EU-Fördertag in Potsdam

Nachfolgend die Wiedergabe des Programms dieses Tages, das in den Räumen der ZAB, der ZukunftsAgentur Brandenburg GmbH in der Zeit von: 9 - 17 Uhr stattgefunden hat.

Die Teilnahme ist kostenpflichtung - und wird bezahlt werden, da es in diesem Fall nicht um eine Reportage geht, sondern darum, dass in diesem Falle geplant ist, sich in Zukunft ggf. mit einem EU-Projekt zu beteiligen, ein solches aus der Taufe zu heben.

Wir zitieren nachfolgend aus dem Programm. Vorab aber einige persönliche Anmerkungen, die im Verlauf der Veranstaltung aufgefallen sind:

- Die Anreise war nach Potsdam ok, aber die Anfahrt vor Ort ging schlussendlich "mitten in die Pampa" und endete an einem fast unwirklichen Ort, die Strassen, vollgestellt mit vielen vielen Autos. Das Suchen nach langwierige Suchen nach einem Parkplatz machte letztendlich das rechtzeitige Eintreffen ganz und gar unmöglich.

- Die Reaktion bei dieser Anreise sind subjektiv und vielleicht auch nicht fair: Aber was einem so, als ob man wieder einmal in DAS Subventionsland fahren würde... auch nach mehr als 25 Jahren bleibt immer noch dieser Eindruck von der "Rückkehr in die DDR". Trotz all der Anstrengungen und des Neubaus, in dem wir an diesem Tag zugegen waren... wer lange genug in diesem Land gelebt hat, kommt von diesem "feeling" einfach nicht wieder los.

- Andererseits war diese Anfahrt über die holpernden Betonplatten die beste Einstimmung in das Thema, das später auch tatsächlich der Schwerpunkt der ganzen Veranstaltung sein würde: Die Suche nach Mitteln und Wegen einer Förderung aus den europäischen Finanztöpfen.

- Im Verlauf des Tages wurde alsbald deutlich, dass die angekündigte Programmabfolge so nicht immer eingehalten werden konnte. Entweder waren die für das eigene Interesse wichtigen Personen gar nicht anwesend, oder sie wurden durch andere Personen vertreten, die aber nicht die gleiche Entscheidungskompetenz haben.

- Ärgerlicher noch war der Umstand - mit hochlöblichen Ausnahmen - dass mehrere der Vortragenden im Verlauf ihrer Präsentation angeboten hatten, nach ihrem Vortrag noch für ein Gespräch zur Verfügung zu stehen. Und dann - sobald die nächste Pause aufgerufen wurde - waren sie schon nicht mehr gesehen.

- Ebenfalls so nicht vertretbar, dass kein Online-Zugang angeboten werden konnte. Zumindest wird dieser nicht in den Unterlagen mitgeteilt und auch auf Nachfrage gab es keine Infos, die hätten weiterführen können.
Der Versuch, gleich auf dieser Seite online fortlaufend Notate einzutragen, missglückt vollständig. Das bedeutete konkret, dass eine Reihe von Eintragungen bei den Versuchen einer Speicherung verlorengegangen sind. _ Und das bedeutet, dass der Versuch über diese Veranstaltung weitere Daten an dieser Stelle einzuspielen, als gescheitert angesehen werden muss.

- Inhaltlich der schwerste Schlag: Das Thema "Kultur" ist nicht mehr Gegenstand für zukünftigen Mittelzusendungen. Das Bestreben, sich auf wenige Kernthemen zu fixieren, habe diese Entscheidung zur Folge gehabt. _ Das ist deshalb umso bedauerlicher, da oft in den Künsten Zukunftsentwürfe ausgearbeitet werden, die prägend sind für das, was dann später "in der Wirklichkeit" seine Umsetzung finden könnte.

Aber es gibt auch positive Faktoren, die ins Auge fallen:

- die viel höhere Präsenz von Frauen, die selber auch was zu sagen - oder zu Fragen - haben

- die immer wieder betonte Anforderung auf die Internationalisierung, und die Bereitstellung von Mitteln, dieses Vorhaben zu beschleunigen

- die nicht mehr absolute Dominanz der Power-Point-Anwendungen, bereits am Vormittag waren zumindest zwei der Präsentationen mit Prezi ausgeführt worden [1]

- in der Pause wird Kaffee und Obst vorgehalten, am Nachmittag auch Gebäck. Dank dafür [2]. Auch das Mittagessen und die vielen Kaffee-Angebote aus den Jura-Maschinen-Angeboten munden gut.

