11th. Digital Innovators’ Summit (II)

Da das Programm dieses zweiten Konferenztages in der Vorankündigung noch mit dem Vermerk unterlegt ist: "The programme is subject to change", werden wir zunächst an dieser Stelle nur auf den LINK des Veranstalters verweisen.

Einen Link mit Aufzeichnungen vom zweiten Tag des vorangegangenen Jahres findet sich HIER.

Und dieser Vormittag ist bestimmt von Versuchen und Strategien, des Rad wieder zu drehen: um ökonomisch erfolgreich zu sein, um die Daten wieder unter der eigenen Kontrolle zu haben, um Europa zurückzubringen in das Spiel der Grossmächte.

Der Morgen beginnt sehr früh mit einem Hintergrundgespräch rund um das Projekt: JoinCIVIL.com. Das Gespräch über dieses Vorhaben in-statu-nascendi weckt eine Menge neuer Hoffnungen. Es ist einer der wenigen Versuche, bei dem sich Urheber wieder auf eine Vermittlungs-Ebene begeben, von der aus sie direkte Beziehungen mit ihren LeserInnen aufbauen können.

High-speed disruption, real data, the scourge of fake news. How to win as a digital publisher
Dr. Andreas Wiele, President Classifieds and Marketing Media, Axel Springer, Germany

Andreas Wiele sagt: Wir sind dem Tümpel der analogen Presse entkommen und müssen nun in dem Meer der digitalen Verlagswelt überleben. In Konkurrenz mit den grossen Haien dieser Branche.

Nachdem wir alles zusammengeworfen haben, werden wir wieder die Spezialisten von Print und Digital in ihrer eigenen Kompetenz unterstützen.

What next for platforms and publishers?
Vivian Schiller, Executive Editor in Residence at Weber Shandwick and Director at the Scott Trust, USA

Der facebook-Spruch "Move fast and break things..." ist der Ausgangspunkt ihrer Präsentation, die fragt: Warum braucht man noch eine Website, wenn man einen facebook-Account hat?

Das Problem: 40 Millionen facebook-Accouts sind fake. Man kann nicht nur follower kaufen, sondern auch die Zustimmung zu den eigenen Nachrichten.

Die Behauptung: "The News Business may be not be as good." führt zu der Frage, wer diesen Raum ausfüllen wird: Flipboard, Apple-News, Twitter, WhatsApp, SnapChat, ... ? Und Google? Ist nicht mehr länger der Feind der News-Industry. Und was machen die Verleger? "Publishers take back control". Nicht länger ist scale die beste Währung, sondern relationship.
Was funktioniert, sind: Abos, Newsletter, Pushalerts, Podcasts, Appointment-viewing,

Zur Zeit können mehr als 50% der Befragten nicht mehr sagen, von wem die Nachrichten waren, die sie auf den Plattformen gesehen haben.

Single sign-on across industries – the opportunity for publishers
Donata Hopfen, CEO, verimi, Germany

Wir werden alle einen "digital twin" im Netz haben. Und die Daten dieser "Gestalt" liegen in den USA, in der VR China. Und in Europa? Aus den Nutzerprofilen werden Ecosystems . Heute kann man bei Google abrufen, wer man war, wer man ist...

Noch sei das Ganze eine Vision, aber man sei in Kürze dabei, sie Wirklichkeit werden zu lassen.

Changes in consumer behaviour in using and paying for content
Nikolay Malyarov, EVP, Chief Content Officer and General Counsel, PressReader

Nikolay verweist auf die ganz unterschiedlichen und allesamt legitimen Modelle der Monetarisierung der Inhalte. Nein, die Beziehung zu den Intermediären ist keine love or hate - Beziehung. Sie erlauben es, neue Inhalte zu entdecken. Ja, dafür zu bezahlen. Und das gilt vor allem für junge Leute.

It’s digital ... but not as we know it
Julian March, MD of Media, Games, Video & Entertainment, Future plc, USA

Wie kann man sich heute in der digitalen Welt behaupten? Mit Qualität, die garantiert wird von der Qualität der Reporter. Mit Engagement. Als Beispiel gilt "The London Drum Show". Mit Audience: Discover (via Google), Engage (via techradar), Purchase (via Amazon). Mit: Understanding Value.

How IDG’s global pivot to hyper-vertical publisher can work for you
IDG’s Secret Wapons
Matt Egan, Editorial Director: USA and UK, IDG, USA/UK

Einst in SF, Boston, London, Stockholm & Munich. Heute nennt man das einen "Hyper-Local-Focus". Und baut die Arbeit auf einer "Data-Driven Content Strategy".