Den Vogel abgeschossen...

... und dennoch nicht zum Königsschießen des Schützenbezirks Werl-Ense zugelassen.

Das, was die WA am 2. August 2014 unter der Überschrift "Integration endet unter der Vogelstange" meldete, ist so unglaublich, dass man Schwierigkeiten hat, zu glauben, dass das hier Dargestellte wahr ist.

Der Bericht beginnt mit den Zeilen:

SÖNNERN/WERL - Ein Türke und gläubiger Muslim als möglicher Bezirkskönig – das mag sich der Vorstand der Schützen mit Blick auf die Satzung nicht vorstellen. Der Sönneraner Schützenkönig Mithat Gedik darf deshalb nicht am Königsschießen des Schützenbezirks Werl-Ense teilnehmen. Das hat der Pressesprecher des Bezirks, Heinz Weber, auf Anfrage unserer Zeitung bestätigt.


Am 3. August 2014 greift Jörg Taron diese Geschichte unter der Überschrift "Ein Muslim darf nicht Schützenkönig sein" in DIE WELT auf und schreibt:

Doch ein muslimischer Schützenkönig – das geht dem Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften (BDHS) zu weit: Beim Bezirksschützenfest darf der König aus Sönnern nicht antreten. Als Dachverband wacht der Verein auch über die St.-Georg-Bruderschaft, wo Gedik aber bereits König ist.


PS.

Die Anträge der Europäischen Gemeinschaft Historischer Schützen auf Anregung des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften (BHDS), in das Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes der deutschen Unesco-Kommission aufgenommen zu werden, um auf diesem Wege die Chance wahrzunehmen, einen Eintrag in die weltweite Unesco-Liste zu erhalten ... wurde Mitte Februar 2015 zurückgewiesen. Und kann - angeblich - noch bis zum April 2015 überarbeitet werden.