden wir uns zunächst einmal an die nächstliegenden Adressen.

Dazu gehört die Arbeitsgemeinschaft Wilmersdorfer Strasse: Eine von den vielen Berliner Arbeits-, Interessen- und Werbegemeinschaften des Einzelhandels.

Der Mail-Kontakt zu dieser Einrichtung wird zumindest erwidert und die Bereitschaft erklärt sich umzuhören.

Aber die Bemühungen werden auch mit einer Reihe von persönlichen Kontakten fortgesetzt und das Gespräch mit den Betreibern von Ladengeschäften und Gastronomiebetrieben gesucht: Vor allem dort, wo über die Jahre zumindest ansatzweise persönliche Kontakte entstanden sind.

Es ist schon erstaunlich - und positiv im Rückblick - zu sehen, mit wie vielen Einrichtungen in diesen Jahren mehr oder weniger lose, aber dennoch immer auch ökonomisch relevante Beziehungen eingegangen worden sind:
Vom Blumenhändler auf der einen und dem Druckerpatronenverkäufer auf der anderen Seite des Büroeingangs.
Mit den Betreibern von Kneipen und kleinen Restaurants, alle gleich um die Ecke.
Mit den Inhabern der Eisdiele, die trotz des schlechten Sommers und auch ohne eine eigene Website und ohne Apple-App überlebt haben und die jetzt ihre Lokalitäten sogar noch ausweiten.
Und mit der Besitzerin des Currywurststandes an der anderen Ecke von Pestalozzi- und Krumme-Strasse, die immer nur an den Markttagen, am Mittwoch und am Sonnabend, erreichbar ist, an denen sie dann auch Betrieb hat.
Und dann, etwas weiter unten: der Friseursalon, der Änderungsschneider, der Bioladen, der Handy- und Zubehör-Spezialist ....

Es ist wirklich erstaunlich, was da so alles zusammenkommt, an Kontakten und aufgebauten "Beziehungen". Und es wird klar, warum die Entscheidung, jemanden aufgrund höherer Mietforderungen aus dem Büro zu werfen, eben doch eine hohe sozialrelevante Komponente beinhaltet, auch wenn davon im Rahmen eines Gewerbemietvertrages natürlich nicht die Rede ist.