Befehls-verweigerung - Befreiung - Begegnung

"Paris ist in ein Trümmerfeld zu verwandeln, der Kommandierende General hat es bis zum letzten Mann zu verteidigen und geht, wenn nötig, unter den Trümmern unter" - so hieß es im "Trümmerfeldbefehl" von Adolf Hitler nach den Memoiren des damaligen Kommandierenden Generals von Paris, Dietrich von Choltitz.

Der Befehl wurde am 22. August 1944 erteilt - und von Choltitz traf die wahrscheinlich mutigste Entscheidung seines Lebens, indem er sich bis zur Kapitulation am 25. August weigerte, die von ihm bewunderte Stadt der Lichter zu zerstören. Knapp 50 Jahre alt war der in Schlesien geborene General, als er dem "Führer" die Stirn bot. Bis April 1947 befand er sich in Kriegsgefangenschaft, am 5. November 1966 starb er in Baden-Baden.

In dem 1951 erschienenen Buch "Soldat unter Soldaten" schilderte von Choltitz, wie er in den entscheidenden Tagen bis zur Kapitulation zu der Überzeugung gelangte, er müsse dem Trümmerfeldbefehl widerstehen, um "die wahre Pflicht unserem Lande gegenüber zu erkennen und zu erfüllen" - und wie er angesichts von Hitlers Willen, Paris in Schutt und Asche zu legen, "fortan nur noch nach selbständigen Entschlüssen handeln konnte". Mit seiner Weigerung zur Zerstörung von Paris wurde von Choltitz zu einer Figur der Weltgeschichte.

(N24.de, AP)

Heute, an eben diesem Tag, beginnt die Medienwoche Berlin-Brandenburg mit ihrer Fachkonferenz, "Babelsberg 2004, Internationale Konferenz für Film- und Fernsehproduktion" (25. - 27.08.2004) und morgen mit dem "Medienforum 2004" (26. - 27.08.2004) in Berlin.

In diesem Zusammenhang wird auch zu einer Reihe von "festliche(n) Abendveranstaltungen" eingeladen: heute zum "Rencontre Paris-Berlin mit anschließendem Branchentreff".

Wird heute in Potsdam dieser Jahrestag eine Erwähnung finden oder genauso wenig "eine Rolle spielen" wie der Ausstieg des einstigen Investors Compagnie Générale des Eaux aus Babelsberg?
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