gute Überschriften gesucht !

Ende November wurden die hippsten Schlagzeilen des Jahres 2013 in der folgenden Wertung ausgerufen.

Platz 1: "Yes, we scan", Bild.de (10. Juni 2013) über Obama und die NSA-Affäre.

Platz 2: "Wir gegen uns", Bild-Zeitung (24. Mai 2013) zum deutsch-deutschen Champions League-Finale 2013.

Platz 3: "Die Vereinigte Stasi von Amerika", Süddeutsche Zeitung (11. Juli 2013) über die NSA-Affäre.

Platz 4: "Durch Flachschulreife mehr Gerechtigkeit", Frankfurter Allgemeine Zeitung (22. April 2013) über "die Zukunft der Universität als Ort besonderer Intelligenz".

Platz 5: "Schwarz sieht rot, Rot sieht schwarz", Tagesspiegel (20. November 2013) über die Koalitionsverhandlungen von Union und SPD.

Platz 6: "Der Berliner Fluch-Hafen", Süddeutsche Zeitung (u.a.) über den Chaos-Flughafen BER.

Platz 7: "Präsident der Verinigten Daten", Hannoversche Allgemeine Zeitung (15. Juli 2013) über Obamas Rolle in den USA und die Auswirkungen auf den deutschen Bundestagswahlkampf.

Platz 8: "Die Quadratur des Greises", Frankfurter Allgemeine Zeitung (19. Mai 2013) über ein neues Reise-Konzept des Reiseveranstalters Neckermann.

Platz 9: "Obersalzberg entlässt alle Führer", Süddeutsche Zeitung (29. Oktober 2013) über die Kündigung von 22 Rundgangsleitern beim Institut für Zeitgeschichte.

Platz 10: "Neue Grabungen beweisen: Doch Tote im Friedhof", Dolomiten, gefunden in Hohlspiegel Nr. 28 vom 8. Juli 2013.

Und hier findet sich nachfolgend als PDF die Liste der ersten dreissig vom Verein Deutscher Sprache [1] ausgewählten "Schlag-"Zeilen:

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Wie inzwischen ebenfalls an vielen Stellen vermeldet wurde, ist der Empfänger des ersten Preises am Donnerstag letzter Woche öffentlich aufgetreten und hat erklärt, diesen Preis nicht zuzunehmen, da dieser Satz "aus dem Internet" stamme [2].

Der Titel ist also geklaut.

Und "das Internet" eine Quelle von sogenanntem "Content" ohne Identität.

Trotz einer solchen erlauchten Adresse braucht sich die Leserschaft dieser elektronischen Gazette nicht zu verstecken - und ist nunmehr zum Ende dieser Woche aufgerufen, über den Feedback-Button ihre eigene Meinung Kund zu tun, welche "DaybyDay"-Überschriften am besten angekommen sind.

[1, bestehend aus dem Vorsitzenden Walter Krämer, dem Tübinger Rhetorikprofessor Gert Ueding, den Journalisten und Autoren Wolf Schneider und Franz Stark und den Sprachwissenschaftlern Horst Haider Munske und Helmut Glück.

[2So die Süddeutsche in der Ausgabe vom Freitag, den 29. November 2013, auf Seite 23 unter "Nachrichten"