"care..." kostet

An der Universität Bremen wurde vom Zentrum für Sozialpolitik lange Zeit geforscht. Dazu wurden die Kosten von gut 2000 Versicherte ab 60 Jahren analysiert, die 2000 erstmals pflegebedürftig wurden. Aus den Kosten der letzten 10 Jahren wurde dann eine Quersumme gebildet, die weitere Kostenentwicklung bis ins Jahr 2024 wurde von den Autoren geschätzt.
Dabei war u.a. von Bedeutung, dass 2011 die Zahl der Pflegebedürftigen erstmals weniger schnell gestiegen ist als die Jahre zuvor, dass aber eine wesentiche Steigerung der Zahl der Demenzkranken - heute schon über eine Million Menschen - geben wird.

Fest steht, dass derzeit Männer - im Schnitt - über vierzigtausend Euro an Pflegekosten selber aufbringen müssen. Und Frauen mehr als das Doppelte.

Der Grund dafür, so Dr. Kai Behrens, der stellvertretende Unternehmenssprecher auf Bild.de sei die längere Lebenserwartung von Frauen (82,9 Jahre) gegenüber den Männern (77,9 Jahre). „Das bedingt auch eine längere Pflegezeit und damit einen höheren Anteil an den Pflegeheimkosten“ . [1]

Die Einzelheiten sind ab heute öffentlich und stehen als PDF-File

BARMER GEK Pflegereport 2012
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Herunterladen (2.8 MB)

und als Link auf denselben zur Verfügung.

Die Zeitung "Die Welt" titelt an diesem Tag:
"Pflege im Alter verschlingt deutsche Privatvermögen"
und fügt diesem Beitrag auch eine kleine Video-Produktion bei mit Auszügen aus der Pressekonferenz mit dem stellvertretenden BARMER GEK Vorsitzenden Rolf-Ulrich Schenker.

Viel genauer aber kann man das in einem Beitrag von Peter Mücke aus dem ARD-Hauptstadtstudio nachlesen:
"Pflegereport der Barmer GEK
Überraschende Zahlen - auch für Experten
"
der heute seit 15:57 Uhr freigeschaltet wurde [2]

[1Der Hinweis auf die Bildzeitung hat seinen besonderen Grund: der Erfahrungsbericht "In der Pflegebatterie" von Karolin Schneider vom 9. September 2012, die fünf Tage lang in einem Pflegeheim in Brandenburg under cover gearbeitet hatte.

[2und dort hoffentlich länger als 7 Tagen stehen bleiben wird.