So. Und jetzt zitieren wir aus dem Programm und streuen dazwischen einige wenige Anmerkungen ein, soweit sich nicht alle wieder durch den Zussammenbruch der GSM-gestützten Online-Verbindungen ausgelöscht wurden.

Moderation

Anke Wiegand, Koordinatorin Enterprise Europe Network Berlin-Brandenburg bei Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH

Programmpunkte

9.00 Uhr

Begrüßung

Gabriela Pantring, Mitglied des Vorstandes der Investitionsbank des Landes Brandenburg

Dr. Rolf Srittmatter, Geschäftsführer der ZAB ZukunftsAgentur Brandenburg

9.10 Uhr

KEY NOTE: Europa 2020 - KMU im Zentrum der europäischen Wachstumsstrategie

Reiner Kneifel-Haverkamp
Ministerium für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg / Koordinierung EU-Förderung, Internationalisierung

9.30 Uhr

Schwerpunkte der EU-Strukturfonds für Berlin & Brandenburg

Vera Viehrig, Ministerium für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg vertreten von Frau Streiter

Sie macht zunächst mit einigen Negativ-Botschaften auf:

— das Thema Kultur ist aus der Förderung der nächsten 7 Jahre ganz und gar herausgefallen

— die Fördermittel von einst 1,5 Milliarden sind auf 8oo Millionen Euro zusammengestrichen worden

— die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen - und zwar nachweisbar - habe absolute Priorität.

Frage aus dem Publikum an die Vortragende: Was passiert, wenn die Ziele nicht erreicht werden? Dann werden 6,2% von der Kommission an das Land zurückbehalten. Im Rahmen der Laufzeit wird es eine externe Evaluation geben.

Was in diesem als auch in den folgenden Vorträgen deutlich wird, ist der Umstand, dass vor allem der Zugang zu internationalen Märkten gefördert werden soll.

— Herr Karem El Ali aus Berlin ist für dieses Thema zuständig, aber nicht zugegen. Er hat stattdessen seine Unterlagen zugeschickt und lässt die Moderatorin über das Thema der Internationalisierung reden: es geht um das Programm für die Internationalisierung für die Berliner Unternehmen. Dazu soll es eine Art Förderbaukasten geben, so die Dia-Show-Seite Nr. 3. Gefördert wird auch der/die Aussenwirtschaftsassistent(in) mit bis zu T20 Euro pro Jahr.

10.45 Uhr

Die FORSCHUNGS- und INNOVATIONSFÖRDERUNG der EU

Horizont 2020 - neuer, integrativer Förderansatz für KMU
Alexandra Pohl, Enterprise Europe Network Berlin-Brandenburg bei der ZAB

In Zukunft sollen nicht mehr nur Forschung, sondern Forschung UND Innovation UND Technologie gefördert werden. Und die KMU’s sollen dafür gezielt(er) angesprochen werden. Mit dem Budget von 78,6 Mrd. € sei das das weltweit grösste Vorhaben.

Die Themen / Säulen sollen lauten
24,4 Mrd. € zum Thema Wissenschaftsexzellenz
17,0 Mrd. € zur Förderung des Wachstums durch die Industrie
29,7 Mrd. € zur Lösung von gesellschaftlichen Herausforderungen
Thema: Integrative, innovative und reflektierenden Gesellschaften
In den Säulen zwei und drei sollen knapp 20 Milliarden für die KMU’s vorbehalten bleiben.

Frau Pohl macht im Nachgang zu diesem Thema ein Reihe von interessanten Ausführungen für neu Möglichkeiten der Förderung, für KMU’s im Allgemeinen und sogar für Einzelunternehmen im Besonderen. [3]

eurostars - Unterstützung für forschungstreibende KMU
Dr. Paul Racec, EUREKA/COST-Büro
 [4]

Der regionale EU-Strukturfond"Taler" für Forschung und Innovation
Ines Rosenbaum, ZAB ZukunftsAgentur Brandenburg

Sie stellt u.a. das brandenburger Pro FIT Programm vor, das weitgehend so auch für die berliner Unternehmen gelten würde.

Und sie macht darauf aufmerksam, das auch die Förderung der Beantragungs-Stretegien mit bis zu 50% möglich sei.

13.15 Uhr

Mit FINANZIERUNGSHILFEN auf Expansions- und Wachstumskurs

COSME gibt "Vorfahrt für KMU"
Anke Wiegand, Enterprise Europe Network Berlin-Brandenburg bei Berlin Partner

Es soll ein spezifisches Austauschprogramm, ein Erasmus-Programm für junge Unternehmer und UnternehmerInnen geben.

