Werbe-Freiheit

Nach dem ersten Erleben des Eintrages auf der persönlichen twitter-Seite war die Reaktion mehr als ungestüm und der zunächst hier im Entwurf eingestellte Beitrag war überschrieben mit der Zeile
"Fuck Watchever".

Wie hier zu sehen

all rights reserved

wurden die ausschliesslich aus persönlichen Texten erstellten Beiträge unterbrochen von Werbung: Und zwar nicht nur von Werbung, die auf der danebenliegenden Spalte als sollte kenntlich gemacht auftauchte, sondern als "Beitrag", der unter dem eigenen Namen als "gesponserter" Beitrag eingestellt wurde.

Von wem oder wie auch immer.

Natürlich ist der Ärger gross. Aber warum eigentlich? Dieser hier in Anspruch genommene Dienst ist eine Dienstleistung, die vom Nutzer free-of-charge in Anspruch genommen wird. Und das, während der Betreiber dieses Dienstes auf den wachsenden shareholder value seiner Leistung achten muss.

Wohlwissend um diese Zusammenhänge wurde daher bereits ein elektronischer Brief an die Agentur geschickt, die mit der Aussendung solcher Werbebotschaften auf all diesen Kanälen zu tun hat.

Am 16. Dezember wurde der Agentur, die sich auch der persönlichen Mailadresse des Autors bemächtigt hatte, folgendes Schreiben zugestellt:

Weiss nicht, woher Sie unsere Mailadresse haben.
Uns werbend anzuschreiben ist auch legitim.
Sie haben es aber mit ihrem Hause auch geschafft, sich sogar in mein Twitter-Account einzuschleichen.
Und da habe ich was dagegen.
Und habe das auch so deutlich gemacht.
Nachzulesen auf dem Eintrag vom 5. Dezember 2013:
https://twitter.com/carpecarmen
Einen guten Tag wünscht aus dem berliner Westend
[gez.] Wolf Siegert

Noch am gleichen Tag - bravo! - kommt mit lieben Grüssen - eine Mail zurück, in der zu lesen ist:

Hallo Herr Siegert,
ich habe Sie aus unserem Verteiler genommen und entschuldige mich mit dieser Mail.
Sie werden in Zukunft selbstverständlich keine weiteren News mehr von uns über Watchever erhalten.

So weit, so gut: Offensichtlich aber war es all dieser Liebesmühe seitens der Agentur noch nicht gut genug.

Jetzt wird es darum gehen müssen, sich intensiver um die bislang nicht weiter überprüften Default-Einstellungen dieses Dienstes zu kümmern, und: Dafür Sorge zu tragen, dass diese Texte auch noch an anderer Stelle, sicher und sinnvoll eingestellt werden können, jenseits von Werbung und value-chain-management. Selbst dann, wenn das mit Kosten verbunden sein sollte.