Refurbished: MedienForum NRW

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Dieser Text wurde zunächst für den Vorabend des Medienforums entworfen, nachdem dieser aber nicht online dokumentiert wurde, auf den nachfolgenden Tag der Eröffnung verschoben.

I.

Lesen Sie selbst: Das ist das Programm des 25. Medienforums in Köln in der jeweils letztgültigen überarbeiteten Version.

Und hier die Version, so wie sie beim Erstellen dieses Textes am 22. Mai 2013 - und noch danach bis zum Ende der 21. KW - als 1,5 MB grosses PDF zum Download angeboten worden war und auf den sich dieser Text bezieht.

Aktuell ergänzt am 6. Juni mit Stichworten zu den Vorträgen des Tages.

Programm des Medienforums NRW 2013
all rights reserved
Herunterladen (1.5 MB)

Als Zeitraum der Veranstaltung wird der "5.-7. Juni" benannt, bekanntgemacht wird aber nur ein Veranstaltungszeitraum vom Donnerstag, den 6. Juni 10 Uhr bis Freitag, den 7. Juni 13 Uhr. [1]

Der Vormittag wird eröffnet mit der

Eröffnungsrede von
- Hannelore Kraft, Ministerpräsidentin, Nordhein-Westfalen

Zitate [2]:

"Meine Damen und Herren. Wir müssen erkennen, dass die Informationstechnologien unsere Welt von A - Z verändern."

"Und deshalb müssen die Telekommunikationsunternehmen auch eine faire Chance erhalten, ihre Investitionen zu refinanzieren. Auf der anderen Seite darf der Ausbau nicht auf Kosten des Prinzips gehen, mit dem das Netz zu dem wurde, was es heute ist. Deshalb werden wir uns mit einer Bundesratsinitiative dafür einsetzen, dass das Prinzip der Netzneutralität gesetzlich verankert wird."

"Jetzt sind die öffentlich-rechtlichen Sender gefragt, für dauerhafte Akzeptanz zu sorgen. Ich bin davon überzeugt, dass dabei nicht die Quote, sondern die Qualität ihres Angebots entscheidend ist. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk muss sich wieder stärker auf seinen Kernauftrag und sein Kernprogramm konzentrieren. Im eigenen Interesse. Denn nur so kann die Akzeptanz des Rundfunkbeitrags gesichert werden. Wer auf Qualität setzt. Wer Qualität produziert. Der darf sie nicht verstecken. Wir haben aber in den letzten Jahren beobachten können, dass ARD und ZDF immer mehr Kultur und Nachrichtenangebote in die Spartenkanäle auslagern. Diese Entwicklung halte ich für falsch."

Stichworte:
— Nicht nur Regeln für die Neuen, sondern auch Frei-Räume schaffen
— Zugang zum Netz: Für alle
— Regeln sollen die Freiheit nicht nur begrenzen, sondern auch erfüllen
— Das Prinzip der Netzneutralität und der diskriminierungsfreie Zugang sollen gesetzlich verankert werden
— Zentrale Werte dürfen nicht über Bord geworfen werden
— Der öffentlich-rechtliche Rundfunk braucht eine Entwicklungsperspektive inklusive eines attraktiven Onlineangebotes
— die 7-Tage-Regelung soll aus dem Staatsvertrag gestrichen werden (und mit den Jugendangeboten soll damit angefangen werden).
— Kultur- und Nachrichten-Produktionen nicht in die Spartenkanäle auslagern
— Regionalisierung der Werbeangebote? Nein!
— Fairer Wettbewerb: Das bedeutet auch, dass Erfolg nicht bestraft werden darf. Handlungsfreiheit und Verantwortung müssen im Gleichklang stehen. Das gilt auch für das Pressefusionsrecht und den jetzt erreichten Kompromiss.
— Zusammenarbeit und nicht länger Kleinstaaterei, sonst werden die Anbieter jenseits des Atlantiks die Märkte hier bestimmen.
— Die Medienaufsicht in Zeiten konvergenter Medien muss gebündelt werden
— JournalistInnen sind ein Garant für die Vielfalt der Medien. Die professionelle lokale Berichterstattung darf nicht fehlen.
— Die Idee der Stiftung Partizipation und Vielfalt soll ein ThinkTank werden und staatsfern sein. Lieber starten als nur zusehen.
— Welche Auswirkungen hat die digitale Gesellschaft? Zu dieser Frage habe sich auch das Grimme-Institut zu verhalten.
— Die Debatte über die digitale Gesellschaft ist noch stärker zu führen als bisher
— Aus den Betroffenen sollen mehr und mehr Beteiligte gemacht werden.
— Der hier besprochene Wandel soll ein "Wandel zum Guten" sein, für eine menschengerechte, ja menschenfreundliche Gesellschaft.

es folgt der Vortrag
Changing Media, Changing Society von
- Clay Shirky, Autor und Dozent, New York University, New York [3]

