Laptop hilft Leben

Auch an diesem Tag im Krankenhaus ist kein beruflicher Bezug herstellbar - bis auf die Tatsache, dass sie die Unterstützung durch ein mobiles Telefon und einen mobilen Rechner samt UMTS-Karte als extrem hilfreich erweist.

Das Telefon kann auf stumm geschaltet bzw. auf "nur vibrieren" geschaltet werden und bleibt damit auf Empfang. Der Rechner kann mit der PCMCIA-Karte permanent ins Netz gehängt werden und erlaubt eine parallele On- und Off-line-Verarbeitung.

Und so ist es möglich - unter Achtung aller ärztlicher Vorschriften und Hinweise der PflegerInnen - eine Reihe von Aufgaben auf die Reihe zu bekommen, deren Erledigung das Leben und Arbeiten nach der Rückkehr aus dem Krankenhaus wesentlich erleichtern wird.

Dazu gehörte der Kontakt mit den Werkstätten ebenso wie mit den Angehörigen und Freunden, aber auch die Möglichkeit der Erfüllung von termingebundenen Zusagen.

Die Entscheidung, nach dem Eintreffen auf der Station eine Taxifahrerin anzuheuern und sie damit zu beauftragen, Telefon und Laptop aus dem Büro zu holen und ins Krankenhaus zu bringen, sowie im Anschluss daran eine Bewerbung ins Marie-Elisabeth-Lüders-Haus zu bringen, war richtig und wichtig.

Die Chance, auch vom Bett aus arbeiten zu können, widerspricht nicht dem Wunsch und der Notwendigkeit, sich erholen zu müssen und zu sollen. Im Gegenteil: dadurch, dass die dringenden Aufgaben erfüllt werden können eröffnet sich die Möglichkeit, die Zeit des Verweilens auf der Station als etwa Positives und nicht nur als Belastung anzusehen und anzunehmen. [1]

Und als es gelang, in der Nacht am Ende dieses Tages auch noch das zugesagte Abstract zum Thema Breitbandversorgung in Deutschland fertigzustellen war alles wieder im grünen Bereich.

Die Ergebnisse der an diesem Tag vorangetriebenen Bemühungen werden, wenn alles gut geht, am 14. März 2013 und am 25. März 2013 in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden können.

Nachtrag:

Kurz vor der Entlassung am Freitag, den 30. November 2012 gab es nochmals einen Termin in der Sonographie. Und Wartezeiten. Die mit der Lektüre der eigenen Krankenakte gut gefüllt werden konnte.
Diese bestand noch aus einem richtigen Aktendeckel mit einer Anzahl von dort eingehefteten Dokumenten. Einige davon waren Ausdrucke von rechnergestützten Datenaufnahmen, andere allesamt noch handschriftlich ausgefüllt, Tag für Tag. Nacht für Nacht [2]
Es war wahrlich interessant, darin nachzulesen, wie das eigene Da-Sein aus der Sicht der Mediziner und Betreuer wahrgenommen und nachvollzogen worden war. Und es macht ein durchaus besonderes Vergnügen, als am Ende einer Visite handschriftlich der Vermerk eingestellt worden war, dass der Patient "besonders freundlich" gewesen sei. Und dass er sich gefreut habe, das Klinikum am Freitagmittag auch wieder zu verlassen.
Dem ist Nichts weiter hinzuzufügen.

[1Hinzu kommt, dass sowohl die medizinische Betreuung als auch das Engagement des Personals besser nicht hätten sein können. Jede(r) hat sich auf seine Art wirklich um uns als Patienten bemüht, ohne falsches Sentiment, aber doch immer mit einer kleinen Extraportion Empathie, die alles andere als nur aufgesetzt und als Pflichtprogramm abgespult worden war.

[2In der erste Nacht wurde der Patient noch alle zwei Stunden geweckt um Blutdruck, Puls und die Reaktion der Pupillen zu kontrollieren.