Finanzierungsinstrumente der EU für die Region
BERLIN - Dessislawa Thorsden, IBB Investitionsbank Berlin

Sie stellt das Kredit_Innovativ-Programm heraus, das seit 2012 angeboten wird.
Finanzierung von 100 bis zu T Euro 750: Themen: IT & Medien-/Kreativ-Wirtschaft zusammen mit einem optionalen Coaching-Programm, das sich vor allem den Fragen der Markterschliessung und Internationalisierung zuwendet.
Ab 2015 können Anträge in Höhe bis zu 1 Mio. Euro gestellt werden.
Doppelförderung ist ausgeschlossen.

BRANDENBURG - Kristian Kreyes, ILB Investitionsbank des Landes Brandenburg
Ist seit Oktober 2013 auch für die Film- und Medien-Förderung zuständig - und das für beide Bundesländer [5]
Statt der Finanzierung mit niedrigen Zinsen will man in Brandenburg vor allem die Risikoabsicherung bereitstellen.
Er gibt nochmals einen Überblick über die gesamten Finanzierungsinstrumente bis ins Jahr 2020.
Er gibt eine klare Verzinsungsrichtlinie vor: 1% für die kleinen, 2% für die mittleren, 3% für die grossen Unternehmen.
Die Innovationsgutschein-Richtlinie wird erweitert werden: wer als KMU in einen Call gehen will, kann Zuschüsse beantragen, sei es als Lead-Partner oder als Partner mit TEuro 16 / TEuro 8. [6]
Es gibt neue Förderungen für "Creative Europe" (121 Mio Euro), die im Zusammenhang mit dem Medien-Projekten stehen.

14.15 Uhr

EU fördert UNTERNEHMERTUM

Mit "Erasmus für Jungunternehmer" gut gerüstet
Bernd Kruczek, Centrum für Innovation und Technologie GmbH

Der regionale Stukturfond"Taler" für das Unternehmertum’
BERLIN - N.N., Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH
BRANDENBURG - Ulrich Ruh, ZAB ZukunftsAgentur Brandenburg
 [7]
Das Budget für diese Massnahme wurde um 60% (auf 60%?) gekürzt.
Durch Existenzgründungen sollen neue Arbeitsplätze geschaffen werden.
Gefördert werden sollen vor allem MigrantInnen und Migranten und junge Leute unter 30 mit sogenannten "Gründungswerstätten".
Studenten können gefördert werden, die ihre Arbeit zu Innovationsthemen schreiben wollen.

15.30 Uhr

Neue Perspektiven für KMU mit INTERREG

KMU als wichtiger Partner in der territorialen Zuammenarbeit im Ostseeraum und Zentraleuropa
Annegret Höing, Gemeinsame Landesplanung Berlin-Brandenburg
Ulrike Schütz, ZAB ZukunftsAgentur Brandenburg

16.10 Uhr

Mit der EU INTERNATIONAL gut aufgestellt

EU Japan Centre für Industrielle Kooperationen
KMU Helpdesk für China, ASEAN und Mercosur

Kirstin Wenk, Enterprise Europe Network Berlin-Brandenburg bei der ZAB


16.30 Uhr
UNTERSTÜTZUNG für KMU in Berlin-Brandenburg

Das Enterprise Europe Network - Partner in Sachen EU-Förderung
Dajana Pefestorff, Enterprise Europe Network Berlin-Brandenburg bei der ZAB

16.50 Uhr
Abschluss "Förderung der EU - ein Vorteil für KMU?"

[1Auf dem Projektions-Screen ist auf dem blauen Hintergrund das Windows-Logo zu sehen - und bleibt auch für den ganzen Tag erhalten. Eine gewissen Sensibilität, sich hier einer neutraleren Oberfläche zu bedienen, wurde vergeblich gesucht.

[2...allerdings wären für das Obst einige Gabeln, die auch auf Nachfrage nicht beschafft werden konnten, wirklich hilfreich gewesen.

[3Diese Information wurden an dieser Stelle sorgfältig eingetragen - und sind dann bei dem Versuch der Speicherung verloren gegangen. Das ist besonders ärgerlich, da hier sehr interessante neue Ansätze vorgestellt wurden.

[4Auch seine Ausführungen wurde im Detail notiert ... und gingen dann bei der Speicherung verloren.

[5... ist das wirklich so? Eine Nachfrage war vor Ort nicht möglich, auch nicht telefonisch, also jetzt per Mail.

[6Auch er reflektiert öffentlich darüber, dass jetzt Fördermittel ausgereicht werden, um eine EU-Förderung beantragen zu können.

[7Wird vertreten durch eine andere Mitarbeiterin.