Konvergenter Journalismus

Prolog

Heute werden wir uns - einen ganzen Tag lang - unter diesem Thema treffen, mit diesem Thema auseinandersetzen, Fragen stellen und nach Antworten suchen, die über diesen Tag hinausreichen.

Das Kompetenzziel auf das im Rahmen dieses Tages hingearbeitet wird, lautet:
Methodische und fachliche Standards des medienkonvergenten Journalismus beherrschen: Print, Online, TV/AV, mobile Medien

Die heutige Begegnung zu diesem Thema ist nicht öffentlich. Und wird daher an dieser Stelle auch nicht weiter zur Darstellung gebracht oder kommentiert werden. [1]

Zur öffentlichen Darstellung gebracht aber werden Materialien und Informationen, die auch öffentlich zur Verfügung stehen: "Im Netz", aber nicht nur dort.


Lektüren

In der Reihenfolge der Darstellung kommen wir vom Allgemeinen - mit Standardwerken zum Thema Journalismus - zu immer spezielleren Arbeiten aus dem Umfeld des Konvergenz-Themas.

Journalistik

von Prof. Dr. Klaus Meier, Lehrstuhl für Journalistik I an der Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt
3., überarbeitete Auflage: Oktober 2013, ISBN: 978-3-8252-3923-7

In dem Blog zum Buch findet sich u.a. der Text:
— Traumberuf Journalist: Wege in den Journalismus – ein Überblick vom 7. September 2009

Die Studenten des ersten Jahrgangs - aus dem Jahr 2007 - führen ein langes Interview mit Klaus Meier, dass auf DIESER SEITE heruntergeladen werden kann - Achtung 60 MB - oder auf DIESER SEITE von Jan-Kristian Jes­sen u.a. einfach nachgehört werden kann.

ABC des Journalismus

herausgegeben bei UVK in 12. 12., völlig überarbeitete Auflage 08-2012, ISBN 978-3-86764-289-7, von Prof. Dr. Claudia Mast, Lehrstuhl für Kommunikationswissenschaft und Journalistik an der Universität Hohenheim in Stuttgart.
In dieser Ausgabe hat auch das Thema der Konvergenz - ab Seite 32 - Eingang in die Darstellung des Kapitels "Journalistische Grundlagen" gefunden.

Journalismus und Social Media 2010

Im WEB-IDEAS-Blog ist in der Social Media Marketing Bibliothek in einem Artikel von Stefan Petersen vom 20. April 2010 die Rede von einer Studie der KP – PR und Lobbying GmbH in Wien zu diesem Thema.
Der in diesem Zusammenhang als Beleg benannte Link:
http://news.prva.at/wp-content/uploads/ikp_Journalismus_Web20.pdf
ist aber nicht mehr gültig, so dass eine Nachfrage bei der ikp in Wien sich durchaus lohnen würde.

Online-Journalismus: Zukunftspfade und Sackgassen
/ hrsg. v. netzwerk recherche e.V.
Konzeption: Prof. Dr. Thomas Leif (verantw.) ; Thomas Mrazek ; Albrecht Ude. Redaktion: Thomas Mrazek. Redaktionelle Mitarbeit: Günter Bartsch (Korrekturen). Mitarbeit: Albrecht Ude. Gestaltungskonzept & Artwork: Nina Faber de.sign, Wiesbaden. -
Wiesbaden : netzwerk recherche, 2011, 196 S. ISBN: 978-3-942891-00-4

Nr werkstatt-18-online-journalismus from Thomas Mrazek

Journalismus und Social Media 2012

Im PRREPORT vom 18. Dezember 2012 ist die Rede von "einer Studie, die das ECCO-PR-Agenturnetz in Deutschland, Österreich und der Schweiz durchgeführt hat" und stellen fest: "Der Großteil der Journalisten - zwischen 85 Prozent (Schweiz) und 94,5 Prozent (Österreich) - betrachtet Social Media als eine Ergänzung der eigenen Arbeit. Mehr als 80 Prozent der Journalisten in allen drei Ländern sehen aber die Qualität journalistischer Arbeit durch die sozialen Netzwerke gefährdet."

Zu Beginn des Jahres 2014 ist in einer Nachfolgestudie des Agenturnetzes zu lesen:

Journalisten-Studie: Social-Media-Begeisterung flaut ab 2014

"Gleichzeitig scheint die Social-Media-Begeisterung deutlich abgeflaut zu sein. Die Pressemitteilung als Informationsquelle liegt mit 55,6% deutlich auf Platz eins der häufig genutzten Quellen. Social Media wird nur noch von 10,8% der Journalisten häufig genutzt. Noch im Jahr 2012 hatte eine ECCO-Studie ein deutlich anderes Bild ergeben."

