Vertrauen ist gut:
die S-Bahn Berlin

Seit dieser Woche beherbergt unser Büro einen gebürtigen Deutschen und CEO zweier Gesellschaften in England, der soeben aus den USA zurückkehrt war und in der Nacht von Freitag auf Sonnabend mit einem 100 und einem 50 Euro Schein in den Bus des S-Bahn Ersatzverkehrs in Richtung Bahnhof Zoo einstieg, dort aber nicht zahlen konnte, da dem Busfahrer die Fahrscheine ausgegangen waren. Auf dem Bahnhof Zoo die gleiche Unbill. Niemand mehr da zum Wechseln und der Fahrkartenautomat verweigert die Annahme jeglicher Geldscheine.
Auf der Weiterfahrt in Richtung Ostbahnhof kommt, was kommen musste: das Kontrollpersonal meint unseren Gast des Schwarzfahrnes überführt zu haben.
Was nun passierte, spottet jeder Beschreibung und verschweigt des Siegerts Höflichkeit. Nur soviel zum Stand der Dinge: noch am Sonnabend machte in aller Frühe mein Gast Bekanntschaft mit der Berliner Polizei: und erstattet Anzeige gegen das Kontrollpersonal, das sich nicht einmal durch Namen oder Dienstnummer auszuweisen bereit war.
Zu guter Letzt der Auszug aus einer Erklärung des Pressesprechers der S-Bahn Berlin GmbH Ingo Priegnitz vom 7. Januar 2004:
"Im Interesse der Mehrzahl der ehrlichen Fahrgäste werden am Samstag wie üblich Fahrausweiskontrollen durchgeführt. Wer ohne gültigen Fahrschein angetroffen wird, zahlt 40 Euro. Außerdem kann Strafanzeige erstattet werden."
Quod erat demonstrandum. WS.