DIS 2019 Day II

Anbei das Programm des zweiten Tages.

Die Profile der SprecherInnen können HIER abgerufen werden.

Diejenigen Personen, für die ein Interview-Wunsch besteht, sind in dem nachfolgend zitierten Programm mit einem Link versehen.

09:10 - 09:35 | Trends and strategies

09:10 - 09:35
Do’s and Don’ts to be successful in a disruptive world
Markus Reithwiesner, Haufe Group, Germany

09:35 - 10:00
Digital content trends in the US – lessons from DCN’s membership base | Interviewed by Mike Hewitt, MD, Adaugeo Media and DIS Moderator
Jason Kint, Digital Content Next, USA

10:00 - 10:25
Opportunities and challenges for media in the world’s big growth markets
Marcus Brauchli, North Base Media, USA

Sein Thema sind die "emerging markets": Vor gut 20 Jahren hat er als Reporter für das Wall Street Journal gearbeitet - und sein erstes Mobiltelefon gekauft: ein Motorola. Damals galt noch die Dominanz von TV und DVD’s. Heute ist China das weltweit grösste Testbed für Media geworden. Und nicht nur China. Es gibt viele Chancen in vielen anderen Ländern, denn immer mehr Möglichkeiten gibt es für mobile Anschlüsse. Von Indonesien bis Mexiko. Und in diesen Länden sind die akuellen Oligopole nicht mehr die Marktführer. Beispiele sind: ""Pictoline, Juanfutvol und Penta" in Mexiko. Oder "Duta" in Zimbabwe. "IDN" in Indonesien kümmert sich vor allem um die jungen Leute und um Frauen. In Indien (Mumbai) gibt es "Pocket Aces" mit einem riesigen Zugang vor allem zu den Sozial Media Kanälen.
In all diesen Ländern haben sich viele der Nutzer nie zuvor mit Zeitschriften beschäftigt, oder gar gekauft. In diesen Märkten haben nicht die US-Plattformen die Lufthoheit, auch wenn sich Google, facebook und Amazon darum bemüht haben mögen. Die Verleger sind nach wie vor skeptisch gegenüber den Plattform-Angeboten. Das gilt auch für die "emerging markets". Auch dann, wenn in vielen Fällen das Internet mit facebook identisch ist.
Heute kämpfen sie nicht nur gegen diese, sondern auch gegen die "state-owned-media".

10:25 - 11:00
Conversation: ’The trouble with advertising’ | Interviewed by James Hewes, President and CEO, FIPP [1]
Carsten Schwecke, Media Impact, Axel Springer, Germany
Nick Stringer, Trustworthy Accountability Group, UK

 [2]

11:30 - 12:10 | AI and the media

Atrium Stage
11:30 - 11:50
AI, innovation and the on-demand creative economy
Dr. Ling Fan, Tezign, China [3]

Human Machine in Creativity. Er kommt aus dem HCI in Berkely und arbeitet und lebt jetzt in Shanghai an der Tongji University. Sein Mantra lautet:
Dis-trust leads to dis-use
Over-trust leads to mis-use

From the collective first in the digital Age: Individual First.
From Engagement Optimization to Creation Optimization
The Gobotics Upheal - book by Richard Baldwin explains new perspectives.

The supplyer-, the work- and the business-data have to be corelated.
The basis of his work ist set by S. Freud: Waste is rescource in the wrong place.(Freud)

The aim is to create: "Unstereotypes" for women as creatives.

We have to teach the maschine to understand the creative aspekt.

Mitte Stage
11:30 - 11:50
From data to wisdom - How media can use own assets to succeed
Janina Mütze, civey, Germany

11:50 - 12:10
Watson and the media: Learn how AI will (and already does) propel media forward
Thomas F. Ross, IBM, Germany

Ja, IBM habe schon viele Paradigmenwechsel überstanden. Daher auch das hohe Investment in das AI-Thema. Bisher geht es immer noch darum, strukturierte Daten zu optimieren. Nun geht es um die Bewältigung von unstrukturierten Datenmengen.
Beispiele aus der Medienbranche: Highlight-Clipping for 20. Century Fox. Im Komprimieren von Szenen aus einer Sportveranstaltung auf Grund von sehr spezifischen Parametern wie die Aufregung der Reporter oder das Raunen der Zuschauer. Auch das Bundesliga-Archiv kann auf diese Art und Weise neu erschlossen und annotiert werden. Das Schwerste ist die Storry-Telling-Qualität des Trailers zu erhöhen.
Es gibt auch Empfehlungsjobs, zum Beispiel mit IRIS.TV (sic!) in den USA.
Es geht um eine "Conversation Engine", so wie sie heute bei Vodafone eingesetzt wird. Oder es gibt sogar das Projekt des "IBM Debater", das 2018 gestartet wurde. Und das in ganz konkrete Diskussions-Formate eingebunden ist.
Nach der Umfrage gaben die Anwesenden an, dass die Menschen noch besser diskutieren können, aber dass die Maschine besser informiert hat.
Auf der CES #think2019 wird diese Maschine erneut vorgeführt... mit einem vergleichbaren Ergebnis.
Nach dem Gartner Hypercycle kommen wir zu dem Ergebnis, dass es darum geht, dass die Anwendungen zunächst "mehr realistisch" sein müssen, aber dann auch "mehr innovativ".

