Gespräch mit Medienschaffenden aus Gaza

ALPHA

Das wichtigste Ereignis dieses Tages wird sein: Eine Begegnung unter Dreien - mit Medienschaffenden aus Gaza - oder, wie es offiziell in der Einladung heisst, aus "den palästinensischen Gebieten".

Lunch
at the invitation of the Directorate-General for Culture and Communication hosted by
Mr. Martin Huth, Head of the Division for Cultural, Education and Media Relations with the Maghreb, Near and Middle East
Ms. Sylvia [Ursula Katja] Groneick, Desk Officer for the Palestinian territories
Mr. Wolf Siegert, Board member of the German Federation of Journalists [1]

Auch wenn die Begegnung einem informellen Meinungsaustausch dient und nicht öffentlich ist: Vielleicht sind die Teilnehmer ja doch bereit, sich mit ein paar Sätzen vor dem Mikrofon vorzustellen. Wenn ja, werden diese samt ihrem Namen hier genannt werden, wenn nicht, bleibt es für heute bei diesem Eintrag.

ET

Und dann kommt alles anders als gedacht: Nicht alle der angemeldeten TeilnehmerInnen hatten eine Chance, nach Deutschland einzureisen. Stattdessen mit dabei eine Vertreterin aus dem Goethe-Institut, das - einmal mehr - ein hervorragendes Besuchsprogramm zusammengestellt hat.

Und so beginnt denn auch die eigene Intervention mit einem fast neidvollen Kompliment an alle Mitglieder der Reisegruppe, die an dieser Erkundungen in Berlin und Hamburg teilnehmen können.

Im Vordergrund standen - trotz der knappen Zeit und des guten Essens - der w e c h s e l s e i t i g e Austausch von Meinungen und Erfahrungen.

Und dabei wurde schon in dieser kurzen Zeit deutlich, unter welchen massiven Problemen die "Presse-"Landschaft vor Ort zu leiden hat: Die drei noch existierenden Tageszeitungen sind mit ihren Druckauflagen im freien Fall. Und auch online ist eine wirklich unabhängige Berichterstattung, trotz der geringeren Kosten, kaum möglich.

Entweder man findet einen politischen Sponsor, in dessen Nähe man sich noch irgendwie ansiedeln mag, oder man begibt sich in die Hände von Google und/oder Facebook - und akzeptiert damit automatisch deren Zugriffsrechte auf Texte und NutzerInnen-Daten. Die hier immer mehr propagierte und erprobte Alternative, "paid content" anstelle von Abo-Gebühren für die Print-Ausgabe wieder einzuführen, wäre dort undenkbar. Ja, man wisse in vielen Fällen, dass die Quellen alles andere als objektiv oder neutral seien. Aber es gäbe dazu keine Alternative und man müsse lernen, damit zu leben. Interesse von jungen Leuten - fast die Hälfte der Bevölkerung dort ist unter 18 Jahren - vor allem von Frauen, sich für diesen Beruf zu qualifizieren, gäbe es immer noch.

OMEGA

Da nach wie vor die Vereinbarung gilt, dass hier unter Dreien gesprochen werden solle, wird der Bericht an dieser Stelle abgebrochen und nur das wiederholt, was auch schon aus eigenen Erfahrungen vor Ort sowie aktuellen Recherchen bekannt war.

Dennoch an dieser Stelle ein doppelter Dank an die Mitglieder dieser Delegation: für ihr offenes Wort und die Bereitschaft, sich auch persönlich dem Publikum auf dieser Seite vorzustellen.

[Eintrag wird fortgesetzt]

[1in Berlin