Social Media und Journalismus 2014

Lautet die von der Landesanstalt für Medien in NRW beauftragte Studie von Christoph Neuberger, Susanne Langenohl und Christian Nuernbergk,
deren Zusammenfassung der LfM-Dokumentation, Band 50,ISBN 978-3-940929-33-4, hier als PDF-File seit dem Oktober 2014 eingesehen werden kann. [2]

"Partizipativer Journalismus - Nutzerdialog neu denken"

Das war nicht nur der Titel einer LfM-Fachtagung am 16. Oktober 2014 in Berlin [3], sondern ist die Referenz auf eine Studie von Volker Lilienthal, Stephan Weichert, Dennis Reineck, Annika Sehl und Silvia Worm zum Thema:

Digitaler Journalismus. Dynamik – Teilhabe – Technik

Erschienen als Band 74 der Lfm-Schriftenreihe Medienforschung und HIER als Zusammenfassung als PDF einsehbar.

Zwei der Autoren stellen die Ergebnisse in zwei Interviews vor:

— Volker Lilienthal

— Stephan Weichert

Mehr dazu ist nachzuhören im Bericht von Günter Herkel im MedienMagazin von B5 aktuell des Bayerischen Rundfunks vom 2.11.2014
Nutzer besser verstehen: Partizipativer Journalismus

Auf den Medientagen in München wurde auf dem abschliessenden sogenannten Content-Gipfel [4] Volker Lilienthal um die Präsentation der Ergebnisse dieser Studie gebeten.

Ulrike Langer, Fachjournalistin für digitale Innovationen aus Seattle, berichtete, "dass viele Innovationen noch gar nicht in Deutschland angekommen seien. So setzten amerikanische Zeitungen für schnelle Berichterstattung und „Echtzeitjournalismus“ auch das Publikum ein. Der Einsatz von Algorithmen (Stichwort: Roboterjournalismus) entlaste den Arbeitsalltag von Routinearbeiten, weshalb mehr Zeit für die Recherche bleibe. Und in der Ausbildung werde bereits Unternehmerjournalismus gelehrt." [5] [6]


Beiträge aus Österreich und der Schweiz

- vom November 2012 in Wien zum Thema:

Konvergenter Journalismus: Pro und Contra
Erfahrungen aus TV-, Radio- und Online-Praxis
Eine Expertenrunde mit
— Ulrik Haagerup, DR [Dänischer Rundfunk] Nachrichtenchef,
— Lis Borner, SRF [Schweizer Radio und Fernsehen], Chefredaktorin
— Dieter Bornemann,TV-Redakteur und Redakteurssprecher der Aktuellen Fernseh-Information, ORF
— Johannes Friedrich Reichert, Trainer&Berater,
— Daniela Kraus, fjum [forum Journalismus und medien wien]

Konvergenter Journalismus: Pro und Contra from fjum_forum journalismus und medien wien

Dass das Thema der "Konvergenz" aber nicht nur eine technische, sondern auch eine inter-kulturelle Herausforderung bedeuten kann, dafür als Beispiel - die Produktion des MBA Media Management-Lehrgangs 09 an der Fachhochschule St. Pölten mit Szenen und Kommentaren aus der Expo-Stadt Shanghai anno 2010:

- vom November 2013 aus Zürich vom Presseverein :

Exemplarische Qualen der Konvergenz

121 Redaktoren des Tages-Anzeigers protestieren als “Gruppe 200″ und zeigen in einem fünfseitigen Dokument praktische Probleme der Zusammenführung von Print und Online auf. Die Fälle sind exemplarisch und darum höchst lesenswert für alle Journalisten.

- & hier das "Portrait" eines SRF [Schweizer Radio und Fernsehen] - Multimediajournalisten «Konrad Weber, Journalist 2.0» von Tobias Grimm und Sarah Vettori, von der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) in Chur bei SFR das am 27. Mai 2014

Und wer diesen Text aus der Deutschschweiz verstanden hat, mag sich vielleicht sogar an die Interviews heranwagen, die auf der SRG.D-Tagung:
- Konvergenz im Journalismus - Fluch oder Segen?
entstanden sind [7].


