Berlinale 2015 / mabb

Tim Renner: Sie, Hege, Limbach, Benda, sie haben damit grosse Verdienste erworben, auch so ungewöhnliche Projekte in Gang gesetzt haben. Das gilt auch für Radio 1 und Fritz.

Als Hamburger hatte ich mir das Radiohören komplett angehört. Als ich in Berlin den "Schneewittchensarg" angeschlossen hatte, den ich von von meiner Mutter geerbt hatte, habe ich das Ding laufen lass.

Die Stärke der Stadt sind immer dort, wo wir anders sind als die anderen.

Susanne Schlüter: Haben die Radioproduzenten ihre Hausaufgaben gemacht?

Tim: Man muss sich an die neuen Herausforderungen heranwagen, auch wenn sie zunächst "free" sind. Der Radioauftritt sollte gemeinsam veranstaltet werden. Was Apple erzwungen hat, sollte jetzt freiwillig von den Sendern angenommen werden. Durch den Radio-Player u.v.a.m.

Der Medienrat muss sich auch ändern. Früher mussten Innovationen von der mabb gefördert und finanziert werden. Ernst Bendas Frage: "Gibt es was Neues" ist Pflicht.

Heute soll die Kulturverwaltung sich erst einmal entschlacken. Und es soll auf Stipendien gesetzt werden, und auf Reisen und all das, was die Kreativen sonst nicht können.

Die Immobilienentwickler dürfen letztendlich nicht die wieder heraustreiben, die sie zuvor angezogen haben: Die Kreativen!