Stichworte:
— "socal turn?" Verweis auf seine Publikationen, insbesondere seine Co-Autorenschaft im Jahr 2012: "Post-Industrial-Journalism"
— Die Medien werden mehr und mehr hybrid werden - es geht nicht nur um das Thema alte gegen neuen Medien
— Das Modell "publishers as editorial gateways" ist nach 500 Jahren zu Ende, "no more help or permission needed" um in der Öffentlichkeit aufzutreten
— Die Medien haben nicht ihre Möglichkeiten verloren, aber die Kontrolle über ihre Vermittlung. [4]
— It’s hard to figure out how the future is going to look like [5].
— Pay attention and do not predict!
— "The medium is the message"!? Yes, but: "What does a new medium sale up?" Participation!
— Was war die Rolle der Professionals zum Zeitpunkt der Aufstände in Kairo oder Ankara? Sie - zum Beispiel bei CNN - tun nicht, was sie zu tun hätten.
— Jürgen Habermas hat vor 5O Jahren vorher-gesagt, was heute passiert: Die Bürger machen ihre eigenen Medien. Und das habe seine Bedeutung heute:
— Silly & Serious: sei nicht mehr der legitimierende klassische Gegensatz
— Der Kontrollverlust über den Konsumenten habe bereits stattgefunden
— Individuals & Institutions: sei nicht mehr der legitimierende klassische Gegensatz. Es geht nicht mehr (nur) darum, was die Einzelnen für die Organisationen tun, sondern heute müss(t)en die Organisationen für den/die Einzelnen da sein, der/die etwas Neues tun wollen.
— Abschlussfrage: "Do we understand that we are starting from here?!"

Neu: Die Beauftragte für die Freiheit der Medien, OSZE, Wien
- Dunja Mijatovic

Stichworte:
— Ist "das Netz" wirklich für Jedermann? Nein!
— Alle Bedrohnungen der Gesellschaft und der Individuen findet auch "im Netz" statt. "Without free-flow-of-information we will live like without oxygene"
— Das Internet sollte mit einem Skalpell geregelt werden, nicht mit dem Dampfhammer
— Digital Switchover: Die Fehler, die in den demokratischen Ländern gemacht werden, auch bei den Industriepartnern, werden allzu schnell zu Negativ-Vorbildern in weniger demokratischen und totalitären Staaten.
— Es muss neue Wege geben, die Wahrheit erzählen und berichten zu können.

Vorgezogen:
- Ben McOwen Wilson,
Director Content Partnerships NACE, YouTube, London
 [6]

Stichworte:
— Vor 8 Jahren von 2 Leuten in einer Garage in Kalifornien gestartet. Heute: "The worlds default sharing platform." Heute gibt es für jeden Menschen auf der Welt zumindest eine Stunde Programm
— Es werden mehrere Beispiele genannt, wie "Jemand" mit dem Netz zu einem "VIP" wird - in der "old media world"
— Die tradionellen Modelle von B to B und B to C verlieren mehr und mehr ihre Bedeutung. Und dennoch: "We are a plattform for retailors."
— New: The skippible ad: "You pay nothing when they skip it."
— New: "Content ID", "a digital fingerprint", um zwischen Piraten und Fans unterscheiden zu können.

Es folgt eine Minifantenrunde zum Thema
Shaping The Things To Come: Zukunftsstrategien die zunächst eingeleitet werden sollte mit
Ben McOwen Wilson, Director, Content Partnerships NACE, YouTube, London (Vortrag), moderiert von Doris Wiedemann. [7]

Die TeilnehmerInnen:
- Lutz Marmor, Vorsitzender, ARD, Hamburg
— Die Aufhebung der 7-Tage-Regel: Wenn es Realität würde, wäre das schön. Wir profitieren vom Netz. Aber 24% der Menschen sind immer noch offline. Kein Digital Divide. TV hat ein Allzeithoch und das Netz ist ständig am Wachsen. Also ist doch alles gut.
- Christian Nienhaus, Geschäftsführer, FUNKE Mediengruppe, Essen
— Wir werden die Möglichkeiten des Netzes nutzen, genauso wie unsere Druckmaschinen und die Radiogeräte.
— Wir brauchen weiterhin professionelle Journalisten, die Geld dafür bekommen, damit sie Zeit haben, sich um ein Thema zu kümmern.
- Marc Schröder, Geschäftsführer RTL interactive GmbH, Köln
— Schon 12% der Abrufe kommen von den mobilen Nutzern.
- Martin Blank, General Manager, Servus TV, Salzburg .
Neu:
- Odile Limpach, Managing Director, blue byte, Düsseldorf
— Die Jungen zwingen uns, dass wir uns anpassen müssen. Und das ist gut so. Wir werden auch im mobilen Bereich Geld verdienen.

Und: ein Einwurf von Jens Best aus dem Publikum:
— Was wird mit dem fähigen Medium Internet geschehen, wenn die Menschen aus der alten Welt, wie die hier auf dem Podium, es nur mit der alten Denke zu nutzen versuchen? Sollte man es dann nicht am besten vor diesen Leuten schützen?

Der Nachmittag wird in zwei parallel verlaufenden Veranstaltungsgruppen durchgeführt, die über den oben genannten Link - hoffentlich auch nach nach dem Ende der Veranstaltung - eingesehen werden können.

Wir bleiben zunächst auf der Hauptbühne mit dem Thema:

Die Grenzen der Regulierbarkeit. Medienpolitik in der digitalen Welt
- Tim Wu, Professor of Law, Columbia University, New York (Impuls)
— Das Interesse der Staaten war es zunächst, die Gewalt über die Medien nicht aus der Hand zu geben.
— Später ging es darum, über den Öffentlichen Broadcaster guten Inhalt für wenig Geld anbieten zu können
— Die Staaten wollen die privaten Unternehmen fördern, damit diese mit den Medien mehr Erfolg haben können.