Beispiele von den Volos aus Deutschland

Vom On-Reportage-Training der Volos der Axel-Springer-Akademie, Team 3, hochgeladen auf YouTube am 2. November 2011 unter dem Titel:

- Journalismus 2018

- Volo-Blog-Video vom 24. Jahrgang des Bayerischen Rundfunks, BR, auf YouTube hochgeladen am 4. Februar 2014:

- Volo-Inverview mit Volo Nina Knippel im Medienmagazin von Radio 1 des rbb am 1. November 2014

all rights reserved
Herunterladen (8.6 MB)

Die berufliche Zukunft

Und wie geht es jetzt weiter? Hier sind exemplarisch drei Adressen für den deutschsprachigen Arbeitsmarkt ausgesucht worden:

all rights reserved
all rights reserved

- XING mit der neuen FutureMe-Projektseite.

- Der Job-Newsletter von akademics.de.

- Die JoJo Jobbörse von Crew 4 You.

[1Auszug aus dem Text des Anschreibens vom Beginn der KW 45:
Es wäre prima, wenn Jede(r) von Ihnen einen eigenen Text oder ein eigenes AV-Dokument im Verlauf des Tages zitierfähig einbringen würde, das für Sie zu diesem Thema wichtig wäre.
Ein aktuelles Beispiel dafür findet sich im Podcast der Sendung des Medienmagazins auf radio 1 vom Samstag, den 1. November 2014.

[2Die wichtigsten "Schlussfolgerungen für die journalistische Praxis" lauten:

— Facebook
hat das weiteste mögliche Anwendungsspektrum. Vor allem bei der Publi-
kumsbeteiligung übertrifft das soziale Netzwerk die anderen Angebote in fast jeder
Hinsicht. Bei der Recherche eignet sich Facebook nur für „weiche“ Ziele (Finden von
Themenideen, Meinungsverteilung zu einer Streitfrage) und für die Beobachtung der
Resonanz auf die eigene Berichterstattung.
— Twitter
ist, soweit es um das Publizieren geht, lediglich für die Echtzeit-Interaktion mit
dem Publikum geeignet, dagegen kaum für längerfristige Diskussionen. Die heraus-
ragenden Stärken von Twitter liegen im Bereich der Recherche, und zwar besonders
im Hinblick auf Kontakte zu Experten
und Prominenz (kontinuierliche Beobachtung
prominenter Quellen, Suche nach Expert
en, Pflege von Expertennetzwerken). Die
Analyse der Twitter-Aktivitäten von Politikjournalisten demonstriert eindrucksvoll, wie
Journalisten in diesem öffentlichen Raum untereinander und mit Politikern „netzwer-
ken“. Twitter wird auch im Hinblick auf das Sammeln von Fakten über aktuelle Ereig-
nisse bevorzugt. Beim Publizieren eignet si
ch Twitter für die Live-Berichterstattung
und kurze Eilmeldungen.
— Blogs
haben besondere Stärken bei der Publikumsinteraktion, wenn Themen länger-
fristig diskutiert werden, Nutzer eigene Beiträge schreiben und die Redaktion Einblick
in ihre Arbeit geben will. Außerdem sind Blogs für Kolumnen geeignet, in denen ein
Autor seine Sicht der Dinge schildert.
— Der Vorzug von
YouTube
liegt selbstredend in der günstigen Möglichkeit, Videos zu
publizieren
.

[3Hier in der Zusammenfassung als PDF einsehbar.
Was in diesem "Protokoll" nicht vermerkt wurde war die freimütige Erklärung des stellvertretenden Chefredakteurs der Welt-Gruppe, Oliver Michalsky, dass sie heute schon ihre Leser-Reaktionen mit EDV-gestützten Verfahren auswerten würden - und müssten.

[4Phrasenbingo auf dem Content-Gipfelder Medientage: Ines Pohl fragt, welches Un-Wort jeder Panelist hat. Ulrike Langer: "Qualitätsjournalismus", Heribert Prantl: "Krise", Müller von Blumencron: "Content", Claus Kleber: "Vor-Ort", Volker Lilienthal: "Geschäftsmodelle".
Aus: https://www.facebook.com/medientage.muenchen.

[5Hierzu eine Referenz auf ein Seminar an der RTL Journalistenschule, das Ulrike Langer - medial digital . de - am 22. Februar 2010 gegeben hat zum Thema:

Trends im Onlinejournalismus

[6Siehe auch: P313 Content-Gipfel.

[7Auf YouTube veröffentlicht am 20.02.2014 und hier einzusehen: