BERLINALE(V) ... in 2010?!

- werden wir Initiativgruppen haben, die - wie heute die Umweltschuetzer - als "Realitaetsschuetzer" auf den Plan getreten sein werden. Ihr Ziel wird es sein, dass sie eine Chance haben wollen, noch zwischen dem unterscheiden zu koennen, was nachweislich "real" ist und was nicht. Zu einem Zeitpunkt, da die Vermischung von Realbildern und computergenerierten Szenarien nicht mehr nur im Unterhaltungsfilm vorgeführt werden wird, sondern den Alltag zu praegen begonnen hat, werden mehr und mehr Menschen dafür eintreten, dass es ein "Recht auf Realitaet" geben wird.
So prognostiziert im Verlauf eines Gespraechs anlässlich des Berlinale-Empfangs des Goethe-Institutes am 7. Februar in Berlin.

- werden wir viele Filmemacher haben, die ihre Rechte selber verwerten: über das Internet. Und zwar "step-by-step" und Stück für Stück. Ganz im Gegensatz zu den heute eingeforderten "catch-all"-Verträgen, auch "The Overall Deal"s*)genannt, werden die Angebote franktioniert und fraktalisiert sein - und viele der Zwischenhändler werden sich ausgebootet sehen und/oder versuchen, selbst neue Verwertungsstrategien zu entwickeln.
So prognostiziert von Peter Broderick auf dem Talent Campus am 9. Feburar 2004.

*) Mehr dazu in "Maximazing Distribution" aus der Februar Ausgabe des DGA (Directors Guild of America) MAGAZINE, LA, S.30ff.