Admin-Edit-War: "-all"

Nachdem alle technischen und mentalen Fragen bei der Einrichtung des neuen Microsoft-Exchange-Cloud-Dienstes soweit bearbeitet wurden [1], dass eine Funktionsweise wieder hergestellt werden konnte, bleibt eine entscheidende Frage offen, die hier in diesem Screenshot zur Darstellung kommt: Es geht um diesen hier von Microsoft "bemängelten" TXT-Eintrag:

Es geht ab jetzt also "ans Eingemachte" - und selbst für einen inzwischen zum "Prosumer" herangereiften Nutzer nimmt das Thema einen Umfang ein, der die Grenzen des normalen Tagesgeschäftes weit übersteigt.

Ein Grund mehr, dieses Thema nicht noch länger nur als "Privatsache" zu behandeln, die sich allein durch hohe Honorare für die DNS-Verwaltung lösen lässt. Es wird vielmehr auch für den durch die vielen zu überspringenden Fallstricke inzwischen qualifizierten Endnutzer not-wendig, auch dieses Thema mit in seine Überlegungen einzubeziehen.

Was - in der Tat - dazu führt, dass nach den zuvor schon zur Darstellung gebrachten technischen und menschlichen Aspekten nun eine dritte Dimension hinzukommt: die politische.

Hier also zunächst die Stellungnahme jenes Chief-Admins, in dessen Konsortium bisher die Mail-Adresse verwaltet wurden.

Seine These in dem Beitrag
- gmx.de und web.de haben Mail-Rejects durch SPF

Wer „-all“ einträgt muss mit Mailverlust leben wollen
Heinlein Support warnt seit jeher davor ein „-all“ einzutragen — aus den hier genannten Gründen. Allenfalls „?all“ oder — wenn man als sehr lukratives Phishing-Opfer besonderen Schutz bedarf — ein „ all“.

Ab Montag, den 18. November 2019, haben wir diesen Beitrag allen Beteiligten zur Kenntnis gebracht und notieren hier in einer kursorischen Zusammenstellung die bis jetzt eingegangenen Stellungnahmen und Lösungsvorschläge:

— Die Frage ist, ob sich SPF noch hostwise eintragen lässt. Unsicherheiten wie diese machen das Management von Mailservern noch anstrengender als bisher.
— Es ist in der Tat ein Streit der Systeme, aber nicht unbedingt sogleich ein ideologisches Gegeneinander, sondern eine Auseinandersetzung um den geeignetsten Weg, eine jeweils passable Lösung für die viren- und spam-freie Nutzung zu finden
— Dieser Meinungsstreit zeigt, dass es heute keine allgemein gültigen Lösungen (mehr= gibt. Die Verwalter der Richtlinien (policies) sind andere als die, die sie ausgeklügelt haben
— Vor dem Umstieg aus der Microsoft-SBS-Welt in eine neue Umgebung mussten alle bis dahin installierten Verschlüsselungssysteme deaktiviert oder sogar deinstalliert werden, da sie nicht portiert werden konnten. Das zeigt des grosse Dilemma im Kleinen und Konkreten.
— auch hier ist der Streit nicht ausgestanden, zwischen der Open PGP - Welt mit ihrem offenen symmetrischen Verfahren und solchen wie S/Mime, die abhängig sind von der Kontrolle von Anbietern proprietärer Systeme wie Microsoft, aber auch vielen anderen.

Sollte dieses Thema das sich inzwischen andeutende breitere Interesse bei der Leserschaft finden, könnten wir diesen Dialog auch öffentlich im Rahmen eines Dialoges fortführen. Oder zunächst im Kreis der davon betroffenen Journalistinnen und Journalisten, die ab dem 11. Januar 2020 vom neuen Vorstand des Deutschen Journalistenverbandes in Berlin vertreten sein werden. Denn es bedarf keiner grossen hellseherischen Kraft, dass viele erst im letzten Moment auf die dann bevorstehenden Support-Abkündigungen für das Windows 7 Betriebssystem und den Windows Servers 2008 RS2 reagieren werden.

[1Siehe dazu die Beiträge:

- Vom 12. August 2019:
Ist es klug, in die Cloud zu gehen? I
- Vom 2. Oktober 2019:
Ist es klug, in die Cloud zu gehen? II
- Vom 3. Oktober 2019:
Ist es klug, in die Cloud zu gehen? III
- Vom 2. November 2019:
VSME-Cloud-Migration-Report (D)
- Vom 14. November 2019:
Windows 10: Gibt es Alternativen?
- Vom 16. November 2019:
Der Ober -Jammer- Gau