11:50 - 12:10
Building a digital B2B media company from scratch
Joachim Eeckhout, Labiotech.eu

12:15 - 12:40 | AI Innovation in journalism / AI and the media

Atrium Stage
12:15 - 12:40
When bots become editors
Sören Karlsson, United Robots, Sweden
Robin Govik, MittMedia; United Robots, Sweden

In dieser Präsentation geht es um einen sehr emanzipierten Versuch der Daten-Nutzung. Seit diesem Jahr ist das Ziel "the right content to the right audience... to increase relevance". Personalisierung bedeutet nicht, einer Person nur noch ein Thema zuzuweisen. Aber die Gewichtung zu versändern. "You have to listen to the users but not always do, what they say."
Dieser Satz, gestern mit Nick schon erörtert, wird von hoher Bedeutung in Zukunft sein. Heute gibt es schon 4 "Robot-Verticals":
— Breaking Bots erlauben, die jeweils interessierenden Daten ständig zu aktualisieren
— Sports Bot: verspricht ALLE Sportsereignisse in der Region zu präsentieren
— Poperty Bot erlauben einen besseren Überblick ohne jegliche Listen anzubieten. Jedes Haus bekommt seine eigene Geschichte, seine eigene URL.
— Local Business Bot.
Diese werden aus einer Summe von 2000 Geschichten / Meldungen pro Tag gefüttert.
Das Interessante ist, das bei den Umfragen 2/3 der LeserInnen nicht bemerkt haben, dass diese Texte von den Maschinen geschrieben wurden.
Die These ist, dass mit dieser Art von Robotern ein besserer Journalismus möglich sei und auch eine bessere Nutzer-Erfahung. Und auch eine besser Qualität des Textes. Auch Roboter machen Fehler. Aber, wenn diese entdeckt werden, wird diese Fehler kein zweites Mal gemacht. Probleme bleiben: Schlechte Daten, langweilige Texte, zu wenig berücksichtigte Themen.

Mitte Stage
12:15 - 12:40
How Alma Media, Tamedia and Schibsted employed AI to help solve problems across news comment moderation, shopping and advertising
Mari-Sanna Paukkeri, Utopia Analytics Oy, Finland

13:30 - 14:30 | Innovation in journalism / Consent management

13:30 - 13:50
Lessons from BBC Good Food’s foray into the world of Voice
Hannah Williams, BBC Good Food, UK
Max Amordeluso, Amazon, Luxembourg

Die Vorhersage lautet, dass 50% der Suchanfragen via Audio kommen werden. Was tun, um dieser Herausforderung gerecht zu werden? Das Publikum fragen! Nach Rezepten aus der BBC-"good-food" Reihe? Ihnen ein Prototyp zum Spielen geben.

BBC wird im Februar zu einem strategischen Partner von Alexa... und damit von Amazon. Die Regeln: Keep it simple; Test and learn; Make something people need.

Mitte Stage
13:30 - 14:30
Deep-dive GDPR: How the IAB Transparency and Consent Framework helps tackle upcoming challenges with consent management
Tom Halank, Axel Springer, Germany

13:50 - 14:10
Building AR journalism projects for top media brands of various sizes
Steve Johnson, SeeBoundless, USA

Wie kann man neue Technolgien nutzen, um das Publikum neu ansprechen zu können. Diese ist eine Zusammenarbeit mit QUARTZ und dem 2050 City Projekt. Das Ziel ist eine fotorealistische Darstellung von Augmented Reality. Und die Möglichkeit, aus diesem Foto-Modell ein richtiges Modell zu machen, mit einem 3D-Printer. Oder auf eine Brille von magic leap oder Microsoft Hololens. Das bedeutet, dass der Kontext einer Geschichte besser verstanden werden kann.

"We’ve always believed that a story is coming to technology."

14:10 - 14:50 | Reality check

14:10 - 14:30
Developing effective First Movers Advantage (FMA) Content Strategy: the risk and rewards of innovation in new platforms and formats
Christine Beardsell, C3 @ Seven, UK

14:30 - 14:50
Media and technology: Hype versus reality
Andy Brown, Kantar Media, UK

14:50-15:00 | Wrap

[1Maike Abel, Nestlé, Germany und
Andrea Malgara, Mediaplus Gruppe, Germany können nicht mit dabei sein.

[2James berichtet von seinem morgendlichen Weg durch Berlin, der ihn an einem Buchladen mit vielen Brexit-Büchern vorbeiführt, in dem ein Schild zu lesen ist, auf dem steht: "We still love you".

[3fl@tezign.com