Der Konflikt zwischen den letzten beiden Modellen ist nicht der entscheidende:
Es gibt darum, dem Individuum zu helfen, sich ausdrücken zu können und den Nachbarn - auch im Netz - erreichen zu können.
Aber das "gute Internet" ist nicht die Summe der beiden Strömungen.

Das ist die Herausforderung:
1. herausfinden, wofür man das Internet wirklich will, nutzen will, "what do we want from the internet"?
2. Wettbewerbsrecht ist heute wichtiger als Medienpolitik: Und der Wechsel eines Codes kann mächtiger sein als die Erneuerung eines Gesetzes.

- Johannes Beermann, Chef der Staatskanzlei, Freistaat Sachsen, Dresden [8]

- Hans Hege, Direktor, Medienanstalt Berlin-Brandenburg, Berlin
— Wir finanzieren Medien und deren Inhalte, die es sonst so nicht mehr gäbe. Das Thema "welfare" ist nach wie vor von Bedeutung.
— Wir müssen über neue Instrumente nachdenken. Die Anordnung per Verwaltungsakt, diese Zeit liegt hinter uns.
— Dürfen Inhalte im Netz priorisiert werden? Ist das noch Medien- oder Kartellrecht?
— Eine öffentlich-rechtliche Suchmaschine? Alles, was bei "den Privaten" beklagt wird, gibt es bei Google in noch viel grösserem Umfang.

- Tobias Schmid, Vorstandsvorsitzender, VPRT, Berlin
— Medienregulierung ist nicht "von gestern", die Methoden der Medienregulierung sind nicht mehr zeitgemäss. N-TV und Spiegel-Online auf dem gleichen Bildschirm und doch zwei komplett unterschiedliche Regulierungen.
— Der Ausstieg aus DVB-T ist keine ordnungspolitische Entscheidung und keine Lizenzfrage. Der Rundfunk als zentrale Veranstaltung, was aber ist in Zukunft der Status?
— Die Grundfrage, ob wir Kultur und Gesellschaft
— Wir unterscheiden zwischen Netz- und Medienpolitik: Was für ein Blödsinn. Aktuell sind diese beiden Welten nicht vereinbar.
— Unsere relativ ähnliche Sicht der Dinge ist nicht mehr das, was "da draussen" diskutiert wird.
— Kreativität ist der letzte Rohstoff, der uns noch zur Verfügung steht

- Wolfgang Schulz, Direktor, Hans-Bredow-Institut, Hamburg
— Jugendschutz bedarf immer der Regulierung
— Meinungs-Macht-Missbrauch bedarf immer der Regulierung
— Die Unterscheidung zwischen linear und nonlinear wird uns in Zukunft nicht mehr weiterhelfen
— Internetkommunikation funktioniert anders als die des Broadcast. Was bedeutet "öffentliche Kommunikation" in der Zukunft?
— Gesellschaftliche Debatten auf dem Podium - "machen mich immer nervös".
— Die Datenschutzgrundverordnung wird ja auf europäischer Ebene zumindest diskutiert.

- Frauke Gerlach, Vorsitzende, Medienkommission NRW, Düsseldorf
— Der Rundfunkstaatsvertrag stammt noch aus dem analogen Zeitalter und bedarf einer grundlegenden Überarbeitung.
— Die Rundfunkkommission der Länder ist zu ändern. Und ein Dialog mit der NutzerInnen findet erst recht nicht statt.
— Ein neuer Medienstaatsvertrag bedarf einer neuen Struktur, die die losen Enden neu zusammenfasst.
— Was ist in Zukunft (noch) ein Kulturgut?
— Die Prozesse können nur dann beschleunigt werden, indem man sie startet.

Aus dem Publikum fragt Ibrahim E. Herrn Hege, ob wir nicht nur eine Medien-, sondern auch eine Datenkonzentration haben. Dr. Hege: Ja, das ist eines der grössten Themen. Tim Wu: In den USA weiss noch niemand, welche Wirkung dieses Thema hat.
Kann RTL YouTube verkraften oder nicht? Wenn die Chancengleichheit

Frage von Helmut H.: Wird sich das Internet wirklich von alleine regeln?
_ Antwort Mr. Wu: auf jeden Fall lief es bisher ohne den Eingriff der Regierung besser, als anders herum. Broadcasting ist teuer.

Frage von Thomas K.: Zum Thema Datenschutz: Das Listenprivileg abschaffen?

Krise und Aufbruch. Der Journalismus von morgen

- Armin Wolf, stellvertr. Chefredakteur, ORF-Fernsehen, Wien (Impuls)
— Am 28. März in San Francisco gesehen, in einem Kaffeehaus: Alle Personen habe einen Screen vor sich.
— "Journalismus wird digital (und mobil)"
— Allensbach hat das Medienverhalten über 20 Jahren verfolgt. Und damit wird klar, dass die Teenager, die heute keine Tageszeitung mehr lesen, dies auch 20 Jahren später nicht mehr tun werden.
— Der Guardian erzählt mit "Snowfall" eine Geschichte.
— "Journalismus wird hybrid". Es wird den E-Journalismus und den U-Journalismus geben. 1511 verschiedene Print-Magazine bleiben erfolgreich. Politico.Pro, Energy Intelligenz, solche Dienste werden weiterleben. Journalisums wird teurer werden. Und daher wird es auch branded Journalismus geben. Den K-Journalismus. Von Coca-Cola, Red-Bull, Porsche,
— "Journalisums wird differenzierter". Und es wird die journalistischen Fliessbandarbeiter geben.
— "Journalisums wird unorganisierter": Nicht mehr das Album ist wichtig, sondern der Song, nicht mehr das Fernsehen, sonder die Geschichte, die es zu erzählen vermag.
— "Journalismus wird automatisiert": Von Narrative Science automatisch per Computer geschrieben. Visual revenue testet,welche Headline am besten funktioniert.
— "Journalismus wird spezialisierter": Do what you do best - and link to the best: Jeff Jarvis.
— Die Anzeigenumsätze der Zeitungen sind wieder auf dem Niveau von 1950 (in den USA)!
— "Journalismus hat mehr Konkurrenz". Auf Tumblr: 40 Millionen Blogs...
— Das Publikum spricht zurück - und der Journalismus wird damit angreifbarer.
— "Der Journalismus wird offener". Die Twitter-Follower wissen meist mehr als ich.
— Von der Nagra über das Telefon und die IBM-Maschine zum Smartphone. Wie wird ein Tablet in 20 Jahren aussehen?
— "Journalismus wird interessant". Und in solch interessanten Zeiten leben wir.
— Es geht den Medienhäusern in Europa immer noch viel zu gut. "Und wir haben immer noch eine hohe Lebenserwartung". Das Problem sind die Jungen.
— So wie das Opernhaus oder das Theater, so muss auch Journalismus finanziert werden können.
— Das Medienverhalten von Alten und Jungen war noch nie so stark auseinander wie heute.
— Zum Thema Bürgerjournalismus: Kein Mitglied der Wiener Philharmoniker wird sich davon bedroht fühlen, wenn die Kids gut Klavier spielen können.

- Sebastian Esser, Gründer, Krautreporter, Berlin
— Gibt einen Werkstattbericht: "Es läuft ganz gut". Im ersten Jahr 1/4 Millionen für journalistische Projekte. Man muss sich viel mehr Gedanken über die Vermarktung des Produktes machen.
— Wir betreiben Journalismus in einer Welt, in der es gar keine Verlage mehr gibt. Hier geht es nicht ums Geschäft, sondern um Journalismus.
— Die meisten Journalisten werden freie Journalisten sein. Und die brauchen Sachen wie Rechtsschutz. Und neue Strukturen, die gerade wegbröckeln.
— Wir sind nicht DAS Königsmodell - und wir sind Gegenwart.

- Marc Jan Eumann, Staatssekretär, NRW, Düsseldorf
— Die Stiftung "Vielfalt und Partizipation": "Wir müssen darüber streiten".
Inhalt ist nicht unser Thema. Die Frage ist, wie sich Journalismus in Zukunft finanziert. Der Rundfunkbeitrag ist dafür zu wenig. Wir müssen aufhören, die analogen Gärten zu bestellen.
Je konkreter die Vorschläge aus der Branche, Stipendien, Stiftungsprofessuren etc., desto lieber.
— Die Bewegung in der digitalen Welt bedeutet nicht, das damit für den Einzelnen automatisch die Vielfalt der Meinungen gewachsen ist

- Franz Sommerfeld, Vorstand, M. DuMont Schauberg, Köln
— Das ist ein welthistorischer Umbruch. Und wir wissen nicht, wie die Medien in 5, 10 Jahren aussehen werden.
— Wir haben noch gar nicht begonnen, "webgemäss" zu arbeiten.
— Gut, das sich die Politik mit den Medien beschäftigt und dass sie einen Denkprozess anregt.
— Die ausgeprägte profilierte Meinung des Journalisten ist eine echte Chance für diesen.
— Auch der Journalist muss etwas von Technik verstehen.
— Die Verlage sollten nicht immer versuchen, die Jungen an die Zeitung zu binden. Die Jungen sollten ein entsprechende Angebot im Netz finden.

- Anita Zielina, Managing Editor, Stern Online, Hamburg
— Keiner weiss, wo es wirklich hingeht. Es geht nur das Prinzip "trial’n error". Im Ausprobieren liegt auch die Gefahr des Scheiterns. Aber das Scheitern ist wie der Makel einer nicht auswaschbaren Farbe.
— Alle Verlagshäuser in Europa haben die Entwicklungen nicht schnell genug adaptiert.
— Journalismus muss sich in seiner Wesensart massive verändern. Nicht mehr von der Kanzel, sondern gemeinsam mit dem user etwa schaffen.
— Nicht Verlage müssen gestützt werden, sondern Journalisten.
— Technische Infrastruktur ist nicht nur "nice to have", sondern notwendig.

- Steffen Grimberg, Redakteur, NDR-Medienmagazin ZAPP, Hamburg  [9]

Fragen aus dem Saal:
— Wie schnell kann sich eine Einrichtung wie der Kölner Stadtanzeiger verändern?
— Google macht Journalisten immer mehr sichtbar. Müssen Journalisten immer bekannter werden als die Rubriken, für die sie arbeiten? Werden die Journalisten mehr und mehr Einzelkämpfer?
— Haben die Medienunternehmen ein eigenes technisches Fundament?
— Die Frage vom "Herrn an der Säule" war online nicht zu hören.

Lagerfeuer 2.0? Die Zukunft der Audiovisualität
Also eigentlich geht es um die Zukunft des Fernsehens. Vor 15 Jahren gab es die Eröffnung der Blue-Box bei RTL, die gefloppt ist.

- Florian Hager, Stellv. Programmdirektor, ARTE, Straßburg
ARTE: Lieblingssender der Deutschen. Hat keinen Fernseher. Es macht für ihn keinen Unterschied, auf welchem Gerät man "fernsehen tut".
Social TV? Wir stellen Inhalte zur Diskussion und bringen diese Ergebnisse wieder zur Diskussion. Wo ist noch das "Soziale" bei Berlin Tag und Nacht?
— Eine Sendung hat heute drei Leben: Vor, während und danach.
Und während der Sendung gibt es noch Zusatzangebote. Damit gibt es keine Unterordnung unter die Technik, aber die neuen Möglichkeiten werden in die Dramaturgie eingebaut.
— Wenn ich den Fernseher anmache, kommt heute kein Fernsehen mehr, sondern ein Menü. Und hier können die Empfehlungsmechanismen sehr hilfreich sein.
— Die Apps im mobilen Bereich sind das, was früher die Kanäle im Analogen waren. Das Internet ist heute schon lange nichts Neues mehr: Das ist ein Durcheinander, mit Google als Ordnungsfaktor.
— Twitter ist nicht steuerbar: und das ist gut so. Wie gut, wenn sich die Leute auch zu den Themen äussern.

- Tom Littlewood, Chefredakteur, VICE Magazine Deutschland, Berlin
aus dem gedruckten Magazin zur weltweiten Medienmarke geworden. Hat einen alten TV-Empfänger. TV ist alles das, was für das lineare Programm programmiert ist. Wir können viel von den traditionellen Fernsehsendern lernen.
— Social TV? Die aktive Beteiligung einer Community an der Produktion einer Sendung.
Dass die TV-Leute ihr Publikum wieder entdecken: Prima. Wir arbeiten auch mit Google-Analytics und ähnliche Tools. Aber wir fragen nicht jedes Mal, ob wir dem Publikum gefallen werden, sondern was uns gefällt.
— Wir sind unabhängig und entscheiden schnell.
— Die Finanzierung durch die Agentur Virtue bringt auch Geld rein.
— PrimeTime? Keine!
— Ich komme nach Hause und schalte das Fernsehen an - das gilt so nicht mehr,
— Wir brauchen eine Geschichte, die wir gerne weitererzählen möchten. Es bedarf einer emotionalen Bindung zum Stoff.

- Alexander Mazzara, CEO, joiz, Zürich
kommt mit seinem Konzept auch im Sommer nach Deutschland. Hat einen Smarten TV und Lust, "richtig Fernsehen zu schauen".
Social TV. Das Aktivieren der Communities?
— Aus dem Fernsehen wird ein Event, auch beim Nicht-Event-Fernsehen.
— Ca. 20tausend Fragen pro Stunde. Und das sind dann ca. 30 unterschiedliche Fragen-Typen. Und die müssen wir als Journalisten in Realtime clustern können.
— Das Tagesprogramm: ein klassisches TV-Programm. News. Live. Doku. Musik... der Plan: ein echtes Vollprogramm für junge Menschen in Deutschland zu werden.
— PrimeTime? Wichtig zwischen 17 und 20 Uhr.
— Interaktivität: seitdem die Zuschauer per FAX ihre Wünsche ins Studio "posten" konnten. Und heute: "Instant Happyness".
— "WDR? Herzliches Beileid?"

- Christiane Ruff, Produzentin, Köln
Die Oma der SitCom. Hat einen grossen neuen Flach-Bildschirm bei sich zuhause.
— Social TV? Berlin Tag und Nacht! Y-TITTY!
— Immer hat der Stoff Vorrang. Dennoch: die Dominanz des Events ist entscheidend.
— Wer als Sender hat’s nötig: RTL braucht wieder starke deutsche Fiktion.
— Fernsehsender versuchen oft genug, krampfhaft modern zu sein, das haut zumeist nicht hin und wirkt dann muffig und anbiedernd "und nicht funktionabel".

Fragen?
— Was muss eine Fiktion-Sendung haben, um mit sozialen Aktivitäten verbunden zu sein?
— Wer ist die Zielgruppe in den Programmen?
— Warum tut sich Deutschland so schwer mit social TV?

