Jürgen Drommert "Unter Beobachtung"

Texte, die im "ich"-Stil geschrieben wurden, kommen meinstens bei der mentalen Binenrevision des Lektürekanons selten gut weg. Heute aber gibt es dazu eine Ausnahme von der Regel: "Unter Beobachtung" von Jürgen Drommert [1]

Teil 1: "Unter Beobachtung"
https://www.heise.de/tp/features/Unter-Beobachtung-3747952.html
Teil 2: "Hase-und-Igel-Spiel bei der Spionageabwehr"
https://www.heise.de/tp/features/Unter-Beobachtung-3747952.html?seite=2
Teil 3: "Mobilität, Gesundheit, Reisen, Bildung: Es immer schwieriger, Deckung zu finden"
https://www.heise.de/tp/features/Unter-Beobachtung-3747952.html?seite=3

Kein Meisterwerk, das Ganze, aber ein authetischer Einblick in den Kopf eines um Auklärung bemühten qualifizierten Nutzers, dem letztendlich auch nicht sehr viel mehr übrig bleibt, als die ganze Malaise in diesem Text noch einmal Revue passieren zu lassen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Und das ist schon viel.

WS.

Basis all dieser Beobachtungen ist der Satz zu Beginn des dritten Abschnitts:

"Wer nicht auf Schritt und Tritt ausspioniert werden will, lädt sich nicht nur Mühen auf. Er muss sich auch einen asketischen Charakter antrainieren, um mit dem Verzicht an allen Ecken und Enden leben zu können. Und da die Trennung von analoger und digitaler Welt längst obsolet geworden ist, geht der Verzicht sehr weit."

Gleiches ist zu hören in der Episode "0" des heute gestarteten unter dem Mozilla-Brand gestarteten Online-Podcast IRL, das sich mit dem Motto in Szene setzt:

"Because Online Life is Real Life"

[1"Von einem, der auszog der Massenüberwachung zu entgehen - und das Fürchten lernte. Ein Erfahrungsbericht." In TELEPOLIS 25. Juni 2017, 00:00 Uhr.