Wie kann man nur...

... eine solche Mail öffnen: ausgestellt von
"rechnungonline@ telekom.de" [1]
bei uns eingegangen am Donnerstag, den 20.11.2014 07:22
mit dem folgenden Inhalt [2]

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,

Ihre aktuelle Rechnung für Ihre Kundennummer 26673 vom 20.11.2014 steht im PDF-Format für Sie bereit.
rg_kundennummer_26673300520333626673-sig.zip.

In Ihrem Account finden Sie alle Ihre Rechnungen in der Rechnungsübersicht.

Der sofort fällige Gesamtbetrag von EUR 136,32 wird Ihrem Konto in Kürze belastet.

Hinweise zum Format und der digitalen Signatur:
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Ihre Rechnung ist im PDF-Format erstellt und mit einer digitalen Signatur versehen. Damit erfüllt Ihre Rechnung die gesetzlichen Vorschriften nach dem Umsatzsteuergesetz.

Um das PDF-Dokument zu lesen und auszudrucken, benötigen Sie das Programm ’Acrobat Reader’ in der Version 7.0 oder höher. Einfach kostenlos unter http://www.adobe.de/products/acrobat/readstep2.html herunterladen.

Hilfe & Kontakt:
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Haben Sie Fragen zu Ihrer Rechnung? In unserem Hilfe-Center finden Sie Antworten auf die häufigsten Rechnungsfragen unter:

http://www.telekom.de/hilfe-und-service/kundencenter

Gerne sind unsere Mitarbeiter der Rechnungsstelle auch telefonisch für Sie da. Sie erreichen uns täglich rund um die Uhr - kostenfrei aus dem Fest- und Mobilfunknetz der Deutsche Telekom AG - unter:

0721 36 32

Mit freundlichen Grüßen

Ihre Deutsche Telekom AG

Kommentar:
Das eigentlich Ärgerliche in Folge solcher Mails ist,
— dass es immer noch Menschen gibt, die den Unterschied zwischen einer "echten" und einer "getürkten" [3] Mail nicht kennen
— dass es immer noch Menschen gibt, die davon durchaus wissen, sich aber darüber keinen Kopf machen, da sie ja in einem Unternehmen arbeiten, das ihrer Meinung nach den Schaden auszubaden hat (und nicht sie... meinen sie...)
— dass das Vor-Urteil von den Autoschieberbanden, die alles nach Polen abschleppen, nun auch im Onlinebereich neue Nahrung bekommt.

PS.

Von einem der Leser kam dieser Hinweis: auf einen Artikel auf Heise.de/security vom 22.11.2014 12:18 mit der Überschrift: "Spearphishing: Jeder Fünfte geht in die Falle "

Interessant ist dieser Bericht insgesamt und auf jeden Fall zur Lektüre empfohlen. Der Schluss aber macht nochmals exemplarisch deutlich, was seit vielen Jahren schon immer wieder Thema auch dieser Einträge in "DaybyDay" war: dass sich die - auch hier wieder - aufgeworfenen Probleme und Fragestellungen nicht mehr (allein) durch neue und bessere und intelligentere Technik werden lösen lassen.
Der Ruf nach "dem Psychologen" ist hier zu sehen als Ausdruck des Wunsches nach einer Vernetzung der eigenen Wissenschaft mit jenen Disziplinen, die neben der neuer Software auch weitere Softskills zur Verfügung stellen können.

Hierzu der letzte Absatz aus dem o.g. Artikel von Daniel AJ Sokolov:

"In eine ähnliche Kerbe schlug Stefan Schumacher, Vorstandsvorsitzender des Magdeburger Instituts für Sicherheitsforschung, mit seinem Vortrag auf der Deepsec. Er rief nach gänzlich neuen Schwerpunkten im Kampf um Informationssicherheit. Mehr Wissenschaftler, vor allem Psychologen, seien einzusetzen.

IT-Security müsse weit über die Beschäftigung mit technischen Probleme hinaus professioneller werden. "Die Psychologie ist die einzige Wissenschaft, welche die Grundlagen der Sicherheit erforschen kann", sagte Schumacher. Dabei denkt er nicht nur an leichtgläubige Anwender. Er würde auch gerne wissen: "Warum produzieren Programmierer noch immer Buffer Overflows?" "

[1Die Auflösung dieser Absenderadresse lautet: "katarzna.rossa@kart-map.com.pl"

[2Ausser, dass wir hier die in diesem Text nicht alle der darin eingebrachten Links übernehmen werden (sic!).

[3... darf man das überhaupt noch schreiben, nachdem ja auch die "Mohrenköpfe" u.v.a.m. schon aus dem deutschen Sprachgebrauch verbannt worden sind?