Kinofilm und Grundversorgung  [10]
-  Bettina Reitz, Fernsehdirektorin, Bayerischer Rundfunk, München
— Die Kinoproduktion ist nicht (mehr) Teil der Grundversorgung?
Ihre These betrifft zunächst nur den Bayerischen Rundfunk, der ab 2014 wird sparen müssen.
Der Kulturbegriff wird immer auch am Kinofilm festgemacht. Man müsse auch mal präventiv diskutieren.
— Der Etatansatz für Kinoproduktion wird bleiben, aber bisher hat man auch über diesen Ansatz hinaus finanziert. Das wird in Zukunft nicht mehr so sein.
— Der Fernsehfilm ist auch ein grosser Konkurrent zum Kinofilm.
— Aber: Wie lange werden wir noch über starre Zeiten auf einem bestimmten Sendeplatz diskutieren? Das ist doch Retro.
— Die finanziellen Berechnungen in den Häusern sind unterschiedlich. Und können nicht direkt miteinander verglichen werden. Das muss erst einmal intern transparent gemacht werden. Bei einigen Häusern ist das Drehbuch im Produktions-Budget mit drin, bei anderen steht’s im Posten der Dramaturgie.
— Die Grundstruktur ist gut, lass(t) uns über die Dinge reden, die noch verbessert werden können.
— Die kulturelle Vielfalt bleibt eine ganz wichtige Aufgabe der ARD. "Überwiegend sind wir auf einem guten Weg."
- So viel Offenheit des Erzählens gab es doch noch nie. Machen wir dafür gemeinsam die Tür auf.

- Karl-Eberhard Hain, Professor, Universität zu Köln
— Gehört der Kinofilm zum Programmauftrag der öffentlich rechtlichen Sender? Ja. Der Kulturbereich ist damit auf jeden Fall gemeint, dazu gehört auch das Orchester, der Tanz u.v.a.m.. Aber die Forderung nach einem festen Programmplatz ist sicherlich keine Aufgabe des Gesetzgebers.
— Transparenzforderungen sind wohlfeil... aber das sind nicht die entscheidenden.
— Es gibt Mittelbindungen zu Gunsten der Filmförderungen und anderer Einrichtungen. Aber feste Quoten zur Förderungen des Films "halte ich für höchst problematisch." Es geht um einen Programmauftrag und nicht um einen Förderauftrag.
— Die KEF prüft nicht "anstaltsindividuell"
— Das "postfeudalistische" Modell Frankreichs, das sollten wir uns hier nicht wünschen.

- Bettina Brokemper, geschäftsführende Gesellschafterin, Heimatfilm, Köln
— Ich wünsche mir einen Sendeplatz für den Kinofilm, das kann auch ein europäischer Kinofilm sein. Und das nicht erst nach 23 Uhr.
— der Produzentenbericht des WDR steht den Produzenten nicht zur Kenntnis zur Verfügung. Wir wollen wissen, ob es überhaupt einen fairen Markt gibt.
— Wenn sich die Verhältnis in Richtung non-linear ändern, dann sollten sich auch die Verträge ändern.
— Wir müssen uns von der Idee der Quote verabschieden.

- Stefan Arndt, Vorstand, X Filme, Berlin
— Einst mit einem Sender ko-produziert, dann mit mehreren, dann sucht man nach neuen Quellen: vor allem in der internationalen Koproduktion.
— Ich sehe den deutschen Kinofilm extrem bedroht.
— Es gibt keine neue Geschäftsmodelle. Und es werden auch keine Wege aufgezeigt, wie man diese Modelle in Zukunft entwickeln könnte.
— Der Teil, der für Programm ausgegeben wird, wird immer kleiner.
— Warum gibt es nicht einen Schutzschirm für den öffentlich-rechtlichen Sender?
— 3 1/2 Prozent des Programmbudgets für das fiktionale Erzählen. Eine tolle Idee. Aber wollen die Ministerpräsidenten wirklich ihre Macht aufgeben?
— Man sieht, dass "maximale Angst" angesagt ist, weil das bisherige Modell nicht mehr funktioniert, und schon bald werden die NETFLIX und RedBull alles wegblasen, was jetzt ist.
— Es bedarf eines "unfassbar guten Plans", um noch überleben zu können.

Fragen aus dem Publikum?
— die unterschiedlichen Parameter für die Kosten der Sendeanstalten, wie konnten die bei der KEF verglichen werden?
— auch die Zuschauer wollen mehr Transparenz haben, wie kann diese Diskussion dazu noch beitragen?

Eine Abendveranstaltung wird im Programm nicht angekündigt.

Aber: In der Abmoderation von Pinar Atalay, PHOENIX/NDR, Berlin [11] wird eine Filmparty in der "Wolkenburg" ab 19:30 angekündigt.

Der Freitag beginnt mit einem halbstündigen "Branchenfrühstück" auf Einladung der MMC Studios und wird danach mit den vier folgenden Rednern - und einer der insgesamt sechs aufs Podium geladenen Frauen - bestritten:

Jörg Schönenborn, Chefredakteur, WDR, Köln zum Thema
Wege aus der Öffentlichkeitskrise: Europa und die Medien

sowie:

Lutz Marmor, Vorsitzender, ARD, Hamburg
Lorenz Matzat, Journalist und Initiator „Open ARD und ZDF“, Berlin
Tim Renner, Autor, Produzent, Berlin
Birgit Wentzien, Chefredakteurin DLF, Köln

Es folgt eine nicht weiter erläuterte Stunde zum Thema:

Shaping The Things To Come: Best Practices

sowie eine

Staffelübergabe AV Gründerzentrum NRW

Und das war’s.

II.

