Poem_120213

Wer schreibt, der lebt.

Wer lebt, der liest.

Wer liest, der lebt.

Wer lebt, der schreibt. [1]

[1Diese Zeilen sind entstanden nach der Lektüre eines Interview mit dem Derehbuchautor Bernd Lange mit Wolfgang Marin Hamdorf über Die Einsamkeit des Scheibens..

Sie sollen in den wenigen Worten eine Wirkungsfolge erzählen, die wahr sein kann - aber nicht muss. Ausgangspunkt ist die ebenso langläufig immer noch gern zitierte wie irrige Annahmen, dass das Verwandeln der Gedanken in Schrift DIE Voraussetzung dafür sei, dass diese Worte auch über den Tot der Person, die sie aufgeschrieben hat, bestehen bleiben, ja, "von Bestand" sein werden.
Lange macht klar dass er seine Texte so versanden wissen will, dass sie in den Papierkorb gehören - und zwar am liebsten, sobald sie im fertigen Film zum Leben erweckt worden sind.