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Die Online-Zeitung der Insel Amrum, "AmrumNews", machte am 2. Juli 2012 mit einem Bericht von Thomas Oelers zum Thema: Zukunft des Internets auf der Insel unter dem Titel auf:

"Die Chance auf eine schnelle Breitbandversorgung hängt am seidenen Faden"

Darin berichtet er von einer Informationsveranstaltung im Haus des Gastes in Nebel, im Osten der Insel, die aus seiner Sicht mehr als deutlich gezeigt habe, dass immer noch viel zu viele Nutzer von Internetverbindungen auf Amrum nicht erkannt, wie wichtig eine sofortige Willenserklärung für die Umsetzung einer zukunftssicheren Breitbandversorgung auf den Inseln und Halligen sei.

Es seien gerade mal vier Personen anwesend gewesen. Aber es hätten sich erst 300 potenzielle Nutzer für eine Breitbandverbindung gemeldet. 600 dieser An-Meldungen seien aber die Voraussetzung dafür, dass der Betreiber Lünecom GmbH sich seinerseits engagiere, ein flächendeckendes Versorgungskonzept für eine durchgängige leitungsgebundene Versorgung umzusetzen. [1]

Die Online Zeitung weiter: „Immer noch glauben die meisten Nutzer des Internets im beschriebenen Gebiet, dass sie sich ja auch noch später für einen Wechsel zu der zukunftssicheren Technik entscheiden könnten“, fasst ein Wittdüner den eklatanten Irrtum zusammen. „Ich habe meinen Antrag bei der Lünecom, dem Unternehmen, das durch eine öffentliche Ausschreibung gewonnen werden konnte, abgegeben. Mein derzeitiger Provider kassiert bereits heute für einen schnellen Anschluss, den es noch nie bei mir zu Hause liefern konnte."

Interessant ist die Diskussion in den Kommentarspalten zu diesem Beitrag.

Gleich als erster nimmt am darauf folgenden 3. Juli 2012 Herr Arne Zander Stellung und veröffentlicht um 17:43 Uhr unter anderem seine Ansicht als Vermieter und sagt, dass seine Gäste froh seien eben diese Dinge nicht zu haben. Sie wollen Urlaub machen und haben für den Fall, dass sie mal ins Netz müssen eigene Gerätschaften dabei. Und ich werde nicht für Dinge bezahlen die meine Gäste nicht wünschen.

Urlaub auf der Insel: das sei auch Urlaub vom Internet? Wer’s mag, kann sich die gesamte Diskussion in Ruhe ansehen in dem oben ausgewiesenen Link ansehen.

Anlass für diesen Beitrag ist der Umstand, dass der Internetzugang an diesem Berichtstag von der Insel Amrum schon diesen ganzen Tag gestört ist - und das ausgerechnet an einem Tag, der sich bei fast durchgängig Regenwetter als ein besonders geeigneter Internet-Tag ausgezeichnet hätte, wenn es denn eine solche Möglichkeit gegeben hätte!

Diese Tag hier auf Amrum war nicht nur vollständig sonnenfrei, sondern auch ganz und gar internetfrei. Und das auf der ganzen Insel: Nicht einmal das Geldabheben in der Post-Filiale im Papierwarenladen auf Wittün war mehr möglich...

Dass dennoch am Ende des Tages dieser Bericht geschrieben wird, ist eben dem oben zitierten Umstand zu verdanken, dass der Gast seine "eigene[n] Gerätschaften dabei" hatte: in Form einer im Rechner eingebundenen UMTS-SIM-Karte mit einem Datentarif.

PS.
Wer noch mehr über Amrum aus dem Internet erfahren will, dem sie diese Linkliste verraten, die unter der Überschrift "Die irren Amrumer im Internet" zu finden ist.

[1Schliesslich sind damit über 3 Millionen Euro Kosten verbunden, von denen 2,2 Millionen Euro tatsächlich vom potenziellen Betreiber auch zu investieren wären.