Anlass für diese Beitrag ist der Text von Alexander Krei, der am 22. Mai 2013 ab 16:42 Uhr im Medienmagazin DWDL.de mit dem folgenden Zitat "Über das neue Medienforum NRW" getitelt hat:

"Auch wir wissen noch nicht, wie das ausgeht"

Aber : Wir erfahren in diesem Text zumindest, warum auch schon der 5. Juni mit dem Mittwochabend in dieses Schema eingebunden wurde:

"[...] am Mittwochabend will man im Rahmen einer von Oliver Welke präsentierten Jubiläums-Gala auf die vergangenen Jahre zurückblicken, inklusive einer nicht ganz so ernst gemeinten Elefantenrunde mit Fritz Pleitgen, Helmut Thoma und Jürgen Doetz, den Petra Müller am Mittwoch mit einem Augenzwinkern als "altes Schlachtross" ankündigte - nicht ganz zu Unrecht. " [12]

Ahh... das könnte lustig werden und wäre dann doch eine Reise wert - selbst wenn man am nächsten Tag viele von jenen Figuren aus dem Berliner friends & familiy - Programm in Köln erneut zu Gesicht bekäme.

Bleibt die Frage, warum dieser ganz besondere historisierende "Appeteaser" nicht anstatt der Leerstelle als Programmauftakt für den Abend des 5. Juni 2013 platziert worden ist? [13] [14]

III.

Wo also liegt dann noch das Risiko der Aufhebung der Programm-Kontinuität nach 24 Jahren: dadurch, dass man die Themen Film und Kino auf eine eigene Plattform in den Monat November verlagert hat?

Ist mit diesem Angebot nicht in höchst verknappter Zeit für alles gesorgt:
— Vergangenheitsbewältigung als Vor-Abend-Programm
— Zukunftsbesichtigung durch Outsourcing in die anglo-amerikanische Szene
— Vereinfachung der Themenwahl durch das Ausschalten der Reflexion über Konvergenzpotenziale von Film, Games, Print und IT?

IV.

Dabei wäre es doch wahrlich spannend zu sehen und zu analysieren, was sich derzeit tatsächlich in Deutschland selbst an Veränderungen abzeichnet.

Am gleichen Tag, als der DWDL.de-Text erscheint, veröffentlicht Wolfgang Michal in der Carta-Netzlese einen kurzen "Die Revolution der alten Säcke" überschriebenen Text, der ebenso polemisch ist wie zu-treffend:

Nachdem sowohl der FOCUS als auch die BILDzeitung in den letzten 5 Jahren jeweils mehr als 20% ihrer Leserschaft verloren hätten, seien die Markworts und Diekmanns dieser Branche als Digital Immigrants dabei, mit ihren Projekten den Natives den Rang abzulaufen.

Da aber diese Diadochen als Pole der Achse der digitalen Dichotomie zwischen Berlin und München aufgestellt sind, hatte Köln wohl nur noch die Chance, sich den einen oder anderen Zaunkönig einzuladen.

V.

Sei’s drum.

Hier einige Vorschläge zu Themen, die es nach 24 Jahren more-of-the-same wirklich Wert gewesen wären, die Last und Lust an den Veränderungen anzupacken [15].

Identität und Identifikation:

Was passiert, wenn der tote Fred Astaire in einem Werbe-Video wiederbelebt wird, oder die vor 20 Jahren verstorbene Audrey Hepburn jetzt für Schokolade Werbung macht?
Vielleicht könnten ja die Veranstalter für den November Regisseur Ari Folman einladen, der jetzt mit seinem Film "The Congress" in Cannes Premiere hatte? [16]

Quantität als Qualität?

Wann wird man begreifen, dass die Vermehrung von Pixel und Polygonen alleine noch nicht die Antwort auf die Erweckung digitaler Protagonisten des "echten Lebens" in einer virtuellen Welt sein wird. Gerade wir als Europäer hätten hier als Medienschaffende eine eigene Verantwortung und Chance. Die Frage würde lauten: warum hatte ein Brueghel kein Uncanny Valley-Problem?

Broadcast via Broadband?

Eine ganz bewusst "falsch" gestellte Frage, um darauf aufmerksam zu machen, wie nachhaltig die Veränderungen sein werden, die der klassischen Mediendistribution noch bevorstehen.
Fragen, die nicht nur von der FCC und der NAB in den USA, sondern ganz pragmatisch von einem qualifizierten Kollegen aus einem öffentlich-rechtlichen Haus diskutiert werden [17].

Regulierung und Regeneration

Erstaunlich, dass dem Veranstalter in diesem Kontext immer wieder noch ein Thema einfällt, das sie für podiumsreif erklären.
Hier sei einfach mal - im Ernst wie aus Spass an der Freud - auf das Fernsehblog von Peer Schader vom 23. Mai 2013 hingewiesen, das da lautet: "Der große Fernsehblog-Test: Wie werd ich Medienwächter?"

PS

Ein Beitrag wie dieser wäre nicht ohne die freiwillige wie frohgemute Mittäterschaft vieler Branchenkenner und -könner zustande gekommen.
Ihnen an dieser Stelle einmal einen herzlichen Dank für den fortwährenden "input" und die kritische Teilhabe, auch an Texten wie diesen.

WS.

