ICT World Forum
Day One

Die Elite der Branche gibt sich ihr Stelldichein. Am Morgen im Hotel der Messechef. Am Abend in der Stadthalle der Bundeskanzler. Und alle, die dieser Industrie ihren Stempel aufsetzen und von ihr leben.

Das Hotel ist - aus Sicht der Messebesucher - jenseits ihrer Welt. Aber aus der Sicht des Jet-Sets eine wunderbare Einrichtung aus logistischer Sicht. Es scheint gerade so, als ob die Abfolge der Auftritte von C[x]O’s nach den Flugplänenen Ihres Eintreffens am Hanover-Airport koordiniert worden seien - das Forum ist der erste stop-over, bevor es zur Messe geht. Eine gute Gelegenheit, sich warmzureden und für erste kleine Gipfel-Treffen jenseits der öffentlichen Wahrnehmung, von t-mobile und lucent bis...

Hier werden öffentlich wohltemperierte Zeichen gesetzt: von den Antreibern gegen die Getriebenen, von den Rednern gegen die Bauchredner, von den Machern gegen die Möchtegerne.

Am Abend treffen sich dann Alle und Alles bei der CeBIT Eröffnungsveranstaltung. Nachdem noch vor Jahren die Sony-Leute ihre Playstation wieder von der Messe abräumen mussten, konnte heute der neue Sony-Chef mit seinen tanzenden Robotern punkten. Promotion at it’s best.

Das bewegendsten Gespräch an diesem Abend waren jene mit Persönlichkeiten, die noch bis vor Kurzem im Rampenlicht eben dieser Öffentlichkeit gestanden und nun - geplant oder unerwartet - diese Postition nicht mehr bekleideten.
Einer berichtet mir, wie sehr er jetzt diese neue Rolle zu schätzen weiss. Diesemal ist er es, der mir auf den Rücken klopft und mich anspricht und wir freuen uns beide, dass der in den Jahren davor geführte Dialog offensichtlich über das rein "Dienstliche" hinausgericht hat
Einer berichtet mir, dass er zu jenen gehört habe, der sich einst gegen eine Ausgründung der CeBIT aus der Hannover-Messe ausgesprochen habe, dass er wissen, dass dieses ein Fehler gewesen sei und dass er aber auch wissen, dass nicht nur die CeBIT, sondern vor allem auch die Hannover-Messe selber einem heftigen Reformstau ausgesetzt sein
Einer berichter mir, wie gut es sein, dass sein urplötzliches Ende seiner Karriere im Kreise seiner Famile gut aufgefangen worden sei und er sich nur überlegen werde, was er mit dem zweiten Teil seines Lebens anzufangen gedenke.