Landes-Medienanstalten-Hopping

Hört Hört!
Wie unerhört:

Lizenz-Hopping - das Versagen der deutschen Medienpolitik

Kommentare wie dieser vom vergangenen Sonntag auf dem ARD-Sender B5 aktuell legen es nahe, einen Brief an die GEZ zu schreiben und darin zu fordern, die bislang einkassierten Beiträge nicht mehr in voller Höhe einzuziehen, sondern um jenen Betrag anteilig zu kürzen, der von jedem Beitragzahlern zur Finanzierung der Landesmedienanstalten gezahlt wird. [1]

Das Geld, das aufgebracht wird, um gegeneinander zu klagen, bringt uns als Gebührenzahlen auf: Wir beklagen, dass hier erwachsene Menschen nicht in der Lage sind, unsere Beiträge für etwas Sinnvolleres einzusetzen - oder haben diese Anstalten schon in so kurzer Zeit jenen Status einer systemrelevanten Institution erreicht, den sich viele Banken inzwischen mit allerlei Steuergeld haben vergolden lassen?

Da nicht klar ist, wie lange solche Beiträge wie der oben als Link zitierte von den Öffentlich-Rechtlichen online zur Verfügung gestellt werden (dürfen), hier der zusätzliche Verweis auf eine überarbeitete Fassung dieses Kommentars auf Vocer, der schon in seiner Überschrift von einem "Systemfehler der deutschen Medienpolitik" spricht und in der Schlusszeile von einem "Armutszeugnis für die deutsche Medienpolitik."

Bleibt nur zu hoffen, dass sich ein solcher Beitrag nicht allzu schnell "versendet" oder irgenwann gar die "durchschlagende Wirkungslosigkeit eines Klassikers" für sich in Anspruch zu nehmen vermag.

[1In einer Reaktion von anwaltlicher Seite wird diese Idee durchaus begrüsst, zugleich aber darauf verwiesen, dass dieser Brief von einer Person oder Institution zu verfassen und abzusenden sei, die in einer der Regionen ihren Standort habe, die derzeit zu den klageführenden Ländern gehöre, zuförderst also Rheinland-Pfalz - oder Hessen.