Back in Barcelona

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I.

Diese Anreise verläuft schnell und reibungslos. Der berliner Dauerregen macht den Abflug noch verlockender. Aber dass die Taxifahrerin auf dem Weg nach Tegel - "ja, dieser Flughafen sollte und noch lange erhalten bleiben" - sogar davon berichtet, wie sie und ihre Kinder gewählt haben ist dann doch erstaunlich [1]

Der Lufthansa-Flug von Berlin nach Barcelona ist pünktlich und bequem. Selbst in der Economy gibt es ausreichend Beinfreiheit und im Verlauf der gut zweieinhalb Stunden Flugzeit zwei Mittagessen zur Wahl. Und Personal, das auch jenseits der Blütezeit seiner Jugend noch in dieser Position arbeiten darf - und das ist gut so.

Der Ziel-Flughafen "EL Prat" ist grosszügig angelegt. Das 2009 eröffnete "Terminal 1" wird heute erstmals genutzt. Und dies gerne. [2]

Im Untergeschoss ist an einer Reihe von "Fast Track" - Schaltern ein "Einchecken" als Messegast möglich. Die Abwicklung ist - selbst bei einer längeren Schlange an Wartenden - schnell und freundlich. Vorausgesetzt, man hat seinen Barcode oder seine Buchungsnummer dabei. Auf der Suche nach eben diesem auf dem eigenen Rechner wird auf Anfrage beim Personal eine WiFi-Verbindung bereitgestellt. [3] Ist das nicht der Fall, wird auf die Halle 1 auf dem neuen Messegelände verwiesen.

II.

Die Entscheidung, sich bei AVIS einen Wagen zu mieten, wird nach nicht einmal einem Tag korrigiert. Nicht wegen des auch bei dieser Firma inzwischen nicht erstmalig zu verzeichnenden Schlendirans [4] sondern weil die mit grünen Farbstreifen am Bordstein markierten Parkplätze im Umkreis des Hotels nur für Anlieger freigegeben sind. Und die motorisierten Hotelgäste gehören nicht in diese Kategorie.]]

Leider konnte am Flughafen kein Motorrad-Verleih ausgemacht werden. Denn gerade für diese Stadt wäre dieses eine echte Alternative gewesen. Wie auf der Seite des Barcelona Motorcycle Museums Museo Moto gleich im Eröffnungsstatement zu lesen ist: "Barcelona is the city with a highest ratio of motorbikes per capita as well as one of the better known cities for its love for the two wheels world." Wer’s nicht glauben will, hier eine Liste der Adressen, die alle was mit MOTOCICLETAS en BARCELONA zu tun haben. [5]

Auf jeden Fall gibt es sogleich am nachfolgenden Samstag einen beeindruckenden Beweis dieser These: mit einem kilometerlangen Motorradfahrercorso, der an der Barceloneta vorbeiführte, nicht zu überhören war und sogar vom Balkonfenster des Hotels aus gesichtet werden konnte. [6]

[Wird fortgesetzt.]

[1Und macht es einem dann doch leichter, auch wieder zurückkehren zu wollen.

[2Selbst der kleine Zwischenaufenthalt auf den Toiletten ist trotz eines regen Treibens mit einer positiven Note zu versehen.

[3Zumindest zieht einer der jungen Mitarbeiter einen handgeschriebenen kleinen Zettel aus seiner Tasche und liesst den Zugangscode vor... der zunächst nicht funktioniert. Das geht solange schief, bis die von ihm zitierten Anfangsbuchstaben vom Gast selber korrigiert werden - und das "NWC..." durch ein "MWC..." ersetzt wird.

[4Auch der "Preferred"-Nutzer muss sich an seinem Wage zunächst einmal die schadhaften Stellen selber zusammensuchen - hier ein beschädigter Kotflügel und einen abgebrochene Antenne [[Antwort bei dem Hinweis: "Was wollen sie denn, das Radio funktioniert doch trotzdem" und bei der Abgabe am Bahnhof ist das Büro am Parkplatz überhaupt nicht besetzt und der gemeinsame AVIS-Budget-Schalter im Hauptgebäude nur mit einer Person.

[5Nun gut, vielleicht mag diese Aussagen für den europäischen Raum sogar stimmen, nicht aber im Vergleich mit Ländern wie Vietnam, zum Beispiel.

[6

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Hier das Plakat von den "Barcelona Harley Days" vom Juli 2013 mit mehr als zwanzigtausend Bikern auf der Strasse und mehr als einer Million Zuschauern am Strassenrand.