DivX 5.2 Pro versus Windows Media 9

Im Kampf um die zukünftigen Multi-Media-Online-Nutzer hat sich DivXNetworks nun mit dem Giganten aus Redmond auf gleiche Augenhöhe begeben. Nicht nur, dass man jetzt behauptet, mit der Version 5.2 Pro dem Konkurenten "deutlich überlegen" zu sein. Sondern man geht mit Google als Sponsor ein Joint Venture ein und bietet ab sofort anstatt der mit Werbung gespickten Version nun auch die Profiversion für umsonst an: vorausgesetzt, man nutzt diese gemeinsam mit der "Google-Toolbar" (if you know what I mean...).

In den Google-Weg-Logs gibt es sogleich gleich heftigen Protest: wieso sich denn diese Firmen erdreisten würde, diese "Pro"-Version als eine "kostenlose" Version anzupreisen, wo sie doch nur für ein halbes Jahr lauffähig sei. Darauf meldet sich ein Chip-Redakteur und gibt bekannt, dass auf seine Nachfrage DivXNetworks erklärt habe, man wolle nunmehr in einem Zyklus von weniger als einem halben Jahr jeweils eine neue Version herausbringen, die sich ohne Mühe dann anstatt der bis dahin aktuellen überspielen lasse.

Wer’s glaubt... - auf jeden Fall steht wohl nunmehr das Lizenzgeschäft im Vordergrund, so vermuten’s die Kollegen aus dem "Heise-Verlag". Die entscheidene Frage ist nicht nur, wer in Zukunft bei den "Gamern" punkten kann, sondern auch den Spiel-Film-Nutzern zuhause.

Nicht grundlos drängt DivXNetworks ebenso wie Microsoft und andere vom PC ins Wohnzimmer und hat in diesem Metier derzeit sogar die Nase vorn. Und die Firma will ihr "DivX-Ökosystem" weiter ausbauen: Bis Ende 2004 soll die Zahl der DivX-zertifizierten Geräte auf über 22 Millionen steigen. Derzeit befänden sich weltweit knapp 100 verschiedene Consumer-Geräte mit dem DivX-Stempel in den Läden. Während die so mancher noch auf die ersten WMV-tauglichen DVD-Player mit Chips von Sigma Designs und STMicroelectronics wartet, gibt es von den meisten wichtigen DSP-Anbietern Chips, die für das DivX "Home Theater Profile" zertifiziert sind. Nicht ohne Grund meldet DivX 5.2 nach wie vor DX50 als FOURCC, um mit der inzwischen recht verbreiteten DivX-Hardware kompatibel zu bleiben.

Außer der Codec-Entwicklung und seinem Zertifizierungsprogramm treibt DivXNetworks auch die Verbreitung seiner Digitalen Rechteverwaltung (DivX DRM) voran. Ziel ist es, auf allen DivX-zertifizierten Geräten DRM-geschützte Inhalte aus Online-Videotheken abspielen zu können.

"vza" von der "c’t" auf "http://www.heise.de/newsticker/meldung/49097