Die Todes-Anzeige als Werbe-Mittel

Mitten in den Recherchen im Zusammenhang mit dem Selbstmord von Walter Benjamin von vor nunmehr 75 Jahren [1] ist auf der Seite http://zitate.woxikon.de/tod - mit angeblich tröstenden Zitaten zum Thema Sterben und Tod - diese hier als Screenshot wiedergegebene "Werbung" zu finden:

Egal, ob man nun Fan oder Feind solcher Art der musikalischen Darbietungen ist. Die Frage bleibt: Ist so was "nur" geschmacklos, oder unanständig, oder straf"würdig"?

Wer auf diese Todes-Anzeige klickt wird auf den "Abendkurier" aus Wien weitergeleitet, in dem - ohne Datum - zu lesen ist: "Deutschland atemlos - Helene Fischer dankt ab!".

Das ist nicht nur eine Ente, sondern alsbald klärt sich auf, dass diese ganze Zeitung nicht mehr und nicht weniger ist als ein ganzer grosser mit "Liebe" gehegter und gepflegter "Ententeich", nachzulesen auf der Seite "Über uns", auf der erklärt wird:

"Unter uns gesagt, alles, was Sie auf der-abendkurier.de lesen, entspricht zu 0,00 Prozent der Wahrheit. Alle unsere Texte und Bilder beruhen auf dem Einfallsreichtum unserer Ideenschmiede. Eventuelle Ähnlichkeiten mit aktuellen Themen oder lebenden sowie untoten Personen sind rein zufällig und ungewollt im Sturm der Liebe zu dieser Seite entstanden. "

Nach dieser Klarstellung bleibt die Frage:
"Darf die Karikatur das?"

Und die Antwort ist: eindeutig.

[1Siehe dazu den Beitrag vom 26. September 2015: "Heute vor 75 Jahren..."