Wege - Ziele- Perspektiven

Es gibt Arbeitstage wie diesen, die nur aus der Umsetzung eines einzigen Ansinnens bestehen, aus einem einzigen Reiseziel, aus einem einzigen Gespräch.

Und in diesem Gespräch kommt all das zusammen, was wir in der Medien- und IT-Welt immer wieder und immer wieder neu diskutieren: wie es gelingt, in einem all-täglichen Fluss von Informationen und Meinungen, von Unterhaltungen und Unterhaltung, von Sprache und Musik - und deren jeweiligen Inszenierungen - das zu organisieren, was wir seit gut einem Jahrhundert den RUNDFUNK genannt haben.

Und wir spüren - trotz all der Herausforderungen des all-täglichen Tuns - dass es damit ein Ende haben könnte. So wie wir wissen, dass diejenigen, die den RUNDFUNK "machen" im Schnitt schon alle über vierzig Jahre alt sind - und die, die das so Ausgesandte konsumieren, über sechzig.

Nein, damit ist nicht gesagt, dass wir noch in einer heilen Welt leben, wohl aber in einer alten. Das was sich - dennoch - in dieser erneuert, das sind nicht die Menschen, das ist die Technik. Und so kommt es, dass sich auch die etablierten Medienmacher immer mehr mit der Tendenz der Erneuerung auseinandersetzen, auseinandersetzen müssen.

Dabei ist das, was sie beschäftigt, nicht so sehr die Erneuerung des Programms, sondern die Erneuerung der Mittel, mit denen dieses hergestellt, konfektioniert und distribuiert - also verteilt - wird.

Und so kommt es, dass sich selbst von den ach so fortschrittlich wähnenden Kräften, allzu viele damit begnügen, sich den technischen Herausforderungen zu stellen und sich damit schon auf der fortschrittlichen Seite des Personals sehen.

[WIRD FORTGESETZT]