Changing the Picture ... in Babelsberg

Nein, heute führt der Weg nicht nach Köln zum Film- und Kinokongress, in dem vor allem die aktuelle EU-Erklärung zum Thema Filmförderung im Mittelpunkt stand [1]
, sondern nach Postdam Babelsberg zur Innovationskonferenz "CHANGING THE PICTURE", wo die Frage gestellt wird: "Wie machen wir Film und Fernsehen im Jahr 2020?"

CHANGING THE PICTURE gibt Antworten auf diese Fragen und zeigt Innovationen in der Praxis, die schon heute von internationalen Produktionen genutzt werden. Darüber hinaus können Besucher Show Cases erleben. Im anschließenden Panel diskutieren Vertreter aus öffentlich-rechtlichem und privatem Rundfunk sowie dem Medienhaus Axel Springer über das Geschäft der Zukunft für Medienunternehmen.

Die Film- und Fernsehbranche befindet sich im Umbruch: Die in Jahrzehnten gelernten Geschäftsmodelle verändern, das Nutzungsverhalten wandelt sich. All das hat massive Auswirkungen auf Herstellungsprozesse. Der Medienstandort Babelsberg mit seiner weltweit einmaligen Kompetenzballung von Medien und IT bietet zu all diesen Fragen Lösungen. Direkt aus der Praxis heraus werden hier bereits Technologien erforscht, entwickelt und in den Markt gebracht. Virtual Backlot, Dolby Atmos, HbbTV, Übermittlung von Live-Content per Satellit, Rechte- und Archivmanagement, Filmmusik oder Kino nach Wunsch sind nur einige der zwölf Themenfelder, die vorgestellt werden.

Programm:

12:00 Come Together
Willkommensbuffet und Vorstellung der Unternehmen am Standort im Foyer des fx Centers.

12:45 Eröffnung

13:00 CHANGING THE PICTURE - SHOWCASES
Fünf Showcases auf dem gesamten Gelände im Halbstundentakt (u.a. Studio Babelsberg, Stargate Studios, Rotor Film, Deutsches Filmorchester Babelsberg, rbb / ARD, HFF, Wonderlamp, DramaQueen, D-Werft). [2]

16:30 CHANGING THE PICTURE: Paradigmenwechsel - wo liegt das Geschäft der Zukunft? Streitgespräch zwischen Claus Strunz [3], Axel Springer AG, Dr. Sebastian Weil [4], ProSiebenSat.1 Digital, und Florian Hager [5] , Neue Medien arte; Moderation: Michael Prätorius [6] . Ort: Kino Rotor Film.

18:00 CHANGING THE PICTURE: Get Together Essen, Trinken, Networken und ein Überraschungsgast. Ort: Studio 2 & 3 im fx.Center.

CHANGING THE PICTURE ist eine Konferenz für europäische TV-Sender, internationale Produzenten, technische Broadcast-Dienstleister, -Entwickler und Kreative und eine Initiative der Unternehmen des Medienstandortes Babelsberg. Die Veranstaltung wird inhaltlich und organisatorisch von transfer media umgesetzt. Veranstalter sind außerdem das Land Brandenburg, Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie, das Medienboard Berlin-Brandenburg und das Netzwerk media.connect brandenburg.

WANN 14.11.2013, von 12:00 Uhr bis 22:00 Uhr
WO Auf dem gesamten Gelände des Studios Babelsberg, August-Bebel-Straße 26-53, 14482 Potsdam

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Nun soll man ja bekanntlich nicht den Tag vor dem Abend loben, aber jetzt, am späten Abend dieses Tages, sollte doch noch genug Zeit sein, um auf diesem Wege nochmals ein grosses Lob an den Veranstalter und alle Beteiligten auszusprechen - was im Verlauf der frühabendlichen Podiumsdiskussion auch bereits öffentlich geschah.

Es ist gelungen, einen guten Einblick in die Vielfalt der aktuellen Aufgaben und Möglichkeiten der Audiovisuellen Produktion zu vermitteln. Und zu zeigen, dass auch viele Chancen in diesen neuen Herausforderungen liegen.