[1Mit dem Verweis auf diese "Leerstelle" wurde eine ganze Reaktion von Kommentaren und Hinweisen ausgelöst, die sich vor allem auf drei Ereignisse bezogen:
— die ANGACOM, die in der Zeit vom 4.-6. Juni und damit zeitgleich auf dem Messegelände in Köln stattfindet,
— die Einladung der Ministerpräsidentin zum Sommerfest der NRW-Landesvertretung in Berlin am 6. Juni 2013
— die AVID-Creation Tour 2013, die am 6. Juni in Berlin halt macht
— die Bertelsmann-Party Unter den Linden 1 in Berlin: ab 20 Uhr zur Berichterstattung - ab 22 Uhr als Gast "Filmen und Fotografieren ist ab diesem Zeitpunkt nicht mehr zugelassen", die in diesem Jahr unter dem Motto steht: "Zukunft des Lesens".

[2Nachzuhören bei Josef Schnelle mit seiner Bilanz des NRW-Medienforums in der Sendung KULTUR HEUTE des Deutschlandfunks vom 8. Juni 2913, die unter dem bezeichnenden Titel stand: Die alles beherrschende Krake Internet.

[3Siehe/Höre dazu auch:
Sehnsucht nach dem Revolutionsgefühl. Der Social-Media-Experte Clay Shirky auf dem Medienforum NRW. Von Max von Malotki in der Sendung FAZIT vom 7. Juni 2013.

[4Mit anderen Worten gesagt: Heute gibt es die Möglichkeit sich Mit-Zu-Teilen. Change by Sharing.

[5A CD-Rom and Multi-Media was the future. You remember?

[6Interessant: In dem Intro-Video wächts die rote Kurve nach oben, nach dem Kauf durch Google, wird sie als waagerechter Linie fortgesetzt (sic).

[7An diesem Punkt streikt das Flash-plug-in im Firefox-Browser und eine weitere Sichtung ist zunächst ausgeschlossen.
Mit roter Schrift wird im Add-on Mager erklärt: Shockwave Flash ist bekannt dafür, Sicherheitsprobleme zu haben, und sollte aktualisiert werden.
Erst nach einem Software-update kann wieder auf den Stream zugegriffen werden. So können nur noch am Ende wenige Textbrocken aufgeschnappt werden.

[8... nimmt nicht teil, wegen "der steigenden Fluten in Sachsen", so der Moderator Andreas Stopp, Leiter der Medienredaktion des Deutschlandfunks, Köln

[9...hat das Glück in seiner Moderation sich auf seine Gäste verlassen zu können, die sich die Stichworte wie von selbst zuspielen.

[10Ulrich Höcherl, Chefredakteur, Blickpunkt:Film, München (Moderation)

[11gut gemacht! WS.

[12... den in diesem Text im Original aufgefundenen Schreibfehler haben wir entgegen den Zitatregeln behoben und aus einem "i" ein "u" gemacht :-)

[13Und: Warum dieser Teil des Programm, im Gegensatz zur Veranstaltung des Folgetages nicht als Streaming-Angebot auf der Seite des Veranstalters bereitgestellt wird?
Immerhin sind auf die tagesaktuelle Anfrage die folgenden Antworten eingetroffen:
— aus Köln:
" [...] leider wird heute Abend nicht gestreamt, es tut mir leid."
— aus Gütersloh:
"[...] leider gibt es für die heutige Rede von Herrn Rabe kein ausformuliertes Manuskript, das wir vorab zur Verfügung stellen können – bitte haben Sie hierfür Verständnis. "

[14Von dieser Veranstaltung gibt es auf Facebook (Sic: Und damit unter der Abgabe aller Rechte???) eine Fotogalerie und die folgende Presse-Erklärung:
Am Vorabend der beiden Konferenztage wurde das 25. Medienforum NRW mit einer Jubiläumsgala im Gerling Quartier in Köln eröffnet. Nach der Begrüßung durch die Ministerpräsidentin Hannelore Kraft stimmte der Bertelsmann-Vorstandsvorsitzende Thomas Rabe mit einer Keynote auf den Kongress ein. Im Anschluss daran ließ ein Bühnenprogramm mit zahlreichen Einspielern von Höhepunkten aus 25 Jahren Medienforum NRW und deutscher Fernsehgeschichte die Vergangenheit Revue passieren. Moderiert wurde der kurzweilige Rückblick vor 500 Gästen von Oliver Welke (Heute Show).

[15Weitere Hinweise dieser Art wären dann kostenpflichtig :-)

[16Es sei denn, dass auch hier die "Berliner" nicht nur mit ihrem Personal in Köln einspringen, sondern ihnen auch dieses Thema streitig machen: schliesslich lebt dieser Film nicht nur von dieser Idee der in der virtuellen Welt "ewig" jung bleibenden Schauspielerin, es bedient sich dazu auch berliner Locations wie jenen am Flughafen Tempelhof.

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Und - das sei an dieser Stelle dann doch als persönliches Aperçu des Autors hinzugefügt - in der hier abgebildeten Szene ist dieser Flughafen in Verbindung mit einem Luftschiff zu sehen - so wie es einst vom Grossvater Wilhelm Siegert als Inhaber einer der ersten BallonFlugFührerScheine selbst "gefahren" wurde (wie man damals noch sagte - die Prüfung zum Flugzeugführer mit dem Schein # 310 wurde am 11. November 2012 bestanden. Um das herauszufinden, muss man, anstatt unter seinem Klarnamen unter seinem Alias "Flügge" suchen...).

[17Siehe dazu den EUROVISIONS-Beitrag von Werner Bleisteiner vom 2. Mai 2013: "Will ISPs force broadcasters to rethink their digital strategies?"