Promote Yourself

0.

Für heute eine Begegnung mit dem Autor eines Online-PR-Buches verabredet. [1]

Zur Vorbereitung wurden zwei Beispiele herausgesucht, die - beide auf ihre Weise - sich dem Thema der Online-Rankings angenommen haben.

1.

Christian Grasse versucht die ausbleibende Berühmtheit für einen gemeinsam mit Jochen Dreier auf YouTube präsentierten Malroboter durch den Einkauf von YouTube-Views und Twitter-Followern zu erlangen:

Netzgefolgschaft im Sonderangebot

Auf DRadio Wissen im SPIELRAUM-Beitrag vom 12. Juli 2012.

2.

In der ARD-Hörspielredaktion ist in diesem Zusammenhang vom "Kommunikationswahn in sozialen Netzwerken" die Rede. Dies im Zusammenhang mit der Verleihung der Trophäe "Premiere im Netz" an "Kennst du schon Ken?" von Simon Kamphans und Matthias Lang [2] im Herbst des Jahres 2010.

Was sie gewonnen haben: "eine professionelle Hörspielproduktion in einem ARD-Studio", das dann auch "in den Radioprogrammen der ARD ausgestrahlt" werden wird.

Ob dies schon geschehen ist, "das Netz" gibt darauf keine Antwort.

Liest man die lobenden Worte der Jury, stellt sich darüber hinaus die Frage, wo und wie es mit der Professionalisierung noch weiter gehen kann - und warum die ARD der einzig mögliche Produktionsplatz und Distributionskanal sein muss.

Zitat:

Die Jury war von der Virtuosität des Siegerstücks beeindruckt: "Es stimmt einfach alles: von der sehr gekonnten Schauspielerführung über den präzisen Einsatz der technischen Mittel bis hin zu dem perfekten Gespür für Rhythmus und Timing. Als Bonus-Track gibt es sogar noch einen eigens komponierten Song, der sich geradezu hitverdächtig anfühlt." Nicht nur die Machart, auch das Thema überzeugte. "In einem hohen Tempo, das der Clip-Ästhetik entlehnt ist, wird eine Geschichte über die Instrumentalisierung sozialer Netzwerke erzählt. Es geht um Steuerbarkeit von Individuen, um ihre Gleichschaltung. ’Kennst du schon Ken’ ist thematisch und technisch absolut auf der Höhe der Zeit, ein bemerkenswertes Beispiel für akustische Zeitzeugenschaft."

Hier der Link zum Nachhören:

http://web.ard.de/radio/hoerspieltage/2012/pin/mp3/128/10_kennst_du_schon_ken.mp3

Wer sich mit einem eigenen Beitrag noch für die Preis des Jahres 2012 bewerben will, kann diesen noch bis zum Ende des Monats August 2012 über diesen LINK platzieren.

3.

Es wird eine spannende Diskussion geben heute über die Frage nach dem Wohl und Wehe des Mitläufertums - und das insbesondere in Deutschland...

Nachtrag - ohne nachtragend zu sein...

... aus der Print-Ausgabe der wiener PRESSE vom 7. August 2012 ist unter dem Titel: Bekenntnisse: "So führt man Medien in die Irre" von der Neuveröffentlichung des Buches von Ryan Holiday "„Trust Me, I’m Lying. Confessions of a Media Manipulator“ zu lesen und seine damit im Zusammenhang stehende Marketingkampangne.

Dazu heisst es:


Holiday stellte fest, wie schlampig manche Journalisten und Blogger recherchieren. Kaum jemand habe sich die Mühe gemacht, die Quelle zu überprüfen. Nur wenige wollten mit ihm telefonieren, den meisten reichte sein Statement per E-Mail.

[1Wie es auf dieser Seite üblich, wird die Identität des Gesprächspartners nicht preisgegeben. Aber in seinem Buch findet sich auf Seite 180 der folgende Link zu dem folgenden Artikel:

gapingvoid.com/2006/03/07/blogging-requires-passion-and-authority

mit den folgenden Abbild:

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Quelle: http://www.gapingvoid.com/blogging%20requires%20passion%20and%20authority.jpg.

[2"Hörspielmacher Simon Kamphans, geboren 1985, studiert Musikwissenschaft sowie Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft und realisiert regelmäßig Klangprojekte. Für den 23-jährigen Schlagzeug-Studenten und Co-Autoren Matthias Lang ist es das erste Hörstück."