Und es ist gelungen, zum Abschluss dieses Tages mal eine echt gut moderierte Gesprächsrunde zu inszenieren, in der die drei Prototypen einer klassischen "Elefantenrunde" - ein Verleger-Vertreter, ein "Privater" und ein "Öffentlich-Rechtlicher" (wieder einmal allesamt "nur" Männer) - auf den Scherben des zerschlagenen Porzellans der letzten Jahrzehnte bereit und in der Lage waren, über den Tellerrand der aktuellen Quengeleien hinauszuschauen, die aktuellen Herausforderungen anzunehmen und zu diskutieren - auch mit dem Publikum. [7]

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Dennoch bleibt - als Herausforderung für eine Wiederholung - anzumerken und anzuregen:

— dem potenziellen Gast genauer zu erklären, was da auf ihn zukommt, wie dieses Format aussieht und was es ihm bringt
— dafür Sorge zu tragen, dass auch die Dickschiffe auf diesem Gelände, wie die Babelsberg Studios und ihre Nachbarn, wie die UFA, mit von der Partie sein werden
— die Herausforderungen dieser über das Aktuelle hinausweisenden Fragestellungen noch stärker an jedem Standort und für jeden Standpunkt herauszukitzeln und mit in die aktuellen Präsentationen einzubinden.


In der Nachfolge zu diesem Eintrag könnten noch Fotos folgen, die an diesem Tage einmal nicht mit einer Profi-Panasonic-Kamera, sondern einem Unikum von einem Palm-Handy gemacht wurden: wie hier in diesem Bildausschnitt von der offiziellen Fotografin des Tages, von Frau Beate Wätzel, auf so ansehnliche Weise dokumentiert wurde:

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[1Hier nachzuhören in einem Beitrag von Susanne Burt in der Sendung Fazit auf Deutschlandradio Kultur vom 14. November 2013, 23:30
http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2013/11/14/drk_20131114_2330_01cb87da.mp3

[2Nicht gefunden in den sogenannten Showcasese: Der Beitrag der HFF. Stattdessen gefunden aber hier nicht vorgestellt die Aktivitäten des MIZ.

[3Claus Strunz ist seit 2011 Geschäftsführer bei Axel Springer und verantwortet den Bereich "TV- und Videoproduktionen". Als Politik-Experte und Fußball-Kenner ist er regelmäßiger Talkshowgast im ZDF, bei Sport1 und Sky. Claus Strunz moderiert die Sat.1-Talkshow "Eins gegen Eins". Zuvor moderierte er den "Grünen Salon" bei n-tv (2002-2003), "Was erlauben Strunz" bei N24 (2004-2010). Strunz war stellvertretender Chefredakteur der WELT in Berlin und leitete sieben Jahre lang als Chefredakteur BILD am SONNTAG (2001-2008) und von 2008 bis 2011 das HAMBURGER ABENDBLATT und abendblatt.de.

[4Bevor Sebastian Weil zur ProSiebenSat.1 Digital kam, war er als Director Strategy & Operations in der Holding der ProSiebenSat.1 Media für die bereichsübergreifende Steuerung strategischer Projekte zuständig und wirkte an der Weiterentwicklung der Konzernstrategie mit. Zuvor war er sechs Jahre lang als Berater bei Solon Management Consulting tätig, wo er mit den Schwerpunkten TV und Online zahlreiche Unternehmen in der europäischen Medienindustrie beriet. Weil hat in Stuttgart Medientechnik studiert und das MBA Programm der Handelshochschule Leipzig absolviert. Im Rahmen seiner externen Promotion an der Universität Mainz befasste er sich mit Diversifizierungsstrategien deutscher TV-Unternehmen.

[5Florian Hager ist wurde am 1. Januar 2011 zum Hauptabteilungsleiter Neue Medien bei ARTE ernannt. Seit Januar 2013 ist er stellvertretender Programmdirektor und Hauptabteilungsleiter Programmplanung TV/Web. Nach dem Ingenieursstudium der Medientechnik, Informatik und Multimedia an der Medienhochschule in Stuttgart und Publizistik und Filmwissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und an der Sorbonne Nouvelle/Paris III. arbeitete er ab Oktober 2002 zunächst als Redakteur im Bereich Dokumentationen und Kurzfilme beim ZDFdokukanal. Im Juni 2006 übernahm er in der Aufbauphase des ZDF-Kulturkanals die Verantwortung für die inhaltliche und organisatorische Entwicklung der Internetaktivitäten und eines werktäglichen Formats für Internet und TV. Für ARTE übernahm er im Juli 2009 die Projektleitung zum Aufbau der Kreativplattform.

[6Michael Praetorius, geboren 1978 in München, lebt als Publizist und Medienberater in München und Berlin. Er ist langjähriger TV- und Hörfunkjournalist und zudem Dozent für Journalismus, Medienmanagement und Social Media. Privat agiert er außerdem als Video-Blogger.

[7Das Ganze sollte in einer Qualität, die besser ist als der aktuell zur Verfügung stehende Google-Hangout-On-Air-Stream, auf eine DVD gebrannt und auf dem Jahresempfang der MABB am 3. Dezember 2013 den Gästen als Mitgift zur Verfügung gestellt werden.