DRadio Wissen Relaunch

Es gibt Kollegen, die machen einem echt das Leben leicht. Und sollen dafür gerne an geeigneter Stelle - in diesem Fall also HIER - voll zitiert werden.

Es geht um den Beitrag von Henning Bulka, freier Journalist aus 40223 Düsseldorf, der sich zumindest schon mal in seinem Impressum dadurch auszeichnet, dass er einen öffentlichen Schlüssel für die Zusendung vertraulicher Mails bereitstellt.

So jemand ist natürlich prädestiniert, um sich den Relaunch des Radio-Wissen-Programms ab heute, 6:30 anzuhören [1] - und darüber zu schreiben.

Was er denn auch tut, unter der Überschrift:

Alles neu bei DRadio Wissen: Ein erster Aircheck nach dem Relaunch

Sei erstes, spontanes "Fazit", wohlwissend, dass sich das Ganze in den nächsten Tagen und Wochen noch weiter entwickeln werde:

Das, was ich bisher gehört habe, macht mir aber definitiv Lust auf mehr. Das Programm bietet einen frischen Mix aus guter, junger Musik und bunten wie auch ernsteren Themen. „Anspruchsvolles Radio für eine junge Zielgruppe machen“ – diesen Vorsatz erfüllt DRadio Wissen bisher aus meiner Sicht.


In den Informationen am Morgen des Deutschlandfunks gab es aus diesem Anlass ein Interview mit Dr. Ralf Müller-Schmid. Wird dieser Name in der "TEXT- UND AUDIO-SUCHE" der Deutschlandradio.de-Seite eingegeben, wird aber kein Beitrag (mehr?) gefunden.

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Das Radiohören via Website bietet sich auf den ersten Einblick sehr übersichtlich und bequem an. Ein Titel. Ein Bild. Ein Startknopf. Und schon geht’s los.

Und das ist nicht nur die Oberfläche, auch inhaltlich, dramaturgisch, szenisch, .... gibt es viele erfreuliche Neuerungen, die das Nachhören nahelegen. [2]

Aber dann - oder vielleicht ist das noch zu früh, um darüber wirklich ein Urteil abzugeben - stört dieses Anmutung eines Video-Players, der dann nach dem Klick auf die Schaltfläche "Nichts als Töne" anzubieten hat...

Es könnte sein, dass man hier des Guten zu viel versucht hat - aber auch das wird sich erst in den nächsten Tagen und Wochen erweisen - ob dies vorteilhaft ist oder nachteilhaft, oder vielleicht eh’ "nur" eine von diesen Geschmacksfragen ist, mit deren Lösung man es letztendlich sowieso kaum jemanden so richtig recht machen kann.


Was die Gestaltung der http://dradiowissen.de/ - Website insgesamt betrifft, so ist diese Ausdruck und Opfer des Trends, der sicherlich jetzt auch in Barcelona wieder mit der "mobile first"-Parole in Verbindung gebracht werden wird. Und die besagt, dass Webseiten zunächst so zu gestalten seien, dass sie auf einem Smartphone oder Tablet leicht einzusehen und zu lesen sein sollten.

Die Folge: dass sich bei dem Versuch der Nutzung der Darstellung eben dieser Seite auf einem herkömmlichen PC-Monitor der Eindruck einschleicht, dass man hier als potenzieller Nutzer wie ein Vollidiot bedient wird. Nichts gegen eine luftigen und übersichtlichen Voll-Bild-Modus. Aber man kommt sich vor, als wenn man hier mit einer neuen Version von "Einfacher Sprache" fürs Auge versehen werden solle.


PS.

Nicht verstanden ist, dass diese Formatänderung nicht einhergeht mit einer Veränderung des Namens des Kanals. Aus "dradio" ist ja auch der "Deutschlandfunk" geworden [3] während "DRadio Wissen" seinen noch jungen "alten" Namen beibehalten hat.


Nachtrag vom 04. März 2014 6:42 Uhr.

Hier ein LINK zu den Einlassungen von Sebastian Sonntag auf den Umgang mit den 10 von Hans Magnus Enzensberger aufgestellten "Regeln für die digitale Welt", die am 1. März in der Frankfurter Allgemeinen publiziert wurden und unter dem Titel " Wehrt Euch! " auch online eingesehen werden können.

Sollte einer der klugen Köpfe auch wahrlich eben diesen in die Seite 9 gesteckt haben, so wird er - oder sie - gleich nebenan einen Text von Frank Schirrmacher gefunden haben, in dem er dazu aufruft, dass es längst "höchste Zeit" sei, "sich dem Versuch einer Programmierung der Gesellschaft und des Denkens zu widersetzen." Und eine Serie von Texten ankündigt, "in der sich Geisteswissenschaftler mit jener Revolution befassen, in der wir stehen."

Diese Serie, so der FAZ-Herausgeber, sei "selbst ein kleines Experiment: mal sehen, ob Denken uns weiterbringt." Und im Grunde ein Angebot an die DRadio-Wissen-Redaktion, sich an diesem Experiment zu beteiligen.

Der NDR und die Süddeutsche Zeitung haben es vorgemacht.

[1RADIOSZENE:
Herr Müller-Schmid, wie startet das neue Programm?

Am 19. Februar um 6:30 Uhr, also ganz pünktlich zu unserer Frühshow. In dieser Sendung wollen wir dann unseren Hörern künftig bis 10.00 Uhr einen schönen Morgen bereiten und sie live informieren. „Wissen ob die Welt noch steht“ ist dann unser Thema – und dabei geht es dann um Politik, Gesellschaft und Musik, also alles was junge Leute interessiert.

Aus: http://www.radioszene.de/64655/relaunch-bei-dradio-wissen-wir-wollen-keine-mainstreamberieselung.html.

[2Nachtrag vom Freitag, den 27. Februar 2014 Als pars pro toto sei hier die folgende Sendung genannt:
"Du kannst Dein Wesen ändern" aus der Reihe "Einhundert"

[3... warum eigentlich noch "...funk"?