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Heute wurde in Berlin der Zugang zu einem neuen Mahnmal eröffnet.

Gedenkort für Opfer der NS-"Euthanasie" in Berlin eröffnet
Über 300000 Menschen fielen dem Nazi-Wahn zum Opfer

In Berlin erinnert seit Dienstag ein Denkmal an die Opfer der sogenannten Euthanasie-Morde in der NS-Zeit. Dazu wurde am ehemaligen Standort der Dienststelle in der Tiergartenstraße, die den Mord an schätzungsweise 300.000 Insassen von Heil- und Pflegeanstalten organisierte, eine Glaswand enthüllt. Sie ist transparent und 24 Meter lang. Die Freiluftausstellung nahe der Berliner Philharmonie informiert über die Geschichte der NS-«Euthanasie»-Morde und ihre Auswirkungen bis in die Gegenwart.
An der Einweihung des Denkmals nahmen unter anderem Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU), Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth (Grüne), Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) und Miltärbischof Martin Dutzmann teil. Kulturstaatsministerin Grütters erinnerte an die "unfassbar menschenverachtende Unterscheidung zwischen ’lebenswertem’ und ’lebensunwertem’ Leben" durch die Nazis. Von dem Ort Tiergartenstraße gehe die Botschaft aus, dass jedes menschliche Leben es wert sei, gelebt zu werden.

Dazu hier hier die folgenden Quellen:

Götz Aly: "Die Belasteten"
Euthanasie - Probelauf des Holocaust

Über den Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Nervenheilkunde in Berlin
Psychiatrie im Nationalsozialismus

Sowie folgender aktueller Beitrag von Thomas Fritzel

"Eine immerwährende Mahnung und Warnung"
Gedenken der ermordeten Behinderten durch Euthanasie-Programm

Dieser Beitrag steht (für wie lange?) zum Nachhören und zum Nachlesen auf den Seiten von Deutschlandradio Kultur bereit.