Schlag nach bei ... Shakespeare?

"Schlag’ nach bei Shakespeare, bei dem steht was drin!
Kommst du mit Shakespeare, sind die Weiber gleich ganz hin.
"

Wer kennt (noch) diese Refrain aus Cole Porters Musical "Kiss me, Kate"?

Ja, solche Zeilen gingen bislang immer noch über die Rampe:

"Homer gibt dir über Frauen Macht!
Homer ist der, wenn man trotzdem lacht!

Die Mädchen verehr’n deinen Kunstverstand,
hast du ’n Knüller von Schiller zur Hand.

Aber Shakespeare ist der Clou - du wirst im "Salong" zum Löwen,
rezitierst du immerzu den Schwan von "Stratford am Avon
"

Diese Zeiten sind nun wohl endgültig vorbei, seitdem es sich rumgesprochen hat, dass es ausreichen würde zu wissen, wo was zu finden ist - und wie.

Seit wenigen Tagen liegen nun neue Daten aus den Quellen des Statistischen Bundesamamtes vor, wonach 72% aller Internetnutzer auf Online-Lexika vertrauen würden.

Das behauptet zumindest das Redaktionsbüro Ute Diehl aus Osnabrück, am 24. Juli 2012, die sich dabei auf ihrer Seite bildungsklick.de auf die Aussagen des Statistischen Bundesamtes DESATIS bezieht, ohne dies allerdings in ihren Links wirklich auf den Punkt gebracht zu haben.

Zumindest in diesem Sektor der Nachschlagewerke kann man also mit Fug und Recht behaupten, dass das Buch tot sei - und die Kunst, etwas zu finden auch nicht mehr viel mit jenem Können zu tun hat, das man unter Beweis zu stellen hatte, um einen Homer, Schiller oder gar Shakespeare zitieren zu können.

Oder?