Was Entscheider noch lesen

Aus einem Gespräch mit dem Verantwortlichen einer grossen deutschen Industriestiftung:

"1984 erschien eine Studie, wonach ein Bundestagsabgeordneter in der ganzen Woche maximal zwei Stunden Zeit hat, etwas zu lesen, was er sich selber als Lektüre ausgesucht hat. Selbst diese Zahl ist heute nicht mehr realistisch."
"Bereits damals galt die Regel, dass ein Anschreiben, das zu einer Entscheidung führen soll, inklusive Anrede und Unterschrift eine Seite nicht übersteigen soll.
Inzwischen hat sich dieser Inhalt nicht nur auf die wenigen Punkte einer Power-Point-Page reduziert, sondern auf ein Excel-Sheet: mit der Blickrichtung auf das Resultat in der Ecke rechts unten."