MoPo ohne Gewinn HSV ohne Sieg

MOPO: Die hamburger Traditions-Zeitung hat auch ohne Springer online mehr Erfolg ... als der HSV auf dem Rasen.

Dass die Jungs vom Hamburger Sportverein am Sonntag gleich in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen Osnabrück mit 1 : 3 den Kürzeren ziehnen würden: eine Blamage, über die Zeitungen sich letztendlich allzu gerne das Maul zerreissen.

Denn das ist Lesestoff, der unter die Haut geht: "Nach Pokal-Blamage in Osnabrück. Fußball-Deutschland lacht über den HSV".

Am Abend dieses Sonntages konnten von den Profis noch einige "Simmen zur Pokal-Pleite" eingesammelt werden.

Dann aber laufen die Zeitungsmacher erst richtig in Form auf. Und bieten - auch online - dieses Schild für all die leidgeprüften HSV-Fans an, denen dazu einfach nichts mehr einfällt und "die heute ihre Ruhe haben wollen" - und sonst gar nichts:

Das ist der beste Zug gegen das Zeitungssterben, angesichts eines dahinsiechenden hamburger Sportvereins: Die Titelseite wird zum Dazibao und der Online-Link steht als e-Paper sogar ausdrücklich zum Ausdruck und zur Vervielfältigung zur Verfügung.

Um sodann in der Buslinie von Billstedt nach Allermöhe auch die Fahrerin vor weiteren Ansprachen zu diesem Thema zu schützen - so wie dies das "Klempp-Foto" unter Beweis stellt.

So viel ist damit klar: auch wenn die Poltitik-Redaktion nicht zuletzt wegen der sich anhäufenden Verluste dieses Boulevard-Blattes spätestens ab Beginn des Jahres 2018 von Berlin aus weiter arbeiten soll, die Lokalredaktion hat sich mit Aktionen wie diesen ihren Sitz in der Hansestadt mehr als